ESM-Suite um Corporate-Performance-Management und Business-Intelligence ergänzt

Serviceware kauft Cubus

Die Firma Serviceware SE, Bad Camberg, investiert die aus dem Börsengang im April 2018 erlösten 60 Mio. Euro weiter in ihre Wachstumsstrategie – und meldet heute die vollständige Übernahme des OLAP-Experten Cubus AG. Dieser IBM-Partner mit Hauptsitz in Herrenberg ist seit über 25 Jahren am Markt und betreut mit rund 40 Mitarbeitern Kunden wie Ritter Sport, DHL, Mastercard und Uvex. Hatte Serviceware vor gut einem Jahr noch 285 Menschen angestellt, sollen es Ende 2019 schon rund 500 sein.

Denken expansiv: Die beiden Serviceware-Gründer Dirk Martin (links) und Harald Popp.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Serviceware sein Angebot mit dem Erwerb des Knowledge-Management-Spezialisten Sabio ausgebaut. Jetzt kommt Cubus hinzu, ein Anbieter von Software im Bereich Corporate-Performance-Management und Business-Intelligence (CPM/ BI). Die Software-Schmiede erzielt nach Firmenangaben einen profitablen Umsatz im mittleren Millionen-Euro-Bereich, davon bereits mehr als 40 Prozent außerhalb Deutschlands. Mittlerweile setzen mehr als 160 Unternehmen weltweit die Cubus-Software ein – darunter auch Kunden in Nordamerika.

Finanzmanagement im Fokus

Die Cubus-Softwareprodukte, die u.a. auf den IBM-Produkten der Cognos-Familie oder auf Oracles Essbase aufsetzen, ermöglichen es Unternehmen und einzelnen Profit-Centern, ihre finanziellen KPIs zu analysieren und auf dieser Basis Planungen, Prognosen und Simulationen für die künftige Entwicklung von Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Kapitalflussrechnung zu erstellen.

Serviceware will die Cubus-Software mit der eigenen Software-Plattform für das Enterprise-Service-Management (ESM) inklusive der Finanzmanagementsoftware Anafee verbinden – mit Blick auf den Corporate-Finance-Bereich von Unternehmen. Diese Software-Kombination ist insbesondere für große und mittelständische Unternehmen attraktiv, die ihre „Shared Services“ in Tochtergesellschaften oder als Profit-Center betreiben.

„Wir können mit dieser Plattformlösung aus einer Hand künftig auch große Kunden noch wirkungsvoller adressieren und sehen zudem erhebliche Cross-Selling-Potenziale zwischen unserer bisherigen Kundenbasis und den Kunden von Cubus“, erklärt Dirk Martin, CEO und Gründer von Serviceware. „Unsere Strategie mit den drei Säulen – Ausbau unserer ESM-Plattform, verstärkte Adressierung von Großkunden und forcierte Internationalisierung – setzen wir weiter unbeirrt um.“

„Mit der Serviceware haben wir den perfekten Partner, um unser Wachstum weiter zu beschleunigen“, sagt Harald Matzke, Mitgründer und Vorstand der Cubus AG. „Die Produkte und Kompetenzen ergänzen sich ideal. Für Kunden ergeben sich deutliche Mehrwerte aus dem integrierten Produktportfolio.“

Wer ist Serviceware?

Serviceware, ein Anbieter von Software zur Automatisierung von Serviceprozessen mit aktuell mehr als 400 Mitarbeitern, steigerte den Umsatz im Geschäftsjahr 2017/2018, das am 30. November endete, um 24,4 Prozent auf 55,2 Mio. Euro. Die modulare ESM-Plattform besteht aus den Software-Modulen Helpline (Servicemanagement), Anafee (Finanzmanagement), Careware (Außen- und Kundendienstmanagement), Sabio (Wissensmanagement) und jetzt auch Cubus (Corporate Performance Management / Business Intelligence). Das Unternehmen bedient nach eigenen Angaben mehr als 800 Kunden aus verschiedensten Branchen.

Die beiden Gründer und Geschäftsführer Dirk K. Martin und Harald Popp brachten ihre Firmengruppe PMCS Helpline Software am 20. April 2018 an die Börse; seitdem firmiert sie als „Serviceware SE“ (mit dem Beinamen „We live Service“ – Wir leben Service).

Die Anfänge liegen Mitte der 1990er-Jahre im Projektgeschäft des IT-Dienstleisters Comma Soft AG – und einem Ticketing-System zur strukturierten und teamübergreifenden Bearbeitung von Anwenderbeschwerden bei Störungen in IT-Systemen entwickelt. 2003 übernahmen dannMartin und Popp die Rechte an der Software Helpline und entwickelten daraus eine integrierte Servicemanagement-Software mit Unterstützung für die Prozesse im Incident-Management, Problemmanagement sowie Asset- und Konfigurations-Management weiter.

Bildquelle: Serviceware

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