Logistics Data Cloud auf dem Deutschen Logistik-Kongress

Supply Chain ohne Medienbrüche

„Die vollkommen digitalisierte Supply Chain ohne Medienbrüche ist jetzt Wirklichkeit!“ Dieses Credo untermauert Dr. Martin Fischer, Geschäftsführer der Lobster GmbH aus Pöcking, mit seiner Datenintegrations-Software, die alle Daten über Dutzende von Kanälen in einem System zusammenführt. Natürlich auch mit Track & Trace. In Echtzeit. Und mit der Logistics Data Cloud sogar „als Plug & Play für jedermann“.

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Lobster versteht sich als Hersteller von Standardsoftware für Daten- und System- sowie operative Prozessintegration und Digitalisierung. Auf dem Deutschen Logistik-Kongress in Berlin will Fischer vom 23. bis 25. Oktober an Stand L/05 (direkt am Eingang) vorführen, wie schnell, einfach und effizient die Umsetzung mit dem Produktportfolio und dem cloudbasierten Portal, der Logistics Data Cloud, gelingen kann.

Touren-Monitoring direkt mit dem Dashboard

Neu ist das Software-Feature Sendungsverfolgung in Echtzeit. „Wir haben […] über eine technische Partnerschaft den Zugang zu über 150 Telematiksystemen realisiert und können unseren Kunden nun ein umfassendes Touren-Monitoring inklusive ETA-Berechnungen und Eskalationsmanagement bei Abweichungen vom Sollprozess bieten“, erklärt Holger Klöß, Geschäftsführer Lobster SCM GmbH. Das sei wichtig, denn das schaffe Transparenz bei Prozessen und Daten.

„Medienbrüche waren gestern“, verweist Klöß auf die workflow- und ereignisbasierte Konfiguration der Geschäftsregeln. Dies erlaube etwa in der Beschaffungslogistik die Automatisierung von Prozessen mit Lieferanten und Spediteuren. Auf Basis einer Bestellung in Lobster_scm könne der Lieferant Bestellpositionen bestätigen, einen Lieferschein auf Basis der übernommenen Daten erstellen und einen Warenanhänger drucken. Der Besteller erhält dann ein Lieferavis per EDI und scannt die Warenanhänger im Wareneingang.

Zusätzlich werden systemgestützt aus Lieferscheinen Sendungen und die Ware kann über Statusinformationen auf Basis von Meilensteinen nachverfolgt werden. Das Ziel ist es laut Klöß, Prozesse mit Partnern durch die elektronische Anbindung per EDI, Webservice oder Web-Portal zu beschleunigen.

Netzwerk-Transparenz und Tracking-Effizienz

Neben seinen Softwareprodukten präsentiert sich Lobster mit der Logistics Data Cloud auch als operierender Portalanbieter für Daten in der Logistik – und verspricht damit „ein umfassendes SCM für alle“. Jetzt liege die Verantwortung für Supply Chain Management nicht mehr bei einzelnen Unternehmen, so Fischer. Vielmehr sei es den Kunden möglich, Daten mit allen Teilnehmern der Lieferkette auszutauschen. So können Wettbewerber entlang der gesamten Transportkette wie Shipper, Forwarder, Carrier, 3rd Parties etc. zusammenarbeiten.

„Unser Ansatz einer neutralen Plattform bewährt sich im Alltagseinsatz bei mittleren und großen Unternehmen“, erklärt Rolf Henrich, Geschäftsführer der Logistics Data Cloud. Und die Nachfrage steige, auch wegen der einfachen und kostengünstigen Anbindung ohne langwierige Konfigurationszeiten. „Bei uns können Kunden auch einfach mal drei Monate die Plattform testen und abwägen, ob sie dadurch einen Mehrwert verspüren“, erklärt Henrich. Zudem erreicht man mit einer einzigen Anbindung alle anderen Partner, die jeweils auf Basis Ihrer bereits verfügbaren Möglichkeiten (von Excel bis ERP) angebunden werden.

Ein Anwender ist die Lufthansa Technik Logistik Services GmbH. „Durch die Verwendung der Logistics Data Cloud erhalten wir 12 Prozent mehr Trackinginformationen für unsere eingehenden Sendungen und reduzieren den manuellen Nachverfolgungsaufwand für mehr als 5.000 Transaktionen“, berichtet Harald Kolbe, Head of Digital Innovation Lufthansa Technik Logistik Service. Und auch Lufthansa Cargo hat bereits mehrere Use Cases umgesetzt, berichtet Boris Hueske, Head of Digital Transformation Lufthansa Cargo AG. Zusätzliche Informationen, die bisher in den Legacy-Systemen nicht oder nur unzureichend abgebildet werden konnten, werden mit der Logistics Data Cloud als „zentraler Datendrehscheibe“ jedem berechtigten Partner in der globalen Lieferkette zur Verfügung gestellt. „Hierzu zählen beispielsweise Produkt-, Packstückdaten, Containerinformationen, Dokumente oder Fotos“, so Henrich. Anfang 2020 solle der Marktplatz der Logistics Data Cloud weiter ausgebaut werden und vermehrt Dienstleistungen und Apps von Drittanbietern zur Verfügung stellen. Aber auch Lobster selbst will mit eigenen Anwendungen vertreten sein. „Derzeit planen wir eine eigene Sendungserfassung, die wir ebenfalls 2020 präsentieren möchten“, kündigt Henrich an.

But first: Datenintegration!

Sowohl bei dem Softwareprodukt Lobster_scm als auch bei dem Portal können bestehende Verbindungsstandards ohne Probleme weiter genutzt werden. Denn im Hintergrund regelt Lobster_data als zentraler „Dolmetscher“ die Daten- und Businessintegration. Die Heterogenität der Systeme sei kein Grund für Datensilos mehr, betont Fischer. Hierfür habe man mittlerweile über 4.000 Vorlagen für Schnittstellen zu ERP-Systemen integriert und unterstütze alle gängigen Protokolle zum Datenaustausch. Mit Unterstützung für rund 10.000 Industriestandards sei die Software somit auf alle Anforderungen bestens vorbereitet.

„Diese digitalen Standards fungieren als eine Art gemeinsame Sprache, wenn es um den Datenaustausch in und zwischen Unternehmen, Produkten und Kunden geht“, erklärt Fischer. Standards und Datenintegration sind seiner Meinung nach der Schlüssel zum Erfolg von Projekten zur digitalen Vernetzung und Automatisierung der Prozesse – sowohl innerhalb eines Unternehmens (EAI) als auch bei der Anbindung an externe Partner-Unternehmen (EDI).

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