Alte Schemata durchbrechen und dann durchstarten

Software-Entwicklung für IBM i neu gedacht

Software-Entwicklung im IBM-i-Umfeld beschränkt sich längst nicht mehr auf RPG & Co. – also auf Anwendungen mit Greenscreen. Hinzu kommt: Immer häufiger gibt es Anforderungen, die allein mit IBM-i-Bordmitteln weder in der erforderlichen Qualität noch in der gewünschten Zeit zu realisieren sind. Browser-Lösungen für Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten in den unterschiedlichsten Unternehmensbereichen sind typische Beispiele. Aber auch leistungsfähigere, prozess­optimierte und digitalisierte Desktop-Lösungen gehören dazu.

  • ML-Geschäftsführer Torsten Klinge

    ML-Geschäftsführer Torsten Klinge: „Für Neuerungen bleiben zu wenig Kapazitäten frei, um den vergleichsweise großen Entwicklungsaufwand in RPG & Co., 5250-Screens und Db2-Datenbank in angemessener Zeit zu schaffen“

Eine besondere Herausforderung stellen Anwendungen dar, die idealerweise gleichzeitig auf dem Desktop-PC und im Browser laufen. Sie galten in der Vergangenheit als besonders aufwändig zu realisieren, doch inzwischen gibt es neue Wege. 

Kein Entweder-Oder bei Browser & Desktop App 

Neue Technologien sind heute in der Lage, in ein- und demselben Entwicklungsprojekt sowohl eine Desktop- als auch Browser-App zu erzeugen. Allein dieser Technologiesprung halbiert den Aufwand und eröffnet neue praktische Einsatzgebiete. Er erfordert aber auch ein Umdenken bei der Konzipierung neuer Anwendungen. 

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Das dafür erforderliche Know-how müssen sich IBM-i-Shops nicht mühsam selbst erarbeiten. Entwicklungs- und Dienstleistungsunternehmen bieten hier umfangreiche Services an. Angesichts begrenzter eigener Entwicklerkapazitäten und der Notwendigkeit neue Softwareanforderungen umzusetzen, ist das für viele Unternehmen eine lohnende Investition. Sie erhalten in kürzester Zeit hochwertige Software für ihre individuellen Anforderungen zu einem Bruchteil des bisherigen Aufwands.

Neue Wege zu besseren Lösungen

Wer heute noch jede Datenbank, jeden Datenzugriff, jede Programmzeile, jede Schnittstelle und jede User-Maske manuell erstellt, kommt viel später ans Ziel, als jemand, der dafür Technologien mit hohem Unterstützungs- und Automatisierungsgrad nutzt. Folge­richtig kommen No-Code- und Low-Code-Systeme gern dort zum Einsatz, wo auf manuelle Programmierung verzichtet werden kann.

Doch benötigt die gewünschte Software über den dabei mitgelieferten Baukasten hinaus individuelle Programm­anpassungen, ist sie mit No-Code und Low-Code nicht realisierbar. Das ist das Spezialgebiet der Business-Frameworks. Sie übernehmen einen Großteil der manuellen Arbeit und bieten trotzdem die ganze Bandbreite der Software-Entwicklung. Im Bedarfsfall kann bis hinunter auf Betriebssystemebene programmiert werden, so dass keine Anforderungen unerfüllt bleiben.

Aus den benötigten Informationen und definierten Relationen erzeugt das Framework die neue Anwendung mit UI/UX, Businesslogik und Source-Code. Aus derselben Modellierung entstehen gleichzeitig Desktop und Browser-App, die vom Framework mit umfangreicher Businesslogik ausgestattet sind. Darunter sind entwicklungsintensive Features wie 

  • User-Management mit Berechtigungssteuerung, 
  • Dashboards, 
  • Reporting, 
  • Exportschnittstellen nach PDF, Office, HTML, CSV und 
  • die Dokumentation aller Datenänderungen („Audit Track“).

Sie werden auf Wunsch ausgewählt und automatisch implementiert. Dieser hohe Unterstützungs- und Automatisierungsgrad beschleunigt die Entwicklung schnell um Faktor 10 gegenüber herkömmlicher IBM-i-­Programmierung.

Auch die ML-Software GmbH aus Ettlingen hat ihr Serviceangebot entsprechend erweitert und bietet individuelle Neuentwicklung speziell für IBM i an. Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in der IBM-i- und Windows/.Net-Welt, verspricht ML-Geschäftsführer Torsten Klinge seinen Kunden eine Expertise für die Entwicklung neuer Browser- und Desktop-Anwendungen auf Db2-Basis und Auswege aus der Fachkräfte- und Generationenproblematik.

Umfangreicher Fachkräfte-Pool

Denn allen Anstrengungen zum Trotz droht vielen Unternehmen der Verlust von Know-how und Fachkräften ohne Nachfolgelösung im Bereich IBM i. Der laufende Betrieb dieser Hard- und Softwarelandschaft lastet das verbleibende Personal stark aus. „Für Neuerungen bleiben zu wenig Kapazitäten frei, um den vergleichsweise großen Entwicklungsaufwand in RPG & Co., 5250-Screens und Db2-Datenbank in angemessener Zeit zu schaffen“, beobachtet Torsten Klinge. „Selbst RDi und Free Form RPG bringen hier nur geringfügige Verbesserungen im Vergleich zu einem modernen Framework.“

Durch ein solches Framework wird eine Low-Code-Ebene oberhalb der Ergebnisse von Modellierung und Programmierung geschaffen. Diese Trennung ermöglicht die Arbeitsteilung zwischen Nicht-Entwicklern und erfahrenen Programmierern – und entlastet die IT-Abteilungen spürbar. Projektarbeiten auf Low-Code-Ebene können wahlweise von der IT-Abteilung, aber auch von Mitarbeitern ohne Programmierkenntnissen (z.B. aus den Fachabteilungen) ausgeführt werden.

Für den Bereich der Modellierung und Programmierung werden fundierte .Net-Entwicklerkenntnisse benötigt, über die noch nicht viele Unternehmen mit IBM-i-basierter IT verfügen. „Hier lohnt es sich auf externe Spezialisten zurückzugreifen“, sagt Klinge, der passende Services anbietet. 

Auf einen Blick: Vorteile Framework-basierter Software-Entwicklung für IBM i 

1. Parallelbetrieb von Desktop- & Browser-Apps 

2. Ausweg aus Fachkräftemangel und Generationsproblem

3. Flexible Arbeitsteilung zwischen Low- und Deep-Coding, zwischen Intern und Extern

4. Neue Software ergänzt bestehende Landschaft

5. Fließende, modulare Neuentwicklung für Fehlendes und Veraltetes

6. Schnell einsetzbare Lösungen für wichtige Quick-Wins 

7. Volle Unterstützung von IBM i im Backend, Offenheit für andere Datenbankserver

Bildquelle: ML Software, iStock/Getty Images Plus

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