Helpsystems kauft Fox, Syncsort schluckt Cilasoft

Security groß geschrieben

Die beiden in der AS/400-Welt groß gewordenen Softwarehäuser Helpsystems und Vision Solutions sind weiter auf Übernahmekurs. Vision, selbst gerade mit Syncsort fusioniert, kauft mit der französischen Software-Schmiede Cilasoft Know-how im Bereich Security und Compliance, während Helpsystems mit der Übernahme Fox Technologies sein Software-Angebot im Bereich Identitäts- und Zugriffsmanagement erweitert.

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Helpsystems, ein weltweit aktiver Softwarekonzern mit 550 Mitarbeitern und 20 Büro weltweit, erwirbt von der Beteiligungsgesellschaft Parallax Capital Partners die kleine Firma Fox Technologies, einen 1999 gegründeten US-Anbieter von Security-Software für Cloud-, On-Premise- oder hybriden IT-Umgebungen. Damit wird das eigene Angebot im Bereich Cybersecurity und Compliance um eine Software für Identitäts- und Zugriffsmanagement auf Unix- und Linux-Servern ergänzt. Das wurde mit dem Kauf von Spezialisten wie Powertech, Bytware oder Safestone Technologies – zunächst mit Fokus auf IBM i – aufgebaut und umfasst z.B. Antiviren-Lösungen, Vulnerability- und Security-Scans und Managed-Filetransfer.

Das erklärte Ziel ist es, den Unternehmen dabei zu helfen, ihre Anwendungen und Daten zuverlässig und mit möglichst wenig Ressourcen zu schützen, selbst wenn sie auf mehreren hundert oder gar mehreren tausend Servern verschiedener Hersteller verteilt sind.

Engagement für die IBM-i-Welt

Syncsort, gerade erst durch die Fusion mit Vision Solutions richtig in die AS/400-Welt eingestiegen, geht einen anderen Weg und vertieft dieses Engagement für die IBM-i-Welt durch die Cilasoft-Akquisition weiter. Es handelt sich um die zweite Übernahme nach der Fusion mit Vision im Sommer; im September war Metron, ein Anbieter von Kapazitätsmanagementsoftware, zum Übernahmeziel von Syncsort geworden.

Das französische Softwarehaus Cilasoft war seit der Gründung 1998 auf die AS/400-Welt fokussiert und hat nützliche Tools für den Midrange-Server entwickelt, darunter QJRN/400 (System- und Datenbank-Auditing), Controler (Zugriffskontrolle), DVM (Audits von Lesezugriffen) oder EAM („Elevated Authority Management“) sowie für Datenkonsolidierung und -verteilung das Tool Central. Diese Tools werden auch in Deutschland vermarktet, über Partner wie die Stuttgarter Axsos AG oder IT-Beratung Alfredo Battisti in Friedrichshafen. Wie es in der Pressemitteilung heißt, ist die Übernahmenein Resultat der Strategie von Syncsort, die führende Rolle im Bereich Datenverfügbarkeit durch ein reichhaltigeres Angebot an Sicherheitslösungen für die Plattform IBM i auszubauen.

Laut Syncsort-CEO Josh Rogers werden Hochverfügbarkeit und Sicherheit von IT-Infrastrukturen immer wichtiger; viele Unternehmen, die Mimix für die Hochverfügbarkeit und Disaster Recovery einsetzen, würden derzeit strategische Investitionen in den Schutz vor den wachsenden Sicherheitsbedrohungen vornehmen. „The addition of Cilasoft, combined with the complementary security capabilities recently acquired with Enforcive Systems, significantly bolsters our data availability portfolio with innovative software to meet modern security challenges“ so Rogers weiter. „We are thrilled to welcome the Cilasoft team and their IBM i security expertise to Syncsort.”

Außerdem hat Syncsort kürzlich den Vorstand (Board of Directors) neu formiert, dem der bisherige Vision-CEO Nicolaas Vlok nicht angehört. Dafür hat man aber den IBM-Veteranen und einstigen Watson-Leader Mike Rhodin gewinnen können. Dem Gremium gehören außerdem an: Der frühere Syncsort-CEO Lonne Jaffe und der aktuelle CEO Josh Rogers sowie je zwei Vertreter der beiden Investoren Centerbridge Partners und Clearlake Capital Group.

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