Orgatec 2022 will Wege in den neuen Arbeitsalltag ebnen

Sonderschau „Inspired Hybrid Office“

Nur gucken war gestern. Auf der Kölner Fachmesse Orgatec heißt es vom 25. bis 29. Oktober unter dem Motto „New Visions of Work“ auch anfassen, ausprobieren und erleben – also „begreifen“ im Sinne des Wortes. Die Sonderschau „Inspired Hybrid Office“ zeigt statt abstrakter Zukunftsvisionen bereits erfolgreich eingesetzte New-Work-Lösungen. Die vorgestellten Arbeitswelten können hautnah erlebt und ausprobiert werden.

  • Impressionen von der Orgatec aus der Zeit vor Corona

Die Arbeitswelt befindet sich seit zwei Jahren in einem radikalen Wandel. Während der Pandemie haben sich neue Arbeitsmodelle gefunden und etabliert. Was etwa früher eher die Ausnahme war, ist heute plötzlich gelebter Alltag: das Homeoffice. Doch viele Unternehmen wünschen sich eine – zumindest teilweise – Rückkehr ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die alten Büros. Doch die kommen aktuell mit neuen Erfahrungshorizonten und einer veränderten Erwartungshaltung in die Unternehmen zurück.

Somit stellt sich einerseits die Frage, wie das, was wir in den vergangenen Monaten als negativ empfunden haben – etwa das Fehlen des persönlichen Austauschs mit den Kolleginnen und Kollegen – wieder neu aufleben kann? Und wie können wir auf der anderen Seite all das, was gut funktioniert und auch den Teams einen Mehrwert gebracht hat, jetzt professionalisieren und in den neuen Arbeitsalltag übernehmen?

Antworten soll die neue Sonderschau, eine Weiterentwicklung der Sonderfläche „Inspired Collaboration“ aus dem Jahr 2018, die zeigen sollte, wie eine hybride Zusammenarbeit zwischen Menschen über Raum und Zeit hinweg funktionieren kann. Bei nun thematisierten Weg in einen neuen Arbeitsalltag geht es insbesondere um die Frage, wie eine sichere Rückkehr ins Büro funktionieren kann und vor welchen Aufgaben und Möglichkeiten Unternehmen in einer Arbeitswelt stehen. Denn der Ort der täglichen Arbeit ist längst nicht mehr ausschließlich das Büro oder aber nur das Homeoffice, sondern kann von den Mitarbeitenden individuell und im Kontext der aktuellen Aufgabe gewählt werden.

Daher muss sich die technische Ausstattung weiterentwickeln: Büros nach Corona benötigen deutlich weniger Schreibtische, dafür aber wesentlich mehr dynamische Arbeitsflächen und Begegnungsstätten – Kreativbereiche, die sich für interaktives, gemeinsames Arbeiten eignen. Doch in vielen Unternehmen sind die Besprechungsräume noch aus der Zeit vor Corona, in der Videokonferenzen häufig der Leitungsebene vorbehalten waren.

Heute verfügen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Ebenen längst über ausgiebige Erfahrungen mit täglichen Videokonferenzen und viele über ein professionell ausgestattetes Homeoffice. Dies führt zu hohen Erwartungen bei der Rückkehr an die alten Arbeitsflächen. Wie können diese Erwartungen erfüllt werden? Wie können Unternehmen Büroumgebungen mit Mehrwert schaffen? Oder anders formuliert: Was kann und muss ein Büroarbeitsplatz seinen Nutzerinnen und Nutzern gegenüber dem Homeoffice an Mehrwert bieten?

Erprobte Best-Practice-Beispiele

Die Sonderschau „Inspired Hybrid Office“ soll auf über 700 m² mittels erprobter Best-Practice-Beispiele konkrete Antworten auf diese Fragen liefern. Die Messemacher der Koelnmesse GmbH wollen zeigen, wie mittels „durchdachter Raum- und Technikkonzepte der direkte Austausch und kreatives Miteinander auch in veränderten Arbeitswelten funktioniert, indem man vorhandene Flächen anpasst und aktuelle Technik intelligent miteinander verknüpft“. Die Technologien und Konzepte machen schon jetzt eine New-Work-Arbeitsumgebung möglich, heißt es – „mit einem integrierten, ganzheitlichen Konzept aus geänderten Arbeitsprozessen, sinnvollem und nahtlosem Übergang zwischen Homeoffice und Büro, mit dynamischen Grundrissen und der Kombination von bestehender Gebäudetechnik mit intelligenter Sensorik“.

Durch den homogenen Einsatz von Collaboration- und Buchungs-Tools finden alle Mitarbeiter jeden Tag für genau ihre Aufgaben und Anforderungen den richtigen Arbeitsplatz, machen sich den spielend einfach zu eigen und bleiben mit den Kolleginnen und Kollegen ortsungebunden im inspirierten Austausch. Und auf der Messe sollen die Fachbesucherinnen und Fachbesucher hautnah erleben können, wie der „New Work“-Alltag aussehen würde, denn alle vorgestellten Anwendungsmodelle sind voll funktionstüchtig und könnten so oder ähnlich kurzfristig in den Unternehmen umgesetzt werden.

Theoretische Ergänzung zu den praktischen Anschauungsobjekten

Messe-Partner wie Cisco, Samsung, Sony oder die Telekom sollen für einen technischen Top-Standard der Sonderschau sorgen. Aber natürlich reicht es nicht immer aus, die finale Version der Lösung zu sehen und auszuprobieren. Die theoretische Ergänzung zu den praktischen Anschauungsobjekten gibt es auf einer Bühne, auf erfolgreiche Umsetzungsstrategien aus erster Hand präsentiert werden. Hier ist auch der fachliche Austausch mit führenden Köpfen aus Wissenschaft und Forschung möglich, die hinter den Exponaten stecken.

Aus erster Hand kann man auf der Bühne erfahren, wie und mit wem Unternehmen die Gestaltung der hybriden Arbeitswelt bei sich umgesetzt haben, was sich bereits bewährt hat, aber auch welche Herausforderungen gemeistert werden mussten. Kurz gesagt: Sie bekommen erfolgreiche Umsetzungsstrategien aus erster Hand präsentiert und erhalten damit wichtige Impulse für eigene Projekte.

Das Bühnenprogramm der Sonderschau startet am ersten Messetag um 11 Uhr mit einer Keynote und anschließender Podiumsdiskussion zum Thema „Arbeiten im neuen Normal – Bedeutung von KI und Robotik in der Arbeitswelt von morgen“. Am Nachmittag des gleichen Tages geht es dann in einer weiteren Podiumsdiskussion um die Frage, wie britische Architekten und Designer die Herausforderung einer größeren Nachhaltigkeit bei der Bürogestaltung angehen. Organisiert wird diese Diskussion vom Women in Office Design (WOD)-Team, das das Sustainable Design Collective in Großbritannien leitet. Es umfasst über 20 Vertreter führender britischer und internationaler Architektur- und Designbüros sowie Immobilienexperten. Das Kollektiv trifft sich alle zwei Monate und arbeitet als „Think-Tank“, zur Förderung von Wissenstransfer und Zusammenarbeit.

Zur Orgatec 2022 erwarten rund 750 Aussteller auf 150.000 m² Ausstellungsfläche mehr als 60.000 Fachbesucher. Das Tagesticket kostet 55 Euro, das Dauerticket 85 Euro.

Bildquelle: Koelnmesse GmbH

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