Anwender wünschen besseres Zusammenspiel mit Third-Party-Applikationen

SAP S/4 Hana nur bedingt integrationsfähig

Die erste gemeinsame Umfrage der amerikanischen und der deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (ASUG und DSAG) unter ihren Mitgliedern über die Erfahrungen mit SAP im Kontext von S/4 Hana legt den Finger in die Wunde: Die Integrationsfähigkeit mit Third-Party-Applikationen könnte besser sein. Trotzdem implementiert die Mehrheit der DSAG-Mitglieder (70 Prozent) und der ASUG-Mitglieder (55 Prozent) S/4 Hana bereits oder plant dies in Zukunft zu tun.

  • Marco Lenck, Vorstandsvorsitzender der DSAG

    Marco Lenck, Vorstandsvorsitzender der DSAG: „Die DSAG hat bereits mehrfach betont, dass eine Integration zwischen SAP-Lösungen von den Anwenderfirmen vorausgesetzt wird."

Die Integrationsfähigkeit der aktuellen ERP-Suite S/4 Hana mit Third-Party-Applikationen beurteilten nur 3 Prozent der DSAG-Mitglieder (ASUG: 7 Prozent) mit „sehr gut“, mit anderen SAP-Lösungen 6 Prozent (ASUG: 27 Prozent). Einig sind sich die Umfrageteilnehmer dahingehend, dass beim Thema Integration mit Third-Party-Applikationen von SAP noch nachgearbeitet werden muss.

Schnittstellen könnten besser sein

„Die DSAG hat bereits mehrfach betont, dass eine Integration zwischen SAP-Lösungen von den Anwenderfirmen vorausgesetzt wird. SAP arbeitet daran und wird diese im Sinne der Anwender umsetzen“, wird Marco Lenck, Vorstandsvorsitzender der DSAG, in einer Presseinformation zitiert. 92 Prozent der DSAG-Mitglieder, die sich bereits für S/4 Hana entschieden haben, planen ein derartiges Projekt innerhalb der kommenden fünf Jahre. Bei den ASUG-Mitgliedern liegt die entsprechende Quote bei 98 Prozent. Das bestätigt die Aussage der DSAG, dass S/4 Hana in den Unternehmen angekommen zu sein scheint.

Bei der Nachfrage nach und dem Einsatz von Zukäufen lassen sich hingegen teilweise interessante Unterschiede zwischen den DSAG- und ASUG-Mitgliedern feststellen. Während die ASUG-Mitglieder bereits zu 58 Prozent auf Concur setzen, sind das von den DSAG-Mitgliedern nur 17 Prozent. Bei Success Factors sind es 46 Prozent der ASUG und 23 Prozent der DSAG. Und Ariba nutzen bereits 32 Prozent der ASUG-Mitglieder aber nur 11 Prozent der DSAG-Mitglieder. Dieses Ergebnis überrascht nicht, da die genannten Lösungen alle in den USA entwickelt wurden, bevor SAP sie übernahm. Interessant in diesem Zusammenhang jedoch: Nur 12 Prozent der ASUG-Mitglieder, die Success Factors noch nicht im Einsatz haben, wollen sich mit der Lösung in Zukunft beschäftigen, mehr als doppelt so viele sind es in der DSAG (30 Prozent).

Support-Beständigkeit und -Verfügbarkeit gewünscht

Bei der Frage, wie SAP das Kundenerlebnis verbessern kann, steht bei den ASUG-Mitgliedern die Support-Beständigkeit und -Verfügbarkeit, gefolgt von vertiefter Ausbildung und mehr Schulungsmaterialien sowie dem Wunsch nach einem anwenderfreundlichen Erlebnis auf den ersten Plätzen. Bei den DSAG-Mitgliedern hingegen sind vorrangig ein besseres Produkterlebnis, eine bessere Integration sowie eine bessere Informations- und Kommunikationsstrategie von SAP gefragt. Die Befragte aus beiden Lagern wünschen sich zudem weniger Anpassungsaufwand. Was im Umkehrschluss bedeutet: mehr Standard.

Jeweils 48 Prozent der ASUG- und DSAG-Mitglieder, die S/4 Hana bereits eingeführt haben, fanden den Prozess komplexer als erwartet. Der größte Unterschied ergab sich bei den Funktionen. Hier stellten 37 Prozent der DSAG-Mitglieder einen Mangel fest (ASUG: 18 Prozent).

Bildquelle: DSAG

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