Die Familie Heidl bleibt langfristig Inhaber der Soloplan GmbH (von links): Christine und Wolfgang Heidl mit ihren Söhnen Fabian, Julian und Christian.
Software-Unterstützung auch für die Fahrer made in Kempten.
Soloplan befindet sich seit der Gründung im Jahr 1994 zu 100 Prozent im Besitz der Familie Heidl. Im nächsten Jahr feiert der traditionsreiche Mittelständler sein 30jähriges Firmenjubiläum. Mit Fabian, Christian und Julian Heidl arbeiten bereits alle drei Söhne des Firmengründers Wolfgang Heidl in verantwortlichen Positionen des Unternehmens und sichern langfristig dessen Fortbestand. „Wir stehen für Stabilität, sind unabhängig und gehören nur uns. Wir sind einzig unserem eigenen hohen Anspruch und unseren Kunden verpflichtet“, betont Wolfgang Heidl.
„Kunden haben dadurch auf lange Sicht feste Ansprechpartner und einen verlässlichen Lieferanten, der nicht nach dem Willen anonymer Kapitalgeber mit kurzfristigen Gewinnerwartungen handeln muss“, heißt es weiter in einer Pressemitteilung. Zudem könne man den strategischen Entwicklungskurs selbst festlegen und somit effizient und schnell auf die Bedürfnisse der Branche reagieren. Das wiederum sei die Basis für innovative Lösungen.
Mit der langfristigen Stabilitäts-Garantie reagiert Heidl auf Befürchtungen der Logistik-Branche, dass auch noch sein seine Unabhängigkeit verlieren könnte. Laut einem Beitrag der Deutschen Verkehrszeitung vom 26. Juli 2023 wurden allein im deutschen Markt für Logistiksoftware seit 2017 mehr als 35 Firmen mindestens einmal verkauft oder von anderen Unternehmen übernommen. Beispiele dafür sind Ecovium, Remira oder Solvares.
Bei den Käufern handelt es sich überwiegend um so genannte Private-Equity-Firmen. Diese wollen mit den gekauften Firmen vor allem eine maximale Rendite erzielen, bevor sie die Unternehmen dann weiterverkaufen. „Nicht selten führt dieses Vorgehen zu Preiserhöhungen und Kosteneinsparungen zu Lasten der Servicequalität“, beobachtet Heidl. Eine weitere Begleiterscheinung der Übernahmen seien häufig wechselnde Ansprechpartner, wodurch die Zusammenarbeit deutlich erschwert wird.
Zugleich können Übernahmen, Fusionen und Verkäufe von Softwareanbietern Innovationen und Produktneuheiten ausbremsen, meint Heidl. Das liege daran, dass die Unternehmen häufig erst damit beschäftigt sind, sich umzustrukturieren und die Kapitalgeber bestmöglich zu bedienen.
Bildquelle: Soloplan GmbH