Ottobock und Allgeier beenden Gespräche über Joint-Venture

Sycor bleibt eigenständig

Die Göttinger IT-Tochter Sycor wird von der Mutter Ottobock nicht wie geplant in ein Joint-Venture mit dem Münchener Systemhaus Allgeier eingebracht. Die seit November laufenden Fusionsgespräche sind jedenfalls beendet worden.

Der Sycor-Standort Göttingen

Nach den geplatzten Fusionsgesprächen: Sycors Standort Göttingen soll ausgebaut werden.

Die Münchener Allgeier SE hatte am 8. November einen „Letter of Intent“ mit der Otto Bock Holding GmbH, Duderstadt, für einen Zusammenschluss der Allgeier Enterprise Services AG mit der Sycor GmbH unter einer neuen Holdinggesellschaft unterzeichnet. Im Rahmen der Gespräche über eine „strategische Road-Map“ bis zu einem Börsengang der neuen Holding wurden aber unterschiedliche Auffassungen über die Organisation und Unternehmensführung der Holding, über das Branding der fusionierten Unternehmen und über das Ziel eines Börsengangs deutlich. „Daher sind die Beteiligten heute übereingekommen, die Fusionsgespräche zu beenden“, heißt es in der Presseinformation von Ottobock. „Der geplante Zusammenschluss wird nicht stattfinden“, doppelt man bei Allgeier nach.

Ursprüngliches Ziel war ein Zusammenschluss der jeweiligen SAP- und Microsoft-Bereiche von Sycor und der Allgeier Enterprise Service AG (AES). Entstehen sollte eine neue Holding in der Rechtsform einer SE. Der Name des neuen Unternehmens sollte den Markennamen Sycor enthalten, die SE ihren Sitz in Göttingen haben. Mittelfristig sollte die neue Holding an die Börse gehen. Diese Pläne wurden nun ad acta gelegt.

Fusion geplatzt, Börsengang angestrebt

„Sycor beendet hiermit seine Partnersuche“, heißt es von Ottobock. Man sei nun überzeugt, das strategischen Ziel, einer der führenden Full Service-Anbieter für SAP- und Microsoft-Services im wachsenden IT-Beratungsmarkt zu werden, mit vollem Commitment der Ottobock Holding zu erreichen, die zu 100 Prozent der Unternehmerfamilie Näder gehört.

Die enge partnerschaftliche Zusammenarbeit von Sycor mit dem Medizintechnikunternehmen werde intensiviert, heißt es. Und weiter: „Sycor wird sich weiter aktiv an der Konsolidierung des Marktes beteiligen und dafür von der Mutter entsprechend finanziell ausgestattet werden. Das mittelfristige Ziel eines Börsengangs wird aufrechterhalten.“ Dazu wird Sycor noch im Lauf des Jahres in eine Europäische Aktiengesellschaft (SE) und damit börsenfähige Rechtsform umgewandelt.

Bildquelle: Sycor

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