Ulrich Mehlhaus neuer „strategischer Kopf“ im Management

Softproject verstärkt die Geschäftsführung

Der Ettlinger Digitalisierungsspezialist Softproject GmbH hat Dr. Ulrich Mehlhaus Anfang Mai zum Geschäftsführer befördert. Er ergänzt das Führungsteam, das nun außer ihm Firmengründer Dirk Detmer und die beiden Geschäftsführer Joachim Beese und Oliver Kölmel bilden. Ebenfalls im Mai brachte Softproject das Release 6.0 der X4 Suite auf den Markt.

Dr. Ulrich Mehlhaus, Softproject GmbH

Dr. Ulrich Mehlhaus ist seit Mai der vierte Mann in der Geschäftsführung der Softproject GmbH.

In seiner neuen Position ist Dr. Ulrich Mehlhaus für das interne und externe Prozessmanagement sowie die Unternehmensorganisation und -strategie verantwortlich. „Stetiges Wachstum bringt neue Herausforderungen und Chancen mit sich“, begründet Dirk Detmer die Berufung. Mehlhaus solle dafür sorgen, dass diese Chancen genutzt und die Herausforderungen gemeistert werden. Zu seinen Hauptaufgaben zählt die Detmer die Neustrukturierung der Organisation, den strategischen Aufbau von Business-Units, die Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung sowie den Ausbau der internationalen Präsenz. Durch die Kombination von technischem Know-how sowie Organisations- und Führungserfahrung sei Mehlhaus als strategischer Kopf prädestiniert, glaubt Dirk Detmer.

Mehlhaus verantwortete zuvor den Produktbereich bei dem Ettlinger Softwarehaus. Davor war er in leitenden Funktionen bei der HRS GmbH, der PTV Planung Transport Verkehr AG und dem FZI Forschungszentrum Informatik tätig. Seine Promotion erlangte er an der Universität Karlsruhe im Fachgebiet Informatik mit Schwerpunkt Robotik. Themen wie „Machine Learning“, „Künstliche Intelligenz“ und „Big Data“ fließen auch in die von Softproject entwickelte Low-Code-Plattform X4 Suite ein, mit der die Digitalisierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen vorangetrieben werden soll, ohne dass zwingend Programmierkenntnisse notwendig wären.

Eigene Web-Anwendungen erstellen

Erst Anfang Mai kam die neue Version 6.0 von X4 auf den Markt, mit neuen Produktkomponenten zur einfacheren und umfassenderen Automatisierung von Geschäftsprozessen. Den Kern bildet weiterhin der Low-Code-Ansatz, der auf grafisches Modellieren statt auf das Programmieren ausführbarer Prozesse setzt. Durch den All-in-One-Ansatz können alle Aufgaben mit einer Plattform gelöst werden, beispielsweise Cloud-, Big-Data-, oder IoT-Lösungen.

Laut Firmenchef Detmer beruhen die neu entwickelten Features auf Bedarfsanalysen, Praxiserfahrungen und Kundenwünschen. Er führt als Beispiel die neuen „Activities Web Apps“ an; damit können sogar Mitarbeiter, die über keinerlei HTML-, CSS-, oder Javascript-Kenntnisse verfügen, eigene Web-Anwendungen erstellen, etwa für Anwendungen wie Bestellformulare, Auftragsmanagement, Personal-, Termin- oder Urlaubsverwaltung, Zeiterfassungen, Statussysteme oder auch Web-Shops. Die Oberfläche dieser Web-Anwendungen lässt sich individuell gestalten, beispielsweise im jeweiligen „Corporate Design“; die responsive Darstellung funktioniert laut Detmer „out of the box“ – und die Web-Anwendungen sind mit allen gängigen Desktop-Browsern und mobilen Plattformen kompatibel.

Ohne Programmieren modellieren

Mit dem Feature „Case Management“ können Business-Analysten, Prozessverantwortliche und Berater in Echtzeit Geschäftsprozesse (inklusive der Logiken) entwerfen, grafisch modellieren und ausführen – alles ohne Programmieren. Die Basis bilden frei wählbare Zeichenelemente und vorgefertigte Bausteine für Aktivitäten, mit denen beliebige Prozesse realisiert werden können. Der Aktivitätsbaustein „Human Task“ ermöglicht es, auch Menschen in die Prozesse einzubeziehen, Rollen und Aufgaben zu vergeben, Regeln festzulegen sowie Eingaben weiterzuverarbeiten.

Den Kern der neuen Produktkomponente „BPM Rules“ bilden voll funktionsfähige Entscheidungsbausteine sowie dazugehörige Entscheidungstabellen, die ohne die Hilfe eines Technikers definiert und bearbeitet werden können. Das erlaubt Mitarbeitern nur durch fachliche Regeln Geschäftsprozesse zu steuern. Einsatzbeispiele von automatisierten Entscheidungen sind individuelle oder allgemeine Unternehmensabläufe, wie eine elektronische Rechnungsprüfung, Bestellvorgänge oder eine digitalisierte Urlaubsfreigabe.

X4-Adapter schlagen Brücken

Die X4 Suite verfügt mittlerweile über mehr als 200 Adapter zur Einbindung unterschiedlichster Systeme – u.a. für die Plattform IBM i (AS/400). Mit dem jetzt neu eingeführten „Adapter Development Kit“ (ADK) können Unternehmen spezielle Adapter auch selbst entwickeln und bereitstellen; für einen voll funktionsfähigen Adapter müssen laut Detmer lediglich die gewünschte Logik modelliert und die Schnittstellen und Parameter definiert werden.

Neben der „Adapter-Eigenentwicklung“ erweitert Release 6.0 den Bestand um über 30 weitere vorgefertigte Adapter, darunter der „Amazon S3 Simple Storage Connector“, der „Amazon SimpleDB Connector“, der „Google Cloud Storage Objects Connector“ sowie ein „Microsoft Azure Table Storage Connector“ für Cloud-Lösungen.

Mit Partnern wie Samac aktiv

Das Softwarepaket an sich wird ergänzt durch das Know-how der Partner aus dem X4-Technologienetz. Diese Softwarehäuser agieren im Verbund. Das bedeutet, dass über die zentrale Basis der X4 Suite weitere Prozesslösungen integriert werden können. Die Partnerlösungen schaffen konkrete Mehrwerte und sind für jedes System, jede Branche und jeden Geschäftsprozess individuell verfügbar.

Im Technologienetz stehen auch im Midrange-Markt erfahrene Partner den Anwendern dieser Plattform bei allen Fragen mit Rat und Tat zur Seite. Beim Thema „Business Intelligence“ ist das z.B. Samac Software, denn Daten aus der DB2-Datenbank auf dem Midrange-Server können über X4 in aufbereiteter Form bereitgestellt und mit einer Vielzahl von gängigen BI-Anwendungen analysiert und weiterverarbeitet werden. So lassen sich bewährte Anwendungssysteme um moderne Analytics-Anwendungen ergänzen und Vorkehrungen schaffen, um den  anstehenden Generationswechsel in den IT-Abteilungen zu meistern.

Seit dem Jahr 2000 ist die Softproject GmbH aktiv. Der Firmensitz ist in der Technologieregion Karlsruhe, weitere Niederlassungen befinden sich in Spanien und der Slowakei. Aktuell zählt das Unternehmen laut Firmenchef Dirk Detmer mehr als 300 Kunden weltweit und beschäftigt über 90 Mitarbeiter.

Bildquelle: Softproject GmbH

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