Uni Elektro beschleunigt SAP-Datenverarbeitung deutlich

SSD-Speicher mit Datenkomprimierung

Um Verfügbarkeit und Performance der Geschäftsprozesse auf SAP-Basis weiter zu verbessern, setzte der IBM-Partner UBL ein innovatives Konzept für den Elektrofachgroßhändler Uni Elektro um: In einer der bisher größten Installationen von SSD-Speicher mit der IBM Real-time Compression Technologie konnte eine Verringerung des Platzbedarfs um bis zu 80 Prozent erzielt werden.

Die Firmenzentrale von Uni Elektro in Eschborn beherbergt auch die beiden Rechenzentren für den SAP-Betrieb.

Vor der Modernisierung basierte die SAP-Infrastruktur von Uni Elektro, einem Unternehmen mit über 1.200 Mitarbeitern in 80 Niederlassungen und einem jährlichen Umsatz von 457 Mio. Euro, auf Power6-Servern in zwei Rechenzentren. Sie sind auf dem Gelände der Eschborner Firmenzentrale angesiedelt und hochverfügbar per Cross Site Mirroring gespiegelt. Die Intel-Umgebung bestand aus zwei Blade Centern mit Vmware ESX-Hosts, einer Citrix-Farm sowie Mail- und Fileservern mit DS4700- bzw. DS3400-Plattenspeichern von IBM.

Zur Konsolidierung der Power- und Intel-Infrastruktur bei gleichzeitiger Performance-Steigerung realisierte UBL eine gespiegelte Server- und Storage-Umgebung mit Power7-i-Servern, den vorhandenen Blade Centern, Storwize-Speicher V7000 und einem SAN Volume Controler (SVC) als Stretched Cluster. Das heißt: Beide Rechenzentren halten identische Umgebungen vor.

Die räumlich getrennten Knoten des SVC-Clusters ermöglichen ein transparentes Failover, wodurch eine Hochverfügbarkeit des Speichers erzielt wird. Ein möglicher Ausfall der Speicherumgebung eines RZ würde somit von den angeschlossenen Servern in keiner Weise wahrgenommen werden, da diese mit virtuellen Platten arbeiten. Die Spiegelung über beide Rechenzentren erfolgt durch den SVC. Die Datensicherung läuft auf einer IBM-Bandbibliothek TS3500, die Datenspeicherung in der Storwize - jeweils auf 21 SSD-Speichern und 49 HDD-Disks.

Ein besonderer Vorteil des neuen Konzepts entsteht dadurch, dass die SAP-Daten nun komplett auf SSD-Speichern liegen, was zu sehr viel kürzeren Antwortzeiten führt. Der hohe Grundpreis der SSD relativiert sich in diesem Fall durch den Einsatz der Echtzeitkomprimierung von IBM, da nur ein Fünftel des normalen Speicherplatzes benötigt wird.

„Die Kombination der SSD-Platten mit der IBM-Technologie Real-time Compression hat uns eine deutliche Performancesteigerung bei gleichzeitiger Verringerung der Platzbedarfs um bis zu 80 Prozent gebracht", resümiert Michael Brünnemann, Technischer Leiter IT bei Uni Elektro, den Erfolg des Projekts. Real-time Compression komprimiert die Daten vor dem Speichern und dekomprimiert diese wieder beim Auslesen. So konnte laut Brünnemann der Platzbedarf der SAP-Anwendungsdaten erheblich verringert werden, „ohne nennenswerten Einfluss auf die hohe Performance des SSD-Speichers zu nehmen.“

www.ubl-is.de

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