Die SAP-Migration auf Microsoft Azure soll die Performance steigern und die Kosten senken

Von der AS/400 in die Cloud

Die Hansa-Flex AG, ein Industrieunternehmen in der Fluidtechnik mit Hauptsitz in Bremen, war lange Zeit ein AS/400- bzw. später dann IBM-i-Anwender. Als Anfang 2008 das PPS-System Swing und die FiBu-Software DCW durch SAP ersetzt wurden, blieb man der IBM-Plattform treu. Das hat sich jetzt geändert. In der nächsten Projektphase ist geplant, weitere On-Premises-Systeme zeitnah zu migrieren.

  • Als Europas führender Anbieter für Fluidtechnik bietet Hansa-Flex die komplette Kälte-Klima-Leitungstechnik.

    Als Europas führender Anbieter für Fluidtechnik bietet Hansa-Flex die komplette Kälte-Klima-Leitungstechnik.

  • In mehr als 55 Jahren hat sich Hansa-Flex zu einem der weltweit führenden Systemanbieter für Fluidtechnik entwickelt.

    In mehr als 55 Jahren hat sich Hansa-Flex zu einem der weltweit führenden Systemanbieter für Fluidtechnik entwickelt.

  • Das Servicegeschäft von Hansa-Flex ist international.

    Das Servicegeschäft von Hansa-Flex ist international.

Sowohl die fortschreitende Digitalisierung von Hansa-Flex als auch das internationale Servicegeschäft erfordern es, dass die SAP-Systeme global verfügbar sein müssen. Mit der Unterstützung der Bertelsmann-Tochter Arvato Systems ist es den Bremern gelungen, die SAP-Systemumgebung pünktlich und sicher in die Cloud zu migrieren und die altbewährte Power-Plattform abzulösen. So konnte der Produktionsbetrieb Performance und Tempo steigern – bei zugleich reduzierten Betriebskosten. Und es gelang der erste Schritt bei der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie, so dass nun die nächsten Maßnahmen umgesetzt werden können.

Exakt dokumentierte System-Landschaft

Von seiner modernen, erstmalig exakt dokumentierten System-Landschaft profitiert Hansa-Flex gleich mehrfach:

  • Flexible und bedarfsgerecht skalierbare SAP-Systemumgebung

  • Ein Plus bei Performance und Geschwindigkeit

  • Betriebs- und andere Kosten gesenkt

  • Verzicht auf komplizierte Hardware-Leasingverträge

  • Hochverfügbarkeit der Systeme für 24/7-Produktionsprozesse

  • Agiles Storagemanagement und einheitliche Verwaltung über die gesamte SAP Landschaft.

„Professionell, stets gemeinsam auf Augenhöhe agierend, konnten wir Ende 2019 unseren gesamten eigenen SAP-Betrieb in engstem Zeitfenster upgraden, auf neue Datenbanktechnologie umstellen und – ebenso flexibel und sicher - in Microsofts Azure Cloud migrieren“, sagt Christian-Hans Bültemeier. Der Kaufmännische Vorstand von Hansa-Flex zieht zufrieden eine erste Bilanz. Das Projekt sei „in time, scope und budget“ abgeschlossen worden, mit dem für Arvato erfreulichen Anschlussauftrag für den Managed-Service der SAP-Basisadministration.

Vor Projektbeginn war zunächst, wie bei solchen Projekten üblich, die Ist-Situation gründlich analysiert worden. Im Zentrum stand die Frage: Ist es möglich, die globale 24/7-Verfügbarkeit der SAP-Systeme durch den Betrieb in der Virtual Private bzw. Public Cloud auch künftig zu gewährleisten? Ebenso wurde ergebnisoffen eruiert, in wie weit der Betrieb von SAP-Systemen in der Private bzw. Public Cloud auf die Digitalisierungsstrategie von Hansa-Flex einzahlen würde.

Dabei galt es die regulatorischen Anforderungen der DSGVO erfüllen, ohne die eigene RZ-Infrastruktur zu erweitern und Leasingverträge für die eingesetzte On-Premises-Hardware zu verlängern. Zugleich wollte das Unternehmens seine Variabilität und Flexibilität im Hinblick auf die SAP-Hardware-Infrastruktur, Managed-SAP-Basis-Services, die Vertragsstruktur, Betriebskosten und Leistungsverrechnung steigern. Dabei sollte das bisher eingesetzte Power-i-System durch ein Cloud-basiertes System abgelöst werden. Ziel war es, die Migration noch 2019 abzuschließen, um genügend Zeit für die weiteren Ausbaustufen der Digitalisierungsstrategie zu haben.

Anforderungen an den IT-Dienstleister

Auf Basis der Ergebnisse der Ist-Analyse wurden die Anforderungen an den IT-Dienstleister definiert. Er musste über genügend qualifizierte Referenzen im Bereich Public Cloud (Microsoft Azure), Virtual Private Cloud (VPC) sowie auch Betrieb und Migration komplexer, hochintegrativer SAP-Applikationen verfügen. Zu diesen Anforderungen zählte auch, dass die Mitarbeiter des IT-Dienstleisters Zertifizierungen im Bereich SAP und Azure vorweisen konnten.

Entscheidend war auch der enge Zeitplan: Projektvergabe am 2. Oktober 2019, Projektstart am 8. Oktober 2019, punktgenaue Umstellung am 30. Dezember 2019. Der Wechsel von der Datenbank db2 auf Hana-DB und auf ASE zur Vorbereitung auf S/4 Hana musste zwingend zwischen Weihnachten und Silvester erfolgen.

Den Zuschlag für das komplexe Migrations-Projekts erhielt Arvato Systems. Der IT-Dienstleister arbeitet mit führenden Cloud-Providern (Azure, AWS, Google, IBM) zusammen und unterstützt die Betriebsführung sowohl in der Private Cloud als auch in der Public Cloud. Zudem verfügt er über langjährige Erfahrung mit Multi-Cloud-Umgebungen.

Die Migration von SAP R/3 ECC einschließlich der erforderlichen SAP-Vorsysteme gelang pünktlich. Ein Upgrade von SAP R/3 ECC EPH auf EHP8 SPS 13 wurde direkt mit dem DMO-Verfahren umgesetzt; die Datenbankmigrations-Option (DMO) des Software-Update-Managers der SAP kombiniert Software-Upgrade und Datenbankmigration nach SAP Hana in einem Werkzeug. Arvato Systems hat zur vollständigen Ablösung der IBM-Plattform eine Cloud-basierte Umgebung aufgebaut. Dazu wurden im Verlauf des Projekts in nur 15 Tagen 1.260 Testfälle geprüft und 4.700 Objekte auf ihre Kompatibilität mit der Hana-DB kontrolliert.

Über Hansa-Flex

1962 gegründet, ist der Systemanbieter in den Bereichen Fluidtechnik, Hydraulik und Pneumatik heute mit über 4.200 Mitarbeitern und mehr als 150.000 aktiven Kunden in 42 Ländern aktiv. 2019 lag der Jahresumsatz bei rund 470 Mio. Euro.

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