Neues Highend-Tape von Oracle

Speicherriese aus Redwood Shores

Nachdem die neuen Midrange-Bandlaufwerke der Baureihe T10000C in LTO6-Techologie seit Jahresbeginn für die Bandbibliotheken Storagetek SL8500 und SL3000 erhältlich sind, hat Oracle heute auch den Enterprise-Modellen ein Upgrade gegönnt. Erstmals vorgestellt wird das neue Laufwerk T10000D heute auf der Messe IBC 2013 in Amsterdam.

  • Das neue Enterprise-Laufwerk T10000D schafft eine Datenübertragungsrate von bis zu 252 MB/s (nativ).

  • Auf die schon gebräuchlichen T10000T2-Kassetten passen jetzt bis zu 8,5 Terabyte Daten (unkomprimiert) – dreimal mehr als bisher.

Das Bandlaufwerk T10000D erreicht laut Hersteller eine Datenübertragungsrate von bis zu 252 MB/s und speichert auf eine T10000T2-Kassette bis zu 8,5 Terabyte Daten (jeweils unkomprimiert). Gegenüber LTO6 beziffert Oracle den Vorteil bei der Kapazität mit dem Faktor drei, beim Durchsatz mit 57 Prozent. Die Medien bleiben dabei gegenüber der Vorgängergeneration unverändert.

Bei komprimierten Daten (Faktor 3:1) ist das neue Gerät laut Hersteller 19 Prozent schneller als das vergleichbare Laufwerk IBM TS1140 und könne die doppelte Datenmenge auf eine Kassette packen. Im Vergleich zu den eigenen Vorgängermodellen sinken – auch dank 54 Prozent mehr Platz auf einer Kassette – laut Oracle die Anschaffungskosten für Datensicherungslösungen im Rechenzentrum um bis zu 35 Prozent.

Da die (unveränderten) Kassetten natürlich kompatibel zu den 9940- und 9840-Modellen von Oracle sind, können die neuen Laufwerke und Kassetten auch in vorhandenen Bandbibliotheken von Storagetek/Oracle zum Einsatz kommen; eine einzige Tape-Library SL8500 könnte damit theoretisch maximal 68 Exabyte Daten verwalten; das wären eine Million Terabyte. Das Modell T10000D ist außerdem laut Hersteller das erste Laufwerk überhaupt, das sowohl 16 GBit/s Fibre Channel und 10 GBit/s Fibre Channel over Ethernet (FCoE) unterstützt.

Zusätzlich adaptiert auch Oracle den LTO-Standard „Linear Tape File System“ (LTFS) für Bandbibliotheken, die mit Oracle LTFS Library Edition ähnlich einfach zu nutzen sein sollen wie eine NAS-Appliance mit hierarchisch organisierter Dateistruktur statt sequentieller Files. Dateien können als – wie von Platte oder USB-Stick gewohnt – auch in der Tape-Library indiziert, gesucht und gelesen bzw. geschrieben werden. Sie könne auch einfach per „Drag and Drop“ in den Dateiverzeichnissen verschoben werden.

www.oracle.de

Bildquelle: Oracle

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