Klartext von Nadine Riederer CEO bei Avision

Standardsoftware reicht nicht immer

Unternehmen sind auf passende Software angewiesen, die ihre spezifischen Probleme löst. Hier stellt sich schnell die Gretchenfrage: Die Software selbst entwickeln oder lieber vorgefertigte Lösungen kaufen?

Nadine Riederer, CEO bei Avision

Zugegeben, viele Legacy-Anwendungen sind nicht mehr State-of-the-Art, verwenden antiquierte Technologien – und das Lesen ihres Codes erinnert an das Entschlüsseln von Hiero­glyphen. Dennoch: Es gibt viele Vorteile, warum man sich den Griff zu externen Standardlösungen zweimal überlegen sollte. Mit der richtigen Wartung lässt sich schließlich Legacy-Software von Anfang an verhindern, so dass vier gute Gründe für die Entwicklung eigener Software sprechen: 

1. Standard-Software löst nur Standard-Probleme. Der Griff zu vorgefertigten Lösungen scheint reizvoll – und die Angebote auf dem Markt sind vielfältig. Aber auch unter Beachtung der Individualisierungsmöglichkeiten dieser Produkte gilt, dass eine maßgeschneiderte, selbst geschriebene Software auf die Anforderungen eines Unternehmens exakter abgestimmt ist.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

2. Eigener Code verhindert Abhängigkeiten. Wer sich auf die Technologien externer Anbieter verlässt, gibt ein Stück weit die Kontrolle darüber ab und ist z.B. darauf angewiesen, dass der Betreiber Sicherheitslücken rechtzeitig schließt und das Produkt auch zukünftig noch unterstützt.

3. Interne Lösungen beugen Architektur-Puzzle vor. Das Zusammenspiel zwischen verschiedenen Anwendungen unterschiedlicher Anbieter ist keine Selbstverständlichkeit. Die Verknüpfung mehrerer Technologien und Applikationen erfordert zudem passende Schnittstellen, was schnell zu Problemen führt. Selbst geschriebene Software verhindert diesen Architektur-Flickenteppich, denn dann wird die Software von Grund auf mit passenden Schnittstellen versehen.

4. Die richtige Strategie verhindert Legacy-Software. Das Bild verstaubter Alt-Anwendungen, die im Hintergrund ihren Dienst verrichten, ist allgegenwärtig. Wer allerdings die eigene Software stets up to date hält, lückenlos dokumentiert und etwaige Sicherheitslücken rasch schließt, verhindert Legacy-­Software bereits im Ansatz. 

Bildquelle: Avision

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