Abschied von der AS/400-Vergangenheit – auf zu Linux und Hana

SAP-Umzug bei Hoffmann Neopac

Nachdem man sich bei Hoffmann Neopac im Jahr 2017 für die Migration auf SAP S/4 Hana entschieden hatte, lagerte der international stark wachsende Schweizer Verpackungshersteller den kompletten Betrieb seiner bisherigen SAP-Landschaft im RZ Oberdiessbach Anfang 2018 an den IBM-Partner Wagner AG in dessen Rechenzentren Bern und Zürich aus. Jetzt läuft die S/4-Einführung auf Hochtouren.

Bei Wagner kommt bereits S/4 Hana in einer Private Cloud auf Basis der aktuellen Power9-Modelle E950 und S922 mit Flash-Systemen der IBM zum Einsatz, um die IT-Landschaft zu modernisieren und die Daten besser für die Optimierung von Geschäftsprozessen zu nutzen. Die Systeme sind mit PowerVM komplett virtualisiert, S/4 und Hana laufen auf Suse Linux Enterprise Server for SAP Applications

Laut Frank Werdermann, CIO des über 1.000 Mitarbeiter starken Familienunternehmens, sind die Gesamtbetriebskosten von SAP S/4 Hana auf Power „deutlich geringer als auf der x86-Architektur. Wir benötigen 40 IBM-Power9-CPUs für den Betrieb, auf anderen Plattformen würden wir 540 CPUs auslasten.“ Man spare 90 Prozent Hardware, was ganz nebenbei auch die Softwarelizenzkosten senke.

Der insgesamt fünfjährige Servicevertrag mit Wagner sieht zwei Jahre Parallelbetrieb der SAP-ERP- und S/4-Hana-Umgebungen vor, mit flexiblen Bestimmungen zur Verlängerung und Anpassung des Vertrags bei Bedarf. Dazu muss man wissen: SAP ERP wird bei Hoffmann Neopac schon seit etwa 20 Jahren auf AS/400- bzw. Power-i-Servern betrieben.

Durch die Zusammenarbeit mit dem IBM-Partner könne das IT-Team auf die Applikations- bzw. Business-Seite fokussieren und so echten Mehrwert schaffen, so Werdermann. „Dank der flexiblen Vereinbarung mit Wagner profitieren wir von der Expertise der Spezialisten, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als Systeme für Kunden wie uns zu betreiben“, so Werdermann weiter. „Dieser Ansatz hilft uns dabei, die Transformation von SAP ERP auf S/4 Schritt für Schritt gemeinsam voranzutreiben und immer mehr Bestandssysteme abzulösen.“

Mit der neuen Infrastruktur hat Hoffmann Neopac durchgehend, über alle Produktionsstätten in fünf Ländern und zehn Zeitzonen hinweg, eine im Service-Level-Agreement (SLA) garantierte Verfügbarkeit von 99,9 Prozent und garantierte Antwortzeiten von unter 350 Millisekunden. Tatsächlich sind die existierenden SAP-ERP-Anwendungen sogar noch schneller – mit Antwortzeiten von 100 Millisekunden für 90 Prozent aller Anfragen. Und das, ohne das Hoffmann Neopac Spezialwissen und IT-Fachkräfte für einen zuverlässigen 24-Stunden-Betrieb vorhalten müsste. So senkt das Outsourcing die Gesamtbetriebskosten und entlastet das interne IT-Team.

Bildquelle: Hoffmann Neopac

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