IBM bringt Pure-Flex-Edition mit IBM i heraus

Silbernes AS/400-Jubiläum

Im Rahmen der Edge-Konferenz in Las Vegas hat IBM (hierzulande auch in München) zahlreiche Produktneuerungen rund um die Themen „Big Data“ und Cloud für das gesamte Server- und Speicher-Portfolio angekündigt. Dabei gab es auch News für die AS/400 bzw. die Serverplattform IBM i im Vorfeld ihres 25. Geburtstages.

Mit Geschenken und Produktnews feiert IBM in diesen Tagen das silberne AS/400-Jubiläum. Am 21. Juni 1988 um 14 Uhr kündigte IBM-Manager Bernhard Dorn in der Mainzer Rheingoldhalle die lang erwartete AS/400 an. Dorn sprach damals zu Recht von einem „Urknall“, war es doch die Geburtsstunde einer neuen Serverwelt.

Die Produktidee war einfach, erinnert sich im Youtube-Video Frank Soltis, einer der „Väter“ der AS/400. Hardware, Betriebssystem, Datenbank und zentrale Funktionen wie Kommunikation und Sicherheit wurden in einer Serverplattform integriert. Die entwickelte sich zu einer der größten Erfolgsgeschichten der Computerbranche – mit überzeugten IT-Chefs als Kunden und innovativen Softwarehäusern als langjährigen Partnern.

Derzeit gibt rund um den Globus mehr als 150.000 Unternehmen und Behörden, die mit der AS/400 und einem ihrer Nachfolgemodelle iSeries, System i oder Power System arbeiten, erklärte Power Sales Leader Rick Newman Anfang Januar im Titelinterview mit DV-Dialog.

Sparen mit „Anniversary Edition“ oder Lizenztransfer des Betriebssystems

Diese Kunden können sich jetzt über „Geburtstagsgeschenke“ freuen, die IBM in diesen Tagen lanciert, wie etwa die „Anniversary Edition“ oder den Lizenztransfer des Betriebssystems für einen symbolischen Dollar auf aktuelle Power7-Hardware. Letzteres Angebot dürfte insbesondere IT-Chefs freuen, die noch mit der alten Version V5R4 arbeiten, deren reguläre Wartung Ende September eingestellt wird.

Es gibt aber auch viele Produktnews im Juni, etwa ein Update des Technology Refresh 6 für IBM i 7.1. Dieser Update bringt eine plattformunabhängige Java-Lösung in der Produktfamilie IBM i Access für den 5250-Zugriff von Linux- oder Apple-Clients. Vor allem aber unterstützt IBM i damit jetzt auch die IBM-Speicher SAN Volume Controller (SVC), Storwize V7000 und V3700 nativ – ergänzend zur bisherigen Anschlussmöglichkeit über den Virtuellen I/O-Server (VIOS). Steve Will, Chief Architect IBM i, verspricht in einem Youtube-Video weitere Verbesserungen; das nächste Release IBM i 7.2 wurde bereits auf der Common-Frühjahrstagung für 2014 avisiert.

IBM i Edition for Pure Flex

Ebenfalls ab Juni bietet IBM erstmals IBM i Edition for Pure Flex. Dazu kommt der Lizenztransfer des IBM-i-Betriebssystems bei erstmaligen Bestellungen eines neuen Pureflex-Systems. Außerdem gibt es – nur in Deutschland und in den USA – einen IBM Power 710 Express Server mit nur noch zwölf (statt 36) Monaten Garantie, dafür aber preiswerter.

Schwerpunkt der Ankündigung waren aber Software-Defined-Environments (SDE) und entsprechende Updates bei Speicherlösungen, Power Systems, Pure Systems, System x und Netzwerkprodukten. Viele Neuheiten gab es bei den Speicherprodukten (Flash, Disk, Tape), vor allem was den Einsatz von Flash-Speicher und das „Linear Tape File System“ (LTFS) betrifft. Die im April angekündigte Flashsystem-Serie wurde nochmals verbessert und verursacht jetzt laut IBM weniger als ein Zehntel der Kosten pro Transaktion im Vergleich zu Hybrid-Festplatten-/Flash-Systemen, wobei sie nur 4 Prozent der Energie und 2 Prozent der Fläche in Anspruch nimmt.

So wurde die Easy-Tier-Technologie verbessert, die Daten automatisch auf die effektivste Ebene der Hierarchie – Magnetband, Plattenspeicher, SSD und Cache/Memory – in einem Speichersystem legt. Neu ist das Caching der „heißesten“ (also am häufigsten zugegriffenen) Daten im EXP30-Ultra-SSD-I/O-Drawer auf Power Systems. Wenn diese Server in Verbindung mit dem DS8870-Speichersystem verwendet werden, machen die neuen Easy-Tier-Server-Funktionen die Speicher-Performance um bis zu fünfmal besser.

Linear Tape File System Enterprise Edition

Die neue Linear Tape File System Enterprise Edition basiert auf der LTFS Library Edition, ermöglicht aber Kunden, Bandspeicher als separate Tier-Ebene für besseres Management und besseren Zugriff zu nützen. Das System wird positioniert als „kostengünstige und einfach zu implementierende Daten-Lösung, die ideal für Web 2.0-Anwendungen ist“. Sie ist mit dem Dateisystem GPFS integriert und kann die Speicher- und Archivkosten um bis zu 90 Prozent senken.

Neue Features für die Pure Systems sollen helfen, Sicherheitsrisiken zu senken, die es beim Einsatz von Cloud-Lösungen geben kann – auch durch eine schnelle Wiederherstellung  im Notfall. Außerdem gibt es eine neue Lösung auf Basis des Worklight-Servers für die Pure Systems (sowohl für Power- als auch x86-Prozessorknoten), die Mobil-Anwendungen selbst für Millionen von Benutzern in weniger als 30 Minuten einsatzbereit machen können, verspricht der Hersteller.

www.ibm.de

Die Presseinformation zur heutigen IBM-Ankündigung

Bildquelle: IBM

©2019Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok