Das kann teuer werden. Zwar sind Employee-User-Lizenzen relativ günstig zu haben – eine Professional-User-Lizenz dagegen kostet einen vierstelligen Betrag. User zu hoch einzustufen bedeutet Geld zum Fenster hinauswerfen. Werden sie zu niedrig eingestuft, drohen Audit-Nachzahlungen an SAP.
Aus diesem Dilemma führt laut Bounin nur ein Weg: Eine automatisierte Lösung, die Daten generiert, die zu 100 Prozent den vereinbarten Lizenzbedingungen entsprechen. Hier kommt der License-Manager ins Spiel. Er garantiert eine permanente und ideale Verteilung des vorhandenen Lizenzinventars und basiert auf der tatsächlichen Nutzung der SAP-User. Doppelte oder inaktive User werden konsolidiert, ungenutzte Lizenzen erkannt. Zusätzlich ermittelt der License-Manager mögliche Fälle indirekter Nutzung.
Das frei werdende Lizenzvolumen vermeidet unnötige Neukäufe und unterstützt dabei, ungenutzte Lizenzen besser einzusetzen. Alle SAP-Benutzer Lizenzen werden zentral verwaltet, Benutzerprofile über alle angeschlossenen SAP-Systeme aktualisiert, die Accounts inaktiver Nutzer deaktiviert und doppelte Benutzerkonten konsolidiert.
Um den idealen Lizenztypen zu ermitteln, nutzt der License-Manager eine dynamische Transaktionsdatenbank. Diese Optimierungs-Engine enthält alle in SAP ausführbaren Transaktionen, die mit einem bestimmten Named-User-Lizenztypen bewertet wurden.
Diese Datenbank wird ständig angepasst, erweitert und um neue Transaktionen ergänzt: Vor allem dann, wenn SAP Änderungen an den Preis- und Konditionslisten vornimmt. Das ruft sofort den License-Manager auf den Plan, der die gesammelten Nutzungsdaten der einzelnen User mit der Transaktionsdatenbank abgleicht. Automatisch wird auf den richtigen Lizenztyp geändert, sollte dieser nicht dem Nutzungsverhalten entsprechen.
Bildquelle: Thinkstock/iStock