Von Datenschutz und IT-Sicherheit bis zur Digitalisierung in der Pflege

Thin-Clients auf der Conhit

Welche Themen stehen 2018 bei Krankenhaus-IT-Leitern genauso wie bei Ärzten und Entwicklern von Gesundheits-IT ganz oben auf der Liste? Antworten geben will die Messe Conhit – Connecting Healthcare IT, die vom 17. bis 19. April in Berlin stattfindet. Das Spektrum der Themen reicht von Datenschutz und IT-Sicherheit bis zur Digitalisierung in der Pflege – und ein Baustein sind moderne Thin-Clients.

  • CONHIT BERLIN

    Die Messe Conhit – Connecting Healthcare IT findet vom 17. bis 19. April in Berlin statt.

  • Thin-Client mit Unterschriften-Pad von Signotec

    Thin-Client mit Unterschriften-Pad von Signotec

  • Ein Visitenwagen der Lean GmbH

    Ein Visitenwagen der Lean GmbH – mit Thin-Client Igel UD9 und Hängeregister für 25 klassische (noch nicht digitale) Patientenakten.

Die Conhit, 2008 vom Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e.V. als Branchentreff der Healthcare IT initiiert, wird von der Messe Berlin organisiert und zieht alljährlich über 500 Aussteller und rund 9.500 Besucher an. Die Top-Themen 2018 reichen von IT-Sicherheit im Krankenhaus und Europäischer Datenschutzgrundverordnung über elektronische Patientenakte bis hin zur Digitalisierung in der Pflege.

Cybersecurity im Krankenhaus

Mit der zunehmenden Digitalisierung des Gesundheitswesens steigen auch die Gefahren durch Cyberangriffe: Die „WannaCry“-Attacke auf britische Krankenhäuser im Mai 2017 dürfte vielen noch in Erinnerung sein. Und erst kürzlich wurde in Lettland das elektronische Gesundheitssystem, über das unter anderem papierlose Rezepte ausgestellt werden, Opfer einer DDoS-Attacke auf die Website. Was leitet sich dabei für Krankenhäuser zukünftig ab?

Ab dem 25. Mai hat das bisherige deutsche Datenschutzrecht ausgedient. Es gelten dann die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) und die auf ihr basierende Neufassung des Bundesdatenschutzgesetzes. Die Conhit 2018 setzt dieses Thema prominent auf die Agenda. Krankenhäuser und Arztpraxen sollten den Termin zum Anlass nehmen, sich einmal mehr mit dem Datenschutz in ihrer Einrichtung zu beschäftigen. Die Hersteller von IT-Lösungen für das Gesundheitswesen tun das ihre, um die technischen Aspekte der neuen Regelungen so umzusetzen, dass die Nutzer optimal unterstützt werden.

Branchengrößen wie Dell EMC (Halle 3.2, Stand B-112) oder Hewlett Packard Enterprise (Halle 3.2, E-103) sind mit ihren Healthcare Lösungen ebenso auf der Messe vertreten wie innovative Startups oder große IBM-Partner wie SVA (Halle 1.2, Stand B-108) mit dem Competence Center Health Care und seinen mehr als 60 System-Experten, die sich mit Themen wie Datensicherheit, schnelle, gesteuerte Datenzugriffe, interne und externe Vernetzungen und sichere Langzeitspeicherung großer Datenmengen auskennen. So ist das SVA Competence Center Health Care in der Lage, mit der Flexibilität eines mittelständischen Unternehmens und mit starken Partnern interoperable Speziallösungen für den Health-Care-Markt zu entwickeln.

Speziallösungen für das Krankenhaus

Zu solchen Speziallösungen zählt der All-In-One PC der Alphatron Medical GmbH (Halle 4.2 B-102). Der medizinische Panel Computer mit lüfterloser Kühlung ist mit der Schutzklasse IP54 praktisch immun gegen Staub und Spritzwasser, was einen hygienischen Einsatz und sehr gute Reinigungseigenschaften mit sich bringt. Das Gerät gibt es in unterschiedlichsten Prozessorausbaustufen, vom Thin-Client bis hin zum Fat-Client mit 22- oder 24-Zoll-Full-HD- Displa und integriertem PCAP-Touchscreen und Erweiterungsmöglichkeiten um z. B. RFID oder Webcam.

