„Private Data Exchange“ für sicheren, internen Datenaustausch

Snowflake schützt „Big Data“

Snowflake Computing, der 2012 gegründete kalifornische Anbieter von Data Warehousing in der Cloud, hat heute mit dem „Private Data Exchange“ ein zentralisiertes und intern verwaltetes Daten-Hub angekündigt, über das Unternehmen Datensätze „abhörsicher“ und vertraulich mit einer ausgewählten Gruppe von Personen innerhalb ihres Ökosystems austauschen können.

  • Moderne Daten-Architektur in der Cloud-Ära

Die Cloud-Data-Plattform Snowflake erleichtert so die Zusammenarbeit von Teams und die Information von Managern und Sachbearbeitern. So können diese gemeinsam fundierte, daten-basierte Entscheidungen treffen. Unternehmen können den neuen „Private Data Exchange“ auch nutzen, um neue Datenbestände innerhalb ihres Daten-Ökosystems zu bewerten. Zudem gibt es die Option, Datenbestände aus dem „Public Data Exchange“ von Snowflake zu „tunneln“.

„Der Private Data Exchange zeigt, wie die Zukunft aussieht, wenn es darum geht, Daten innerhalb von Unternehmen zu verwalten und miteinander zu teilen“, sagt Frank Slootman, Gründer CEO von Snowflake. „Dieses Modell wird zum Standard werden, wenn es um das Finden, Analysieren und Teilen von Unternehmensdaten geht.“ Seine Cloud-Data-Plattform lässt sich über Konnektoren auch mit der Plattform IBM i verknüpfen; weitere Konnektoren zu Snowflake sind auch im aktuellen Cloud Pak for Data der IBM enthalten.

Bereits im Juni dieses Jahres hatte Snowflake als „öffentlichen Marktplatz“ für Daten seinen „Data Exchange“ angekündigt, der auf Technologien für den sicheren Datenaustausch aufbaut. So können Nutzer auf Daten zugreifen, die öffentlich zur Verfügung stehen. Mit dem neuen Daten-Hub können Unternehmen nun auch ihre eigene, interne Version eines Datenmarktplatzes aufbauen, über den sie die volle Kontrolle haben: So entscheiden sie selbst, welche Datenbestände gelistet sind und wer Zugriff darauf hat. So erhalten die Kunden auch sicheren, privaten Zugriff auf Second-Party-Daten und andere alternative Datenquellen – und zwar in Echtzeit. Der sichere bidirektionale Datenaustausch mit Drittanbietern erlaubt es nicht nut interne Datenbestände auszubauen, sondern erleichtert auch die Monetarisierung von Datensätzen, indem diese (gegen Gebühr) sicher an ausgewählte Kunden weitergegeben werden können.

Erste Referenzbeispiele

Beispielsweise will der Tech-Hedgefonds Coatue diesen „Private Data Exchange“ in Zukunft nutzen, um neue Datenbestände in einem privaten „Datenspeicher“ zu analysieren, in dem sie der einzige Nutzer sind. „Daten spielen eine große Rolle, wenn es darum geht, gute Investitionsentscheidungen zu treffen – deshalb brauchen wir ein ausgezeichnetes Daten-Management“, so Coatue-Mitbegründer und Senior Managing Director Thomas Laffont. Er sieht in dem neuen Tool einen „Wegweiser dafür, wie Daten in Zukunft organisiert, gefunden, erweitert und abgerufen werden – für einen reibungslosen Datenaustausch in Echtzeit.“

Ein weiteres Anwendungsszenario zeigt die knapp 2.000 Mitarbeiter starke Digitalagentur Wunderman Data: Das auf datengestütztes Marketing spezialisierte Unternehmen will den „Private Data Exchange“ nutzen, um sein Ökosystem von Datenprodukten auszuweiten. So können dann auch Partner, Kunden und Kollegen aus anderen Geschäftsbereichen sicher auf wertvolle Datenbestände zugreifen. „Der Private Data Exchange ist ein enormer Fortschritt, wenn es darum geht, die Bedürfnisse von Unternehmen hinsichtlich ihrer Datennutzung zu erfüllen“, sagt Martin Smith, GM of Digital & Data bei Wunderman Thompson Data. „Damit lassen sich Datenbestände sinnvoll verknüpfen, während Unternehmen gleichzeitig sicher, kontrolliert und unter Beachtung aller Compliance-Vorgaben auf die Daten zugreifen können.“

Auch Cerberus Technology Solutions, eine im September 2018 gegründete Tochter der Investmentgesellschaft Cerberus Capital Management, konzentriert sich auf die Nutzung neuer Technologien, Daten und fortschrittlicher Analysen, um Transformationen voranzutreiben. Mithilfe des „Private Data Exchange“ will das Unternehmen sich einen Spitzenplatz in der Private-Equity-Branche sichern. „Erfolg in der Private-Equity-Branche setzt voraus, dass wir Technologie-Vorreiter sind – und genau dabei spielen fundierte Dateneinblicke eine immens wichtige Rolle“, glaubt Michael Aguiling, Chief Technology Officer von Cerberus Technology Solutions. „Mit dem Private Data Exchange können wir und unsere Schwestergesellschaften verschiedene proprietäre Datensätze gemeinsam aufbauen und nutzen. Für uns bedeutet das: neue Geschäftsprozesse aufsetzen, neue Einnahmequellen erschließen und Mehrwert für unsere Kunden schaffen.“

Bildquelle: Snowflake, Gerd Altmann / Pixabay

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