In den zwölf Monaten bis Juni 2023 wurden laut Studie weltweit mehr als 390.000 neue POS-Software-Installationen vorgenommen. Dies habe zwei Gründe: Einerseits die Marktexpansion mit dem Einsatz von neuen POS-Geräten (wie z. B. Selbstbedienungs- oder mobilen Touchpoints) in bestehenden und neu eröffneten Geschäften, andererseits den Wechsel des Software-Anbieters für bestehende Geräte.
Den größten Anteil an den weltweiten Neuinstallationen von POS-Software hatten demnach mit jeweils 11 Prozent die beiden Hersteller NCR Voyix und Flooid (ehemals PCMS). NCR Voyix wird als führend bei Betreibern von Lebensmittelgeschäften und im Gastgewerbe eingestuft, gewinnt ab er auch große Tankstellenketten in den USA und globale Fast-Food-Marken als Kunden.
An dritter Stelle steht Oracle, das Software für große internationale Unternehmen des Hotel- und Gaststättengewerbes sowie für Softgoods anbietet, während Toshiba mit ebenfalls sechs Prozent vor allem in Nord- und Südamerika sowie in Japan eine starke Präsenz im Lebensmitteleinzelhandel hat. Die deutsche Fujitsu-Tochter GK Software rundet die fünf größten Anbieter von Neuinstallationen weltweit ab und ist mit fünf Prozent der Neuinstallationen vor allem bei großen Supermarktketten in Europa und den USA erfolgreich.
Weitere wichtige Anbieter sind Diebold Nixdorf, das Kunden in allen Regionen hat, die chinesischen Anbieter Heading und Shiji Group sowie die japanischen Firmen NEC und Fujitsu. Die Analysten werteten für die Studie die Installationszahlen von über 120 POS-Software-Anbietern in 48 Ländern aus. In die Erhebung fließen nur Handelsunternehmen und Projekte mit mehr als 1.000 Kassensystemen ein.
Die Untersuchungen von RBR Data Services zeigen, dass diese Softwareanbieter auch mit Firmen konkurrieren, die sowohl Hardware als auch Software liefern. Zu solchen Anbieter, die im letzten Jahr mit großen Ketten zusammengearbeitet haben, gehören Aptos und die Tochtergesellschaft LS Retail, Enactor, Extenda Retail, die Berliner Gebit Solutions und Jump Mind. Alternativ dazu implementieren laut Studie „viele führende Einzelhändler“ weiterhin proprietäre POS-Software, darunter der Riese Walmart und die Restaurantkette Taco Bell in den USA. In den nächsten fünf Jahren prognostiziert die Studie zwei Millionen neue POS-Software-Implementierungen – und das zusätzlich zu Upgrades älterer Versionen.
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