Adel Al-Saleh, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom und CEO von T-Systems: „Alles wird Cloud!“
„Alles wird Cloud“, sagt Adel Al-Saleh, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom und CEO von T-Systems. „Die Kunst ist nicht mehr, Rechner zu betreiben, sondern Arbeitsprozesse intelligent in hochautomatisierten Infrastrukturen abzubilden, die wir Cloud Computing nennen. Darauf richten wir konsequent unser Unternehmen aus.“ Im Rahmen der neuen Strategie will er die Ausbildung von Cloud-Experten intensivieren und die Open Telekom Cloud ausbauen.
Die Investitionen in den Ausbau der Cloud-Services sollen sich in Summe auf einen dreistelligen Millionenbetrag belaufen. Mehr als 3.000 Cloud-Experten arbeiten bereits für T-Systems. Der IT-Dienstleister will darüber hinaus 5.000 weitere Mitarbeiter zu Spezialisten mit Cloud-Know-how qualifizieren.
Mit Hilfe der Suite „Future IT Transformation“ (FITT) will T-Systems Altsysteme der Informationstechnik in die Neuzeit bringen; insgesamt sechs Module überführen etwa unflexible Cobol- oder Java-Programme in moderne Microservices, machen Informationen aus alten Datenbanken und Mainframe-Systemen nutzbar oder bringen Großrechnersysteme sicher und schrittweise in die Cloud. Rezept für den schnellen Umstieg wird das „Cloud Migration Framework“ genutzt; die Experten von T-Systems analysieren die Ausgangslage beim Kunden individuell, überführen dann die Anwendungen automatisch auf die Zielplattform und betreuen sie dort.
Dazu wurden auch die Partnerschaften mit den Hyperscalern ausgebaut. Kunden erhalten nun etwa eine Cloud-Lösung auf Basis von Microsoft Azure aus einer Hand mit nur einer einzigen Rechnung. Auch auf der Infrastruktur von Amazon AWS profitieren Kunden jetzt von einer schnelleren Migration in die Cloud. Zur Angebotspalette gehört ebenfalls Googles Cloud-Plattform GCP. T-Systems will somit auch Multi-Cloud-Landschaften für Kunden managen; die IBM Cloud wird in der Presseinformation nicht erwähnt.
Für alle Cloud-Lösungen verspricht der IT-Dienstleister zusätzlich Datensicherheit. Für Kunden mit höchsten Anforderungen an Compliance und Datenschutz erweitert T-Systems zudem die Kapazitäten der eigenen Public Cloud, der Open Telekom Cloud. Der Grund liegt auf der Hand: Die Zahl der Cyberattacken auf Netz- und IT-Infrastruktur von Unternehmen nimmt stetig zu. Das „Security Operations Center“ der Telekom behält täglich mehrere Millionen Angriffsversuche auf Unternehmen im Blick, um notfalls eingreifen zu können.
Zunehmend geraten nun auch vernetzte Maschinen ins Visier der Hacker. Mit dem neuen Angebot Magenta Industry Security dehnt die Telekom ihren Schutz daher auch auf Steuerungssysteme der produzierenden Wirtschaft aus.
Bildquelle: Deutsche Telekom