Assystem erarbeitet DIN SPEC für die IoT-Kommunikation

Standards für die datengetriebene „Industrie 4.0“

Assystem hat die Erarbeitung einer neuen DIN SPEC für ein „Referenzmodell für die industrielle Cloud Federation“ initiiert. Kick-off des Projektes war am 9. März; der Standard soll bereits Ende 2018 fertiggestellt werden.

Bildquelle: Assystem / Power best / Shutterstock.com

Der neue DIN-Standard 92222 soll dazu beitragen, dass auf dem Shop-Floor die Informationen in Echtzeit bereitstehen.

Die Innovationen bei Dienstleistungen und zunehmend datengetriebene Geschäftsmodelle im Umfeld der „Industrie 4.0“ erzeugen neue technische Anforderungen an die Kommunikation zwischen Maschinen und IT-Infrastruktur. Um die notwendige Interoperabilität und Kommunikation sicherzustellen, hat Assystem die Standardisierung eines entsprechenden „Referenzmodells für die industrielle Cloud Federation“ initiiert.

Partner aus Industrie und Forschung, neben Assystem u. a., Cedalo, DKE, die Fraunhofer-Gesellschaft, GE, Hitachi, IBM, Kuka, Microsoft, Phoenix Contact, Robert Bosch, Schaeffler, der Branchenverbände Bitkom und VDMA erarbeiten unter der Projektleitung des Deutschen Instituts für Normung e.V. (DIN) die SPEC 92222.

Wirtschaftlicher Erfolg ist zunehmend abhängig davon, wie die IT-Infrastruktur der Firma die Integration von Informationen und Daten externer Systeme oder Maschinen meistert. Diese Herausforderung hat Assystem gemeinsam mit Kunden und Partnern erkannt und die Erarbeitung einer neuen DIN SPEC initiiert.

Kommunikation von Maschinen

Betrachtet wird hierbei die Kommunikation von Maschinen (bzw. sogenannter Edge-Komponenten) in die Cloud eines fertigenden Unternehmens sowie unternehmensübergreifend zu weiteren Cloud-Systemen. Der Standard soll die Interoperabilität und Kommunikation zwischen beteiligten IT-Teilsystemen sowie physikalischen Geräten sichern; er richtet sich insbesondere an Betreiber und Hersteller von Maschinen und Anlagen, die Cloud-basierte Dienste und Systeme anbieten und nutzen, sowie an Anbieter von Remote-Services.

Konkrete Use-Cases stellen die Ausgangsbasis dar, um Lösungsmuster zu definieren. Diese werden in Form von Tests mit realer Hardware exemplarisch umgesetzt, so dass die Ergebnisse und Erfahrungen direkt in das Standardisierungsprojekt einfließen können. In Zusammenarbeit mit dem Cloud2Cloud-Testbed des Labs Network Industrie 4.0 (LNI 4.0) werden an Hand konkreter Fragestellungen des Mittelstands Inhalte des Standards zusätzlich praxisnah validiert.

Aus DIN SPECs können  Normen werden

Für den Erfolg einer Idee ist häufig entscheidend, wie schnell sie im Markt verbreitet wird. Die DIN SPEC ist der kürzeste Weg von der Idee zum Produkt. Keine Konsenspflicht und kleinere agile Arbeitsgruppen ermöglichen es, eine DIN SPEC innerhalb weniger Monate zu erarbeiten. Die DIN SPEC ist ein hochwirksames Marketinginstrument, das dank der anerkannten Marke DIN für eine große Akzeptanz bei Kunden und Partnern sorgt. DIN sorgt dafür, dass die DIN SPEC nicht mit bestehenden Normen kollidiert, und veröffentlicht die Standards auch international. Eine DIN SPEC kann die Basis für eine DIN-Norm sein.

Assystem Technologies, ein weltweit agierender Anbieter für Engineering-Dienstleistungen, Qualitätssicherung und Beratung mit rund 14.000 Mitarbeitern in 25 Ländern, verfügt über technische Know-how und Expertise bei komplexen und kritischen Systemen, erwirtschaftete 2017 rund 1 Mrd. Euro Umsatz. Die Tochter Assystem Germany bietet mit 1.100 Mitarbeitern an 13 Standorten in Deutschland Engineering- und Produktlösungen für die Branchen Automotive, Aerospace, Industry und Transportation.

Das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN) ist die unabhängige Plattform für Normung und Standardisierung in Deutschland und weltweit. Als Partner von Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft trägt DIN wesentlich dazu bei, Innovationen zur Marktreife zu entwickeln und Zukunftsfelder wie Industrie 4.0 und Smart Cities zu erschließen. Rund 33.500 Experten aus Wirtschaft und Forschung, von Verbraucherseite und der öffentlichen Hand bringen ihr Fachwissen in den Normungsprozess ein, den DIN als privatwirtschaftlich organisierter Projektmanager steuert.

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