Msg Systems sieht fünf wichtige Handlungsfelder

Technische Aspekte der Sepa-Einführung

Die Anpassung von Systemen und Prozessen an die Erfordernisse der Single Euro Payments Area (Sepa), die Anfang Februar 2014 in Kraft tritt, ist ein komplexer Vorgang. Gerade die technischen Herausforderungen werden dabei unterschätzt, warnt der IT-Dienstleister Msg Systems – und nennt die fünf wichtigsten technischen Handlungsfelder für die Sepa-Einführung.

Demnach sind die fünf wichtigsten technischen Handlungsfelder für die Sepa-Einführung:

  • 1. Vielzahl der betroffenen Organisationseinheiten: Die Sepa-Umstellung ist nicht nur eine Sache der IT und der Buchhaltung. Bei Versicherern beispielsweise sind auch Vertragsverwaltung, Vertrieb und Hotline davon betroffen. Daher gilt es in allen Unternehmensbereichen, die mit dem Zahlungsverkehr befasst sind, Abläufe und insbesondere Systeme zu analysieren und anzupassen. Darüber hinaus müssen zahlreiche Mitarbeiter geschult werden, und zwar sowohl zu den Inhalten der Sepa-Umstellung als auch im Umgang mit den geänderten Abläufen und Anwendungen.
  • 2. Komplexität in den Prozessen: Sepa verlangt Änderungen in einer Vielzahl von Prozessen und Anwendungen. Die Tücke liegt dabei im Detail, wie das Beispiel Pre-Notification zeigt: Bei der Vorabanzeige an den Zahlungspflichtigen muss u.a. festgelegt werden, was geschehen soll, wenn eine Versandfrist verstrichen ist und sich kurzfristig Änderungen beim Vertrag oder bei den Konditionen ergeben. Das bedeutet beispielsweise Anpassungen in den Systemen zur Vertragsverwaltung sowie in In-/Exkasso- und Drucksystemen.
  • 3. Datenvolumen und Leitungs­kapazitäten: Durch die Umstellung der Systeme auf das einheitliche Datenformat XML verdreifacht sich die Datenmenge. Daher müssen sowohl Hardware als auch Leitungskapazitäten überprüft und bei Bedarf entsprechend aufgerüstet werden.
  • 4. Performance: Lastschriftdatenträger zu erstellen, ist ein aufwendiger Vorgang. Bei Sepa-Lastschriften kommen nun noch Mandatsprüfungen hinzu, außerdem müssen weitere Daten, etwa Referenznummern, ergänzt werden. Das erfordert eine höhere Performance in den Systemen. Der naheliegende Ansatz, das Mandat direkt an die Bankverbindung anzubinden, funktioniert nicht, da diese sich ändern kann. Deshalb muss das Mandat als separate Einheit in den Systemen hinterlegt werden.
  • 5. Länder- und Bankenspezifika: Zwar dient Sepa der Vereinheitlichung des europäischen Zahlungsverkehrs. Dennoch sind für einige Länder, beispielsweise in Bezug auf Nachrichtenformate, oder manche Finanzdienstleister u.a. bei der IBAN/BIC-Ermittlung, Besonderheiten zu beachten. Dies erfordert teilweise manuelle Prüfungen oder Ergänzungen bei den Daten.

    „Sepa ist mehr als nur Mandatsverwaltung und Umstellung auf IBAN und BIC“, so Volker Reichenbach, Mitglied im Msg-Vorstand. „Gerade die technischen Herausforderungen müssen individuell und sorgfältig analysiert werden. Denn der Erfolg eines Sepa-Projekts hängt entscheidend davon ab, dass von Anfang an die richtigen Rahmenbedingungen für die Umsetzung geschaffen werden – und zwar für sämtliche Beteiligten und alle Projektphasen.“


www.msg-systems.com

Bildquelle: stix / pixelio.de

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