Für die mobile digitale Visite hat die Lean GmbH (Halle 2.2, E-110) ihren Visitenwagen entwickelt. Das Modell K-1H2S wird mit seiner Hybrid-Ausstattung als Kombination der konventionellen und der digitalen Welt positioniert. Der kleine Visitenwagen bietet Platz für bis zu 25 Patientenakten in einem Hängeregisterauszug, und benötigt doch nicht mehr Stellplatz als ein schlanker, höhenverstellbarer Wagen. Zusätzliche Schubfächer dienen zur Unterbringung weiterer Utensilien, insbesondere auch das abschließbare Technikfach. Der Thin-Client an einer dreh- und schwenk-/neigbaren Monitorhalterung wird über ein einfach austauschbares Akku.Pack mit Strom versorgt. Zum Einsatz kommt hier ein Modell UD9 des Bremer Herstellers Igel (Halle 2.2, Stand A-108), der gemeinsam mit den fünf Technologiepartnern ebenfalls vor Ort ist und neben dem Micro-Thin-Client UD Pocket auch eine echte Premiere zu bieten hat: Das neue High-End-Modell UD7.

Der nötige Praxisbezug

Für den nötigen Praxisbezug am Messestand sollen die fünf Partner Netapp, Cherry, Evidian, Systancia und Braincon sorgen, die gemeinsam mit Igel anhand konkreter Use-Cases zeigen wollen, wie sich eine sichere und effiziente IT-Infrastruktur im Healthcare-Umfeld realisieren lässt – angefangen vom einfachen Zugriff auf die digitale Patientenakte über Hochverfügbarkeit im 24-Stunden-Betrieb bis hin zum Schutz von sensiblen Daten.

Für den stationären Betrieb im OP, Labor oder Behandlungszimmer wird in Berlin erstmals der neue UD7 als exklusive Vorab-Premiere zu sehen sein. Das Modell, das im Laufe des zweiten Quartals offiziell auf den Markt kommen soll, eignet sich unter anderem zur Umsetzung von Multi-Display-Umgebungen für komplexe medizinische Darstellungsverfahren.

Thin-Clients machen die Arbeit einfacher und sicherer

Einfache Einrichtung, zentrale Administration und Anbindungsmöglichkeiten für Diktiergeräte, Unterschriften-Pads oder EKG-Leser – auch der Stuttgarter Hersteller Openthinclient (Halle 2.2, A-105b) präsentiert Thin-Clients als funktionale, kostengünstige und sichere Lösung für den Einsatz in der Medizin.

Die Betriebssysteme aller IT-Arbeitsplätze in einem Krankenhaus auf dem Laufenden zu halten, stellt Administratoren vor große Herausforderungen. Der Thin-Client-Arbeitsplatz ist eine Lösung, die in Krankenhäusern schnell eingerichtet ist und Wartungsaufwände minimiert, für mehr Sicherheit sorgt und auch die Anbindung aller benötigten Peripheriegeräte erlaubt.

„Eine wesentliche Frage ist, wozu man ein vollständiges, regelmäßig zu wartendes Windows-Betriebssystem auf jedem PC-Arbeitsplatz benötigt, nur um Zugriff auf zentrale Anwendungen zu ermöglichen“, hinterfragt Geschäftsführer Alexander Stecher bestehende Lösungen. Da auf dem Thin-Client keine Software installiert werden müsse, sei die Einrichtung, Inbetriebnahme und Unterhaltung sehr einfach. „Durch Gruppierung von Thin-Clients in ähnliche Aufgabenbereiche sind hunderte Geräte innerhalb kürzester Zeit ausgerollt.“

Weil in Behandlungszimmer, Schwester- bzw. Stationszimmer, bei der Patientenaufnahme, in der Verwaltung oder im Medizincontrolling die unterschiedlichsten Anwendungen gefragt sind, muss das Thin-Client-Betriebssