Die nächste Generation der In-Memory-Plattform

SAP stellt Hana 2 vor

Auf der SAP-Konferenz Tech Ed in Barcelona, die gestern zu Ende ging, hat SAP-Vorstand Bernd Leukert Hana 2 vorgestellt. Die nächste Generation der 2010 lancierten Plattform für In-Memory-Computing bringe viele Erweiterungen, etwa im Daten- und Datenbankmanagement, für Analytische Intelligenz oder zur Anwendungsentwicklung. Des Weiteren seien über „Hybris as a Service“ (informell als YaaS bezeichnet) neue Hana-Microservices aus der Cloud verfügbar. Sie helfen Entwicklern, umfangreichere Informationen in die Anwendungen einzubetten.

SAP-Vorstand Bernd Leukert am 8. November auf der Konferenz Tech Ed in Barcelona

Hana 2 soll ab dem 30. November für Kunden erhältlich werden – und zwar für Linux-Betriebssysteme von Suse und Red Hat auf Intel- und Power-Servern. Eine kostenfreie „Express Edition“ mit 32 GB Speicherplatz soll kurz darauf, nach der Validierung, bereitgestellt werden, beispielsweise für Entwickler, Universitäten oder Evaluierungen. SAP will wie bisher zwei Mal pro Jahr Erweiterungen für Hana 2 herausbringen, „um eine agile Entwicklung zu unterstützen“.

Es ist ein Schnitt, denn Hana 1 wird auf diese Weise von dem raschen Innovations-Zyklus entkoppelt, so dass Kunden hier mit dem Support-Pack 12 auch längere Zeit eine stabile Betriebsumgebung haben. SAP hat das Wartungsfenster für Hana 1 auf drei Jahre verlängert. All das geschehe auf ausdrücklichen Kundenwunsch, erklärte Leukert.

Unterbrechungsfreier Geschäftsbetrieb

Neu beim Datenbankmanagement sind Erweiterungen für Hochverfügbarkeit, Sicherheit, Workload-Management und Administration; sie helfen einen unterbrechungsfreien Geschäftsbetrieb sicherzustellen. Mit der neuen Option Active / Active Read-Enabled lassen sich Sekundärsysteme, die vorher nur für die Systemreplikation verwendet wurden, für leseintensive Workloads nutzen.

Erweiterungen gibt es auch in den Bereichen Unternehmensmodellierung, Datenintegration und -qualität sowie Tiered Storage (verteiltes Speichern). Eine neue Version der Webanwendung „Enterprise Architecture Designer“, die auf Hana basiert, soll auch komplexe Informationsarchitekturen verwalten und die potenziellen Auswirkungen neuer Technologien visualisieren, bevor diese implementiert werden.

Mit Engines für die analytische Verarbeitung von Text, Geodaten, Grafik- und Streaming-Daten können Entwickler weitere Informationen in ihre Anwendungen einbetten. Die „Predictive Analysis Library“ wurde mit neuen Algorithmen für Klassifizierungs-, Assoziations-, Zeitreihen- und Regressionsanalysen ergänzt. Diese Analysen helfen, Muster in den Daten aufzudecken und maschinelles Lernen in eigene Anwendungen einfließen zu lassen.

Die erweiterten Funktionen für Applikationsserver, Programmiertools und -sprachen unterstützen das Prinzip „Bring your own Language“. Es steht eine Auswahl zusätzlicher Build-Packs und Laufzeitumgebungen von Drittherstellern zur Verfügung, die im Rahmen der „Hana Extended Application“-Services verwendet werden können. Und die neue Schnittstelle File-Processor-API hilft, Text- oder Metadaten aus Dokumenten zu extrahieren.

Hana-Workloads pro Server verdoppelt

Jetzt können Unternehmen auch bis zu acht Hana-Produktionsdatenbanken auf einem einzigen Power-Server installieren; alternativ sind auch 7 Hana-LPARs und ein Shared-Processor-Pool für andere Workloads möglich. Das ist deutlich mehr als in der Intel-Welt. Damit können mehr Hana-Workloads pro Server ausgeführt werden, was die Konsolidierung erleichtert, die Konfiguration flexibler macht und weitere Vorteile bringt:

• Vereinfachung von Integration und Verwaltung mehrerer SAP-Systeme, inklusive der Planung für koordinierte Szenarien zur Ausfallabsicherung und zu Reservesystemen

• Einsparungen durch einen geringeren Server-Footprint

• schnellerer Produktionsbetrieb

• Rationalisierung durch die Konsolidierung von Workloads, weil Test-, Entwicklungs- und Produktionssysteme zur gleichen Zeit auf demselben Server ausgeführt werden können.

Seit SAP Mitte 2015 den Support auch auf Power-Systemen erweitert hat, haben nach IBM-Angaben über 250 Unternehmen diese Server für ihre Hana-Projekte ausgewählt.

www.hanaonpower.com

 

 

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