Berzelius disponiert jetzt zentral mit Opheo

Telematik mit Smartphones

Die Berzelius Logistik Service GmbH (BLS) mit Sitz in Braubach steuert die an vier Standorten stationierten 27 eigenen Lkw jetzt zentral mit dem Transportmanagement- und Telematiksystem Opheo. So konnten Wegstrecken und Personalaufwand deutlich reduziert werden. Die individuell vereinbarte, termin- und fachgerechte Abholung von losen Kleinmengen, Containern oder Europaletten gibt den Kunden Planungssicherheit.

  • Abrollkipper mit einer Ladekapazität von 21 Tonnen zum Entleeren von Batteriesammelbehältern in loser Schüttung.

  • BLS-Geschäftsführer Matthias Ernst: „Eine Software für das zentrale Disponieren sämtlicher Fahrzeuge!“

BLS ist Teil der Berzelius-Metall-Gruppe, die aus vier Unternehmen besteht. Zum Firmennetzwerk gehören neben der BLS eine Primärbleihütte und zwei Sekundärbleihütten. Berzelius Metall beschäftigt rund 450 Personen, die pro Jahr rund 200.000 Tonnen Blei und Bleilegierungen sowie vielfältige Recyclingprodukte verarbeiten, und verfügt über vier Betriebsstätten, die bundesweit für eine lückenlose und fachgerechte Entsorgung von diversen Batterietypen sorgen.

Gemäß der Europäischen Batterie-Richtlinie müssen Altbatterien vom Hersteller zurückgenommen, gesammelt und ordnungsgemäß entsorgt werden. Auf dieses Geschäftsfeld hat sich die Berzelius Metall-Gruppe spezialisiert. Der Firmenverbund verfügt über mehrere Bleihütten für die Aufbereitung sowie ein eigenes Logistikunternehmen für das Sammeln und Transportieren der Altbatterien. Berzelius disponiert 27 eigene Fahrzeuge, die an den vier Standorten Regenstauf, Freiberg (Sachsen), Gelsenkirchen und Kornwestheim stationiert sind. Hinzu kommen Lkw von Spediteuren, mit denen BLS zusammenarbeitet.

Bis März 2013 wurden die Fahrzeuge direkt und unabhängig aus dem jeweiligen Standort heraus gesteuert und eingesetzt. Dabei kam es hin und wieder zu Überschneidungen, so dass mehrere Lkw mit freien Kapazitäten im selben Gebiet unterwegs waren. „Vor diesem Hintergrund hatten wir uns 2012 entschlossen, eine Software für das zentrale Disponieren sämtlicher Fahrzeuge anzuschaffen“, erinnert sich BLS-Geschäftsführer Matthias Ernst.

Dabei kam die Lösung Opheo von der Hamburger Initions AG schnell in die engere Auswahl. „Uns überzeugten vor allem die klare und einfache Struktur der Bedienoberflächen, die das Arbeiten leicht erlernbar und angenehm machen“, so Ernst. Ein weiterer wichtiger Grund war das „Zusammenspiel zwischen Tourenplanung und der integrierten Telematiklösung Opheo Mobile“.

Nun werden die Lkw zentral vom Standort Regenstauf disponiert. Genutzt werden das Dispo-Cockpit, Opheo Mobile sowie die Module für das Fuhrpark- und Personalmanagement und das Berichtswesen. Die Transportaufträge werden automatisch über eine Schnittstelle aus dem ERP-System 2R an Opheo übertragen, anschließend im Dispo-Cockpit die Touren gebildet und schließlich mit Hilfe der Software optimiert.

Während einer Übergangszeit wurden die Einsatzpläne für die weiterhin dezentral stationierten Lkw noch von den Mitarbeitern vor Ort mitgestaltet. „Auf diese Weise konnte das Wissen um die vielen Besonderheiten der einzelnen Kunden und Beladestellen sicher übertragen werden“, erklärt Tobias Stadler, der als Betriebsleiter am Standort Regenstauf nun die gesamte Disposition der BLS-Flotte verantwortet. Diese umfasst diverse Lkw-Typen (wie Sattelkipper und Abrollcontainerzüge) mit einem Fassungsvermögen von 20 bis 25 Tonnen.

Sattelkipper mit Mitnahmestapler werden zum Verladen von Paloxen, Großbehältern oder Paletten bis zu einem Gesamtgewicht von 25 Tonnen eingesetzt. Abrollkipper mit einer Ladekapazität von 21 Tonnen stehen zum Entleeren von Batteriesammelbehältern in loser Schüttung zur Verfügung. Komplettiert wird der Fuhrpark durch mehrere Pritschen-Lkw mit Ladebordwand sowie Elektrohubwagen mit Wiegeeinrichtung.

Die Erfolge der zentralen Disposition stellten sich schnell ein; sie führte zu einer spürbaren Reduzierung der gefahrenen Kilometer. Nicht zuletzt wird die tägliche Planung nun von einem bis zwei statt von vier Mitarbeitern erledigt. Mit dem Telematikmodul optimiert BLS vor allem die Termintreue; durch die „Vorausschau-Funktion“ kann die Disposition jetzt frühzeitig erkennen, ob ein Fahrzeug pünktlich oder verspätet bei der Be- oder Entladestelle eintrifft. „Dadurch haben wir genügend Zeit zum Reagieren und können unseren Kunden früh über Abweichungen informieren“, erklärt Stadler.

Als Telematik-Hardware in den Fahrzeugen kommt das Samsung Galaxy Note zum Einsatz, das den Fahrern durch sein großes Display viel Bedienkomfort bietet. Die Smartphones sind zusätzlich mit einer Navigationssoftware ausgestattet. Die Adressdaten müssen dabei nicht manuell von den Fahrern erfasst werden, sondern werden über eine Schnittstelle an die Navigation weitergegeben.

www.initions.com

www.berzelius.de

Bildquelle: KfdM

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