In einer „ersten Welle“ überwacht One Log in Vrchlabí die Lagerbestände an einer Montagelinie für automatische Direktschaltgetriebe.
Das Elektro-SUV Škoda Enyaq wartet im Modelljahr 2024 mit mehr Leistung und höherer Reichweite auf.
Mit der Digitalisierung, Zentralisierung und Vereinheitlichung der Logistikprozesse will Škoda Auto mehr Flexibilität und niedrigere Kosten erreichen. In dem Projekt One Log ersetzt eine neue, standardisierte SAP-Lösung die bisherige Vielzahl eingesetzter Systemen. Dieses Projekt gilt als größte Systemumstellung im Werk Vrchlabí seit 25 Jahren.
„Bis jetzt haben wir eine große Bandbreite an Anwendungen verwendet, die wir über die Jahre mit Blick auf die verschiedenen operativen Anforderungen entwickelt haben“, erklärt David Strnad, Leiter Markenlogistik bei Škoda Auto. „Aus der Vernetzung dieser Anwendungen entstand eine große Menge an Systemen und Schnittstellen – nicht nur innerhalb unseres Unternehmens. Ein solches Ökosystem ist hochkomplex und entsprechend schwierig zu pflegen. Mit One Log verfügen wir jetzt über ein einheitliches, standardisiertes und harmonisiertes System als solides Fundament unseres Logistikmanagements, das sowohl Kosten senkt als auch Flexibilität und Effizienz entlang der gesamten Logistikkette erhöht.“
Alexander Eisl, Leiter IT bei Škoda Auto, ergänzt: „Die Plattform SAP S/4 Hana eignet sich hervorragend als Ersatz für die historisch gewachsenen Systeme in unserer Logistik. Wir verfügen damit über eine zukunftsorientierte, stabile und umfassende Grundlage, um unsere Digitalisierungsstrategie darauf aufzubauen und zu stärken. Eine neue IT-Umgebung im laufenden Betrieb einzuführen, stellt immer eine Herausforderung dar. Umso stärker wirkt die damit verbundene Botschaft, dass wir in der Lage sind, solche komplexen Projekte umzusetzen, in denen alle Stakeholder und Beteiligten eng miteinander kooperieren und gemeinsam auf die definierten Ziele hinarbeiten.“
One Log verschlankt die Logistikprozesse sowohl innerhalb der einzelnen Konzernmarken als auch über den gesamten Volkswagen-Konzern hinweg. Das Zusammenführen bestehender Subprozesse in ein einheitliches SAP-System auf dem neuesten Stand der Technik soll die Zahl der Schnittstellen in der Logistik-IT reduzieren; gleichzeitig soll sich die Umstellung positiv auf die Datenverfügbarkeit auswirken. Das neue System soll die Flexibilität und damit die Effizienz der Produktion steigern, Kosten senken und außerdem transparent konsistente Daten bereitstellen.
Dank One Log soll auch eine weitreichende Datenanalyse entlang der gesamten Lieferkette möglich werden – und zwar anhand neuer Analyse-Tools. Im Rahmen des Projekts unter der Leitung der Volkswagen Konzernlogistik arbeiten Mitarbeiter aus Logistik und IT der einzelnen Marken eng zusammen, darunter Volkswagen Pkw, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi und Škoda Auto. Die Implementierung dieses markenübergreifenden Projekts begann Anfang 2023.
In einer „ersten Welle“ hat Škoda Auto nun One Log zunächst als „Minimum Viable Product“ (MVP) in seinem Werk in Vrchlabí eingeführt. Weitere tschechische Standorte folgen. Der Schwerpunkt dieser ersten Version ist die Materialplanung einer Montagelinie für automatische Direktschaltgetriebe inklusive der dazugehörigen Warenwirtschaft; die laufende Überwachung des Lagerbestands präzisiert die Materialbeschaffung. In Zukunft sind systemrelevante Bereiche wie zum Beispiel die mechanische Bearbeitung geplant.
Škoda Auto lieferte 2022 weltweit über 731.000 Fahrzeuge an Kunden aus und strebt an, bis 2030 mit attraktiven Angeboten in den Einstiegssegmenten und weiteren E-Modellen zu den fünf absatzstärksten Marken Europas zu zählen. Die VW-Tochter fertigt und entwickelt als Teil des Konzerns selbständig Komponenten wie MEB-Batteriesysteme, Motoren und Getriebe für andere Konzernmarken. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 40.000 Mitarbeiter weltweit und ist auf rund 100 Märkten vertreten.
Bildquelle: Škoda Auto