Railpool erneuert die ERP-Landschaft

Terna bringt Infor M3 auf die Schiene

Das Münchner Unternehmen Railpool beauftragt das Softwarehaus Terna mit der Einführung der ERP-Branchenlösung Infor M3 Service & Vermietung. Damit will der 2008 gegründete Vermieter von Lokomotiven seine heterogene Softwarelandschaft ablösen und die Weichen für weiteres Wachstum stellen.

  • Railpool-Geschäftsführer Torsten Lehnert zum neuen ERP-System: „Unsere Daten werden aussagekräftiger, wir können kompetenter auf Kundenanfragen reagieren und beispielsweise Reparaturen schneller und effizienter durchführen.“

Neben der Vermietung bietet Railpool den Eisenbahngesellschaften auch Services für Wartung und Instandhaltung bis hin zur Vollkasko-Versicherung an. Vor diesem Hintergrund sah sich Geschäftsführer Torsten Lehnert am Softwaremarkt nach einem ERP-System um, das bereits im Standard eine ausgereifte Speziallösung für Service und Vermietung bietet.

Im Auswahlverfahren konzentrierte sich der Lokomotiven-Vermieter auf die drei größten ERP-Hersteller am Markt. Letztendlich kam der Infor-Partner Terna mit dem Produkt M3 Service & Vermietung zum Zug, weil das nach Einschätzung von Railpool die Komplexität im Service- und Instandhaltungsbereich am besten abbilden kann.

ERP-Projekt wird aufgegleist

Entscheidend war für Lehnert „der Prototyp für unsere Serviceprozesse, den Terna im Vorfeld eines Präsentationstermins aufgesetzt hat“ sowie das Branchen-Wissen der Berater und Produktspezialisten bei dem Softwarehaus. Ein Besuch beim Referenzkunden Eder Landmaschinenbau habe einen detaillierten Einblick vermittelt, wie die ausgewählte Software im Echtbetrieb funktioniert und wie sich ihre Stärken „vor allem im Service-Bereich am besten für uns nutzen“ lassen, etwa durch die Verknüpfung von technischen und kaufmännischen Daten für die Transparenz über alle Unternehmensprozesse.

Torsten Lehnert erwartet von der neuen Software vor allem „bessere und effizientere Prozessabläufe. Unsere Daten werden aussagekräftiger, wir können kompetenter auf Kundenanfragen reagieren und beispielsweise Reparaturen schneller und effizienter durchführen.“

Klare Signale in Richtung Cloud

Der Betrieb der neuen Software wird als „Managed Service“ im Terna -Rechenzentrum erfolgen, da Railpool nicht über ausreichende IT-Ressourcen verfügt. „Die Auslagerung unserer Soft- und Hardwarelandschaft bringt uns maximale Verfügbarkeit zu überschaubaren Kosten“, begründet Torsten Lehnert diese Cloud-Strategie. Neben Infor M3 führt Terna parallel auch die Finanzplanungs- und Konsolidierungssoftware Corporate Planner ein, als effektives Tool für die Unternehmenssteuerung.

Über Railpool

Gegründet 2008 als Schienenfahrzeug-Vermieter mit Kompetenz für Full-Service aus einer Hand, ist das Münchener Unternehmen zwischenzeitlich in 13 europäischen Ländern aktiv. Mit über 150 E-Lokomotiven (und einer Investitionssumme von 600 Mio. Euro) zählt Railpool zu den größten Anbietern in Europa.

Im Februar stellte die Leasingfirma mit GIC als neuem Anteilseigner die Weichen für zukünftiges Wachstum. GIC, ein Staatsfond aus Singapur, ist neben dem bisherigen Gesellschafter Oaktree Capital Management 49-prozentiger Anteilseigner und investiert damit in die Flottenexpansion. Die Kombination von Oaktree und GIC soll es Railpool ermöglichen, das bisherige Wachstum fortzusetzen, neue Geschäftsfelder zu erschließen und selektive Zukäufe zu tätigen.

Bildquelle: Railpool GmbH

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