Grundsteinlegung für den Neubau der Firmenzentrale der CSS AG Mitte September 2021
Demnach plant die Luxemburger CETP IV Participation S.à.r.l. den mittelbaren Anteils- und Kontrollerwerb über die CSS AG. CETP IV ist ein 2019 aufgelegter Fonds der Carlyle Group mit einem Volumen von 1,35 Mrd. Euro, der in technologieorientierte Unternehmen des unteren Mittelstands in Europa und den USA investiert.
Die CSS AG wurde 1984 in Künzell bei Fulda gegründet und entwickelt eine branchenübergreifend einsetzbare Business-Software für den Mittelstand, die auch international nutzbar ist. Die plattformunabhängig einsetzbare Java-Software namens Egecko verspricht laut Hersteller „die komplette Integration von Rechnungswesen, Controlling, Personalwesen und CRM“.
Das Produktportfolio, von dem bereits knapp 2.500 Kunden überzeugt werden konnten. umfasst Software für das Rechnungswesen (Finanz- und Anlagenbuchhaltung, Konzern- und Vertragsmanagement, Dokumentenarchiv), Controlling (Kostenrechnung, strategische Unternehmensplanung, Budgetierung, Kennzahlen, Rating), Personalwesen (Lohn- und Gehaltsabrechnung, Reise- und Personalmanagement, Personalzeiterfassung), CRM sowie spezielle ERP-Komplettlösungen für ausgewählte Branchen.
Warum es zu dem Eigentümerwechsel kommt, war bisher nicht zu erfahren. Klar ist nur: Die CSS AG ist auf Wachstumskurs und hat gerade erst – am 15. September – den Grundstein für die neue Firmenzentrale in Künzell gelegt. Rund 220 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Softwarehauses sollen künftig am neuen Standort in der Danziger Straße arbeiten. Im April 2023 soll das Gebäude bezugsfertig sein.
Der Grund für den Umzug: Nach Jahren kontinuierlichen Wachstums und steigender Mitarbeiterzahlen wird das alte Gebäude für das Unternehmen zu klein. Deshalb soll im Frühjahr 2023 das neue Bürogebäude „Workspace“ mit ca. 5.200 m² Nutzfläche genügend Raum für modernes Arbeiten bieten. Der rund 40 Meter lange und 50 Meter breite Neubau soll mit seiner Ringform eine kommunikativere Arbeit im Unternehmen ermöglichen.
Bei der Grundsteinlegung befüllte Michael Friemel, Vorstandsvorsitzender der CSS AG, gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Armin Prinz und Daniel Prinz eine Zeitkapsel mit typischen Gegenständen, die kommenden Generationen Aufschluss über die heutige Ära geben sollen. Neben einer aktuellen Tageszeitung, einer Corona-Maske im Egecko-Style und etwas glückbringendem Kleingeld wurde auch ein kleiner Gecko aus Metall hinterlegt. „Gerade der Gecko mit seinen vielseitigen Eigenschaften symbolisiert seit mehr als zwei Jahrzehnten unsere Begeisterung für innovative Softwareentwicklung“, betonte Friemel. „Er steht für das kontinuierliche Unternehmenswachstum der CSS AG, die heute zu den erfolgreichsten Anbietern betriebswirtschaftlicher Standardsoftware im internationalen Markt gehört."
Auch wenn Details zur geplanten Übernahme noch nicht gekannt ist, scheint eines gewiss: Die Wachstumsgeschichte soll unter der Ägide der Carlyle Group fortgeschrieben werden, Das Fundament für weiteres Wachstum ist mit dem neuen Standort jedenfalls gelegt. Die Fläche lässt viel Wachstumspotenzial zu und schafft langfristige Perspektiven: In einem zweiten Bauabschnitt könnte ein weiterer Anbau mit einer Fläche von 5.900 m² nahtlos angefügt und die Kapazität auf ca. 500 Arbeitsplätze erhöht werden. Außerdem wurden zum 1. Oktober eine neue Geschäftsstelle in Landsberg am Lech eröffnet.
Heute arbeiten deutschlandweit mehr als 250 Menschen an den Standorten Künzell, Berlin, Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Lampertheim, München, Villingen-Schwenningen und Wilhelmshaven für die CSS-Gruppe. Zum europaweiten Partnernetz des Softwarehauses, das 2015 zur AG umfirmiert wurde, zählen Asseco Solutions, Cobus Concept, Hetkamp, Planat, PDS und PSI Automotive & Industry. Strategische Partner sind neben IBM auch Microsoft und Oracle. Zu den Kunden – darunter auch IBM-i-Anwender – zählen öffentliche Einrichtungen, Mittelständler und internationale Konzerne, z.B. Cawö Textil, Hassia Mineralquellen, die Wasgau Produktions & Handels AG oder der VDMA.
Bildquelle: CSS AG