Feilen am Bestands­management

„Supply Chain Management“ bei Rossmann

Warum das Bestandsmanagement bei Rossmann komplex ist, machen schon drei Zahlen deutlich: 1.950 Filialen deutschlandweit, bis zu 20.000 Produkte pro Filiale und rund 50 Millionen „Stock Keeping Units“ (SKUs). Entsprechend flexibel und zuverlässig muss die Software sein, mit der die Drogeriemarktkette seine Warenflüsse managt.

  • Software für die regalgerechte Filialdisposition bereits in Arbeit

Gesucht war eine Software für das „Supply Chain Management“ (SCM), um die Bestände zu optimieren – unter Berücksichtigung von filialspezifischen Abverkaufsmustern, Kampagneneffekten und saisonalen Schwankungen. Da sich außerdem die Filialen in puncto Sortimentsbreite und -tiefe stark unterscheiden, muss die neue SCM-Software diese Faktoren in der Bestandsplanung zuverlässig abbilden.

Zum Einsatz kommt jetzt die Software von Relex Solutions. Für jede Filiale erstellt sie individuelle Regeln und Prognosen, weist frühzeitig auf künftige Bedarfe hin und verbessert so die Verfügbarkeit auch bei Kampagnenprodukten. Für die tagesgenauen, automatisierten Prognosen und Bestellvorschläge nutzt die Software über 3.000 Kombinationen aus verschiedenen Forecast-Modellen und diversen Parametern wie beispielsweise Umschlagmustern der Vorjahre, saisonalen Effekten, Werbekampagnen und Mindestbestellmengen. Diese Informationen stammen aus dem ERP-System des langjährigen AS/400-Anwenders Rossmann. Aufgrund der rund 50 Mio. SKUs ist auch die Performance der Software wichtig; deshalb werden die Daten des ERP-Systems in einer eigens von Relex entwickelten Big-Data-Datenbank gespeichert. Aufgrund des Spaltenlayouts werden die vielen Millionen Datensätze kompri­miert – und die Berechnungen finden „in Memory“ statt, also im Arbeits­speicher. Rossmann erhält so feinma­schige und tagesgenaue Prognosen in Echtzeit, sogar auf Filialebene.

Bislang hatte Rossmann die Bestände der sechs Regionalläger, des Zentral­lagers und der Filialen mit zwei ge­trennten Systemen geführt – seit 1996 mit einer Software zur Versorgung der Lagerstandorte und seit dem Jahr 2000 mit einer weiteren Software zur Versorgung der Verkaufsstellen. Das starke Kampagnengeschäft und die Saisonware machten zwei ­weitere Dispositionstools notwendig, die Rossmann selbst programmiert hat. Darüber hinaus entwickelte Rossmann diverse Steuerungs­systeme, um den immer größer werdenden Warenfluss zu organisieren. Damit wuchs im Laufe der Jahre auch die Komplexität, die nun durch eine integrierte Gesamt­lösung vermieden werden soll. Gemeinsam mit Relex entwickelt Rossmann jetzt auch eine Software für die regalgerechte Filialdisposition.

 

 

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