SAP- und Oracle-Kunden unsicher bei Upgrade-Plänen

Spinnaker hilft über die Support-Hürden

Große Unsicherheit bei SAP- und Oracle-Kunden diagnostiziert Spinnaker Support nach zwei Umfragen unter den ERP-Kunden dieser Softwarehäuser, die in diesem Jahr durchgeführt wurden. Demnach sind jeweils über 70 Prozent der Kunden dieser beiden Softwarehäuser unsicher, ob die Produkte S/4Hana bzw. E-Business Suite (EBS) in ihrem Unternehmen eine Zukunft haben.

Matt Stava, CEO bei Spinnaker Support, sieht sich in seiner Prognose bestätigt, dass 2015 zum Wendepunkt im Markt für Fremdwartung wird. Viele IT-Chefs sehen darin heute eine „smarte Option“, so Stava – und man sei mit dem Angebot auf dem richtigen Weg. Der Rechtsstreit zwischen Oracle und Rimini Street werde „weitere Unternehmen in den sicheren Hafen bei Spinnaker Support treiben“.

Der Anbieter von Fremdwartung mit Sitz in Denver/USA steigerte die Zahl seiner Kunden nach eigenen Angaben im 1. Halbjahr um 22 Prozent auf 432 Unternehmen in 74 Ländern. Auch die Anwendergruppen der beiden Softwarekonzerne – DOAG und DSAG – hatten immer wieder deren Supportstrategien kritisiert. Und auch der Spinnaker-Rivale Rimini Street konnte trotz des Rechtsstreits mit Oracle im 2. Quartal 2015 um 36 Prozent auf 27,8 Mio. Dollar steigern; weltweit wurden 92 neue Mitarbeiter eingestellt, so dass es nun fast 600 Mitarbeiter sind.

Zurück zu Spinnaker: Stava hat den Oracle-Support im ersten Halbjahr personell um 46 Prozent aufgestockt, auch wegen der beiden größten Siebel- und Oracle-Datenbank-Verträge der Firmengeschichte. Beide Kontrakte seien bezeichnenderweise in der Region EMEA unterzeichnet worden, aufgrund des Nachholbedarfes dort. Der Siebel-Support wird an DNA geliefert, ein finnisches Telekom-Unternehmen, während Orange Mobile in Israel nun mehr als 350 Datenbanken fremdwarten lässt.

In Nordamerika verwende bereits ein Drittel der neuen EBS-Kunden eine Mischung aus Software-Wartung und „Managed Services“, so Stava. Angesichts vieler am Jahresende auslaufender SAP-Wartungsverträge und der ungewissen S/4Hana-Roadmap rechnet er mit einem großen Interesse aus dem SAP-Kundenkreis und wachsenden seiner Vertriebspipeline im 2. Halbjahr. Und ein im 1. Halbjahr lanciertes Angebot für den iSeries-Support bei Anwendern JD Edwards hätten 23 Kunden bereits angenommen.

Laut einer Spinnaker-Umfrage haben sich 76 Prozent der SAP-Kunden entweder noch nicht für einen Umstieg auf S/4Hana entschieden – oder bereits dagegen. Diese Skepsis führt Stava vor allem auf drei Gründe zurück: Es sei noch zu früh für ein Commitment. Außerdem seien die Lizenz- und Support-Kosten noch unklar und die Frage nicht eindeutig beantwortet, wie SAP kundenspezifische Anpassungen unterstützt.

Eine zweite Umfrage sollte das Vertrauen der EBS-Anwender in die Zukunft des Oracle-Supports für diese ERP-Software und ihre Weiterentwicklung ermitteln – auch vor dem Hintergrund der Cloud-Strategie des Herstellers. Weil Oracle bis heute noch kein künftiges EBS-Release angekündigt habe, sei er nicht überrascht über die Zweifel an der Fortführung von Oracle-Support und -Entwicklung, die 73 Prozent der Antworten zum Ausdruck brachten, konstatiert Stava.

www.spinnakersupport.com

www.sap.de

www.oracle.de

www.riministreet.com/de

www.dsag.de

www.doag.org

Bildquelle: Thinkstock/iStockphoto

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