Partner wollen SAP-Lösungen effektiverer und effizienter machen

Schaeffler will S/4 Hana einführen

Die Schaeffler AG hat heute eine „strategische Partnerschaft“ mit SAP geschlossen, um so als global tätiger Automobil- und Industriezulieferer „die Weiterentwicklung der IT-Anwendungssysteme und damit die digitale Transformation“ voranzutreiben. Der Fokus der Partnerschaft liegt auf laufenden und künftigen Projekten zur Einführung von SAP-Produkten und deren Integration in die IT-Gesamtarchitektur, in der S/4 Hana ein wesentlicher Bestandteil werden soll.

Bei der Vertragsunterzeichnung: Dr. Daniel Holz, Geschäftsführer der SAP Deutschland (links), und Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG.

Der Schaeffler-Konzern aus Herzogenaurach will seine IT-Infrastruktur modernisieren und dazu SAP-Lösungen wie zum Beispiel S/4 Hana oder Success Factors einführen. Das soll die Geschäftsprozesse nachhaltig optimieren und damit die digitale Transformation voranbringen.

„Die Bereiche E-Mobilität, Industrie 4.0 und Digitalisierung sind Kernbestandteile unserer Unternehmensstrategie“, erklärte Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG. Durch die jetzt begründete Partnerschaft mit SAP könne man diese Strategie weiter konsequent umsetzen. „Im Rahmen der Partnerschaft profitieren wir vor allem von der Expertise und hohen Innovationskraft von SAP. Dies wird es uns ermöglichen, unsere Prozesse effizienter zu gestalten und so noch besser auf die Bedürfnisse unserer Kunden einzugehen.“

IT-Projekte zur digitalen Transformation

Als Großkonzern sichert Schaeffler sich ab, um bei den notwendigen, aber durchaus auch riskanten IT-Projekten zur digitalen Transformation des Unternehmens keinen Schiffbruch zu erleiden. Nach der im Oktober 2016 vereinbarten „mehrjährigen strategischen Partnerschaft“ mit IBM folgt jetzt eine ergänzende Kooperation mit SAP als weiterem „Global Player“ der IT-Branche, die ebenfalls als strategisch tituliert wird. Stand die damalige Partnerschaft mit IBM unter der Überschrift „Aufbruch in ein neues industrielles Zeitalter“, geht es jetzt erklärtermaßen um die „Weiterentwicklung der IT-Systeme und digitale Transformation als wichtige Effizienzhebel“.

„Wir haben immer gesagt, dass wir gegebenenfalls mehrere strategische Partnerschaften aufsetzen, die dann jeweils bestimmte Schwerpunkte haben“, erklärte Dr. Axel Lüdeke, Leiter Wirtschafts- und Finanzkommunikation & Öffentlichkeitsarbeit bei Schaeffler auf Anfrage von DV-Dialog. „Hier gibt es keine Konflikte.“

„Auf diesem Wege sollen die Effektivität und Effizienz im Unternehmen gesteigert werden, um die IT-Landschaft auf die Zukunft auszurichten“, heißt es in der Presseinformation zu der neuen Partnerschaft. „Darüber hinaus soll im Rahmen der Partnerschaft ein möglichst frühzeitiger Austausch zu Strategien und Entwicklungen und damit ein möglichst standardkonformer Einsatz von SAP-Lösungen und IT-Innovationen sichergestellt werden.“ Ziel sei auch der „frühzeitige Austausch zu SAP-Innovationen“.

Gemeinsames Verständnis entwickeln

Die strategische Partnerschaft erstreckt sich nach Firmenangaben in beiden Unternehmen auf unterschiedliche Bereiche und Ebenen, „um so sicherzustellen, dass ein umfassendes gemeinsames Verständnis von Strategien, Prozessen und Lösungen entwickelt wird“. Aufbauend auf einem engen strategischen Austausch des Top-Managements sollen die wichtigsten Handlungsfelder identifiziert und adressiert werden. Außerdem sollen „Schnittmengen in der Technologie-Roadmap beider Unternehmen“ gefunden werden.

Laut Dr. Daniel Holz, Geschäftsführer der SAP Deutschland, soll im Rahmen dieser Partnerschaft „durch einen kontinuierlichen Austausch zur Strategie und den Entwicklungen“ ein möglichst standardnaher SAP-Einsatz erreicht werden. Die Partnerschaft solle den dafür notwendigen Rahmen schaffen; ausgewählte Initiativen sollen „mit beiderseits hoher Priorität begleitet“ werden.

Bereits 2011 hatte Schaeffler entschieden, die noch vorhandenen „Altsysteme“ in ein zentrales SAP-System zu migrieren. Im Rahmen des globalen Rollout-Programms sollten viele der Non-SAP-Systeme im Konzern abgelöst werden. Zusätzlich sollten mehrere bestehende SAP-Systeme in einem zentralen SAP-System und einem Mandanten mit einheitlichen Prozessen konsolidiert werden. Eine Herkulesaufgabe – die jetzt Richtung S/4 Hana weitergeht.

Bildquelle: Schaeffler AG

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