Starker Umsatzrückgang im 1. Quartal auf 186,6 Mio. Euro

Software AG auf Schrumpfkurs

Die Darmstädter Software AG hat mit Umsatz- und Gewinnrückgang zu kämpfen. Im ersten Quartal sank der Umsatz um 9,4 Prozent auf 186,6 Mio. Euro, das operative Ergebnis (Ebita) um 9 Prozent auf 51,2 Mio. Euro. Trotz des Kaltstarts in das neue Geschäftsjahr hält der scheidende CEO Karl-Heinz Streibich an seinen Prognosen für 2018 fest.

Karl-Heinz Streibich, CEO der Software AG

CEO Karl-Heinz Streibich geht im August in Rente

Nur ein Quartal nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, seine IoT- & Cloud-Umsätze separat auszuweisen, meldet die Software AG ein starkes Wachstum im in diesem noch sehr kleinen Geschäftsfeld – währungsbereinigt um 125 Prozent auf 6,4 Mio. Euro. Daher hat der Vorstand entschieden, den Ausblick für das prozentuale Umsatzwachstum im IoT & Cloud-Geschäft für 2018 von bisher 70 bis 100 Prozent (25 bis 30 Mio. Euro) auf 100 bis 135 Prozent (30 bis 35 Mio. Euro) anzuheben. Der Ausblick der Produktumsätze für den digitalen Geschäftsbereich Digital Business Platform (DBP) (ohne IoT & Cloud) und die Klassiker Adabas & Natural (A&N) sowie für die operative Ergebnismarge (Non-IFRS) und das Ergebnis je Aktie (Non-IFRS) wurde bestätigt.

Aufbau eines starken Partner-Ökosystems geplant

Im Aufbau eines starken Partner-Ökosystems sieht Streibich den Schlüssel zum Erfolg im IoT- und Cloud-Geschäft. „Gleichzeitig steigende Umsätze als auch hohe Profitabilität zu erzielen, versetzt uns in eine außergewöhnlich starke Marktposition, die wir in diesem Jahr und weit darüber hinaus ausbauen werden“, sagte Finanzvorstand Arnd Zinnhardt. Der Umsatz im IoT & Cloud-Geschäft verdoppelte sich im ersten Quartal von 3,0 auf 6,4 Mio. Euro.

Der Geschäftsbereich DBP schrumpfte um 13 Prozent auf 89,4 Mio. Euro. Die Wartungsumsätze lagen mit 66,0 (Vj. 66,5) Mio. Euro nur knapp unter Vorjahresniveau, während der Lizenzumsatz mit 23,4 (Vj. 36,4) Mio. Euro einbrach. Entsprechend belief sich der DBP-Produktumsatz (Lizenzen plus Wartungen) auf insgesamt 89,4 (Vj. 102,9) Mio. Euro.

Auch der Umsatz im Geschäftsbereich A&N schrumpfte auf insgesamt bei 44,6 (Vj. 47,9) Mio. Euro. Während hier die Lizenzumsätze mit einem währungsbereinigten Plus von 23 Prozent auf 9,0 (Vj. 7,8) Mio. Euro stiegen, sanken die Wartungserlöse auf 35,7 (Vj. 40,0) Mio. Euro. Der Umsatz im Geschäftsbereich Consulting lag im ersten Quartal bei 46,1 (Vj. 52,1) Mio. Euro.

Die Wartungsumsätze des Konzerns erreichten 102,5 (Vj. 106,9) Mio. Euro – ein währungsbereinigtes Wachstum von 4 Prozent. Aufgrund der erwartungsgemäß schwächeren Entwicklung im DBP-Lizenzgeschäft lag der Lizenzumsatz im Berichtsquartal mit 34,2 (Vj. 44,9) Mio. Euro unter dem Vorjahreswert.

Was dem Vorstand Freude macht

Entsprechend betrug der Produktumsatz des Unternehmens (Lizenzen + Wartungen) im ersten Quartal insgesamt 140,4 (Vj. 153,7) Mio. Euro. Was dem Vorstand Freude macht: Der Anteil wiederkehrender Erlöse am Produktumsatz stieg auf 78 Prozent, von 71 Prozent im ersten Quartal 2017.

Der Gewinn des Unternehmens vor Zinsen und Steuern Ebit belief sich im ersten Quartal auf 42,1 (Vj. 41,5) Mio. Euro. Das operative Ergebnis EBITA (Non-IFRS) entwickelte sich im Berichtsquartal mit 51,2 (Vj. 56,3) Mio. Euro leicht rückläufig. Äußerst stabil zeigte sich die operative Ergebnismarge (Non-IFRS) mit einem Wert von 27,4 (Vj. 27,3) Prozent.

Die Software AG ist Deutschlands zweitgrößtes Softwarehaus nach SAP. 1969 gegründet, beschäftigt das Unternehmen über 4.500 Mitarbeiter, ist in 70 Ländern aktiv und erzielte 2017 einen Umsatz von 879 Mio. Euro.

Bildquelle: Software AG

©2018 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH