Finanzvorstand Luka Mucic strebt deutlich mehr Widerstandsfähigkeit und Planungssicherheit an.
Offenbar macht sich der Strategiewechsel von CEO Christian Klein bezahlt, der den früheren Fokus auf Akquisitionen ad acta legte und wieder auf Integration setzt. So gewinnt SAP offenbar Vertrauen der Kunden und Partner zurück – und sichert damit das langfristige Überleben. Hinzu kommen ein deutliches Wachstum beim Cloud-Neugeschäft und ein nach eigenem Bekunden „starker Start“ mit dem Angebot „Rise with SAP“, das Kunden helfen soll, ihre Transformation in der Cloud voranzutreiben; allein im ersten Quartal habe man über 100 Verträge abgeschlossen.
„Mittelfristig wird die beschleunigte Umstellung der SAP auf das Cloudgeschäft das Umsatzwachstum beschleunigen und unserem Unternehmen deutlich mehr Widerstandsfähigkeit und Planungssicherheit verleihen“, wird Finanzvorstand Luka Mucic in der Presseinformation zitiert – und hob des Ausblick für das Gesamtjahr 2021 leicht an. Er geht von einem Rückgang der Softwarelizenzerlöse im Gesamtjahr aus, da sich mehr Kunden für das Subskriptionsangebot „Rise with SAP“ zur Abwicklung ihrer geschäftskritischen Kernprozesse entscheiden. Nun prognostiziert der 2013 angetretene Finanzvorstand Mucic Cloud- und Softwareerlöse zwischen 23,4 Mrd. und 23,8 Mrd. Euro (2020: 23,23 Mrd. Euro) und ein Betriebsergebnis zwischen 7,8 Mrd. und 8,2 Mrd. Euro (2020: 8,28 Mrd. Euro).
Übrigens: Für das erste Quartal wurden mehr als 400 weitere Kunden für S/4 Hana gemeldet, deren Gesamtzahl damit gegenüber dem Vorjahr um über 16 Prozent auf mehr als 16.400 gestiegen ist. Als Beispiel nennt SAP Unilever, Biontech, Ikea, BMW, Yamaha Motor Company, Toshiba, Astra Zeneca, Zalando, Deichmann und B. Braun. Von den S/4-Kunden hätten über 9.600 bereits den Produktivbetrieb aufgenommen, heißt es aus Walldorf, darunter z.B. Akzo Nobel, Daikin Chemicals, Google, Bosch Siemens Hausgeräte oder Douglas. Und: Über 50 Prozent dieser 400 hinzugewonnenen S/4-Hana-Kunden seien Neukunden für SAP.
Bildquelle: SAP