Karlsruher Softwarehaus mit erweiterter Geschäftsführung auf Expansionskurs

SAP-Partner Sivis verjüngt Führungsspitze

Der Karlsruher SAP-Partner Sivis verjüngt ab Januar mit Boris Grothues und Philipp Latini die Geschäftsführung. Grothues wird dann neuer Geschäftsführer Entwicklung, Latini neuer Geschäftsführer Beratung. Beide rücken neben Firmengründer Kai Bounin und Bernd Israel in die Führungsspitze auf.

  • Bildquelle: Sivis

    Weltweit auf Expansionskurs (von links): Die vier Sivis-Geschäftsführer Bernd Israel, Philipp Latini, Boris Grothues und Kai Bounin.

Das 1999 von Kai Bounin (Jahrgang 1964) gegründete Karlsruher IT-Unternehmen Sivis entwickelt und vertreibt Software im SAP-Umfeld – vor allem im Bereich Berechtigungsmanagement. Dazu beschäftigt das Softwarehaus 40 Spezialisten und betreibt Standorte in Deutschland, der Schweiz und Südafrika. Gemanagt wird das Unternehmen bisher von den Geschäftsführern Bounin und Bernd Israel (Jahrgang 1962, seit 2008 bei Sivis) – und ab Januar auch von Boris Grothues und Philipp Latini. Rund vier Mio. Euro betrug der Jahresumsatz 2018.

Den Kunden wird sowohl ein Risk-Management als auch ein Compliance-System geboten: Einerseits, um gesetzlichen Anforderungen zu genügen, andererseits um unternehmens-spezifischen Risiken zu begegnen. Die Sivis-Suite umfasst mittlerweile 22 eigene Management Tools. „Um aktuellen Marktentwicklungen Rechnung zu tragen haben wir in den zwanzig Jahren unsere Produkte ständig weiterentwickelt und so komplett neue Module geschaffen“, erklärt Firmengründer Bounin.

Vom Duo zum Quartett

Dass jetzt die Geschäftsführung vom Duo zum Quartett erweitert wurde, begründet Bernd Israel damit, dass „wir inzwischen mit unseren Softwarelösungen im SAP-Umfeld weltweit mit Partnern expandieren. Dafür braucht es junge und agile Führungskräfte“. Die hat man offenbar in den eigenen Reihen gefunden.

Philipp Latini (34) ist IT-System-Kaufmann und arbeitet seit 2011 für Sivis – zunächst als „Sales Manager“ und als „Head of Consulting“. Der Diplom-Informatiker Boris Grothues (39) kam bereits 2003 als Werksstudent zu dem Softwareunternehmen und war mehrere Jahre als „Senior Consultant“ im Kundeneinsatz. 2010 übernahm er als „Head of Development“ die Leitung der Softwareentwicklung.

Das Thema Internationalisierung steht aber nicht erst seit gestern auf der Sivis-Agenda: Wichtige Meilensteine waren 2001 die erfolgreiche Produkteinführung bei T-Systems, 2007 bei Bayer in Brasilien und 2007 bei T-Systems in Südafrika. Auch in der Schweiz gibt es immer mehr für die Software-Entwickler aus Karlsruhe zu tun, was dort 2008 zur Gründung der Sivis Professional Services AG führte. Zwei Beispiele: 2018 wurde die Internationalisierung mit den Partnern Voquz aus Ismaning sowie mit Telia Cygate aus Finnland weiter vorangetrieben.

Internationalisierung auch mit Partnern

Voquz verfügt über eigene Niederlassungen und Vertriebspartner in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Asien – und ist in über 40 Ländern präsent; gerade erst wurden neue Standorte in London und Kapstadt eröffnet. Mit den Ismaningern arbeitet Sivis vertrieblich in einer OEM-Partnerschaft zusammen. Beide Firmen haben dazu einen Rahmenvertrag zur Verschmelzung ihrer Software in die Suite des Partners abgeschlossen. „Unsere Geschäftsfelder ergänzen sich hervorragend“, erklärt Bernd Israel. „Voquz ist ein Lösungsanbieter und Systemintegrator in der IT und bespielt die Themen Lizenzoptimierung und -management. Beide Felder verknüpfen sich ideal mit dem Sivis-Thema SAP-Berechtigungen.“

Partner für Skandinavien ist die finnische Firma Telia Cygate, die für ihre Identitätsmanagement-Suite United Identity mit der Sivis einen Vertriebspartner in der D-A-CH-Region gefunden hat. Beide Partner sind Hersteller, die jeweils ihre Produkte wechselseitig verkaufen: Sivis die Identity-Management-Suite Telia United im deutschsprachigen Raum – und Telia die Sivis-Tools in Skandinavien. „Darüber hinaus agieren wir mit weiteren Partnern weltweit. Die Verträge dafür werden gerade ausgehandelt. Unser Ziel: Wir wollen zu einem Global Player für intelligente Softwarelösungen aufsteigen“, berichtet Bernd Israel.

Bildquelle: Sivis, Pete Linforth / Pixabay

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