Richtlinienbasierte Datenverwaltung für alle Speichertypen

Stronglink mit LTFS-Funktion

Strongbox Data Solutions, ein kanadischer Anbieter autonomer Datenmanagement- und Archivierungssoftware, hat im Juni die zweite Generation seiner Daten- und Speicherressourcen-Verwaltungssoftware Stronglink angekündigt. Sie soll deutliche Leistungsverbesserungen durch Scale-Out sowie eine optionale LTFS-Funktion mit nativer Unterstützung für Bandbibliotheken aller Hersteller bieten.

  • Stronglink LTFS ist der Nachfolger der NAS-Appliance Strongbox LTFS, die seit über 13 Jahren einen einfachen, dateibasierten Zugriff auf Bänder in einigen der größten Archive der Welt ermöglicht.

  • Strongbox-CEO Floyd Christofferson

Stronglink LTFS, nutzt aus Metadaten gewonnene Informationen über Dateien und Speicherressourcen, um richtlinienbasierte Datenverwaltungsaktionen zu automatisieren. Dabei können Speichersilos verschiedener Anbieter überbrückt werden, um Metadaten aus Dateisystemen sowie benutzerdefinierte Metadaten über die Dateien zu aggregieren. Außerdem können Benutzer über Standarddateiprotokolle auf Dateien in jedem Speichertyp zugreifen, unabhängig davon, ob der zugrunde liegende Speicher dieses Protokoll unterstützt oder nicht.

Das Stronglink-LTFS-Feature nutzt nicht nur die Standard-Dateiprotokolle NFS oder CIFS (SMB), sondern auch das native S3-Format von Amazon, um private Clouds zu betreiben. Ein Rest-basiertes API erlaubt eine engere Integration von Applikationen, um die Performance in verschiedenen Umgebungen zu maximieren.

Automatische Zuweisung von Speicherressourcen

Strongbox-CEO Floyd Christofferson verspricht den Kunden „ein noch nie dagewesenes Maß an Skalierbarkeit, Kontrolle und Wahlmöglichkeiten bei der Verwaltung ihrer Daten". Das neue Produkt sei so konzipiert, dass es automatisch die Zuweisung von Speicherressourcen und Richtlinien steuert – und zwar unabhängig davon, welche Speicherplattform sie heute haben oder vielleicht morgen hinzufügen möchten.“

Gemäß den Richtlinien kann das System automatisch inaktive Daten aus primären Speicherebenen ausladen, ohne den Benutzerzugriff zu unterbrechen, um eine Air-Gap-Replikation (mit Kopien im Tresor) zum Schutz vor Lösegeldforderungen zu ermöglichen oder automatisch ein echtes aktives Archiv auf dem kostengünstigsten Speicherplatz zu erstellen, entweder vor Ort oder in der Cloud.

Im Gegensatz zu anderen Systemen ist Stronglink mit „Any-to-Any“-Funktionen für die Datenbewegung ausgestattet, muss sich also nicht auf Stubs, Symlinks, Agenten oder andere proprietäre Haken oder auch Änderungen an Dateisystemen verlassen. Die Daten lassen sich also gemäß Richtlinie direkt von jeder Speicherebene oder von jedem Speichertyp auf jede andere Ebene oder jeden anderen Typ, einschließlich Band, verschieben, ohne dass ein zusätzlicher Zwischenspeicher erforderlich wäre. Für große Multi-Petabyte-Datenumgebungen bedeutet dies erhebliches Einsparpotential bei den Infrastrukturkosten, beim Stromverbrauch und beim Platzbedarf im Rechenzentrum. Und im Gegensatz zu anderen Systemen richtet sich der Preis von Stronglink nicht nach der Kapazität der zu verwaltenden Daten. Das heißt: Die Kosten steigen im Laufe der Zeit nicht, selbst wenn die Datenmengen des Kunden unweigerlich wachsen werden.

Über StrongBox Data Solutions

Am 22. März 2016 verkaufte Crossroads sein Produktgeschäft an das kanadische Unternehmen Strongbox Data Solutions Inc. Für den Nettoerlös von 1,85 Mio. US-Dollar in bar wurde das gesamte Produktportfolio und Wartungsgeschäft erworben, einschließlich seiner Speicherprodukte Strongbox und Sphinx. Als Teil des Kaufvertrags wechselten zum 27 Mitarbeiter von Crossroads zu SDSI

Die NAS-Appliance Strongbox ermöglicht eine NAS-Verbindung zu schnellen all Tape Libraries, wobei laut Hersteller die Vorteile von Festplatte und Band miteinander kombiniert werden. Das sei „nahezu hardware-unabhängig“ möglich, würden alle gängigen LTFS-Laufwerke und Libraries schnell unterstützt.

Bei dem im März vorgestellten neuen Nachfolgeprodukt Stronglink steht das Speichermanagement im Vordergrund. Dabei geht es um das konstante Migrieren von Daten zwischen den Speicherhierarchien – und um die Metadaten und ihre Indexierung. Das „intelligente“ Datenmanagement beobachtet die im Rechenzentrum oder in den Clouds gespeicherten Daten und verschiebt die auf zu teureren oder zu schnellen Speicherplätzen abgelegten Daten auf günstigere, langsamere Medien mit höherer Kapazität. Die Kunden können dafür spezielle Regeln definieren, die dann automatisch abgearbeitet werden.

Bildquelle: Strongbox Data Solutions Inc.

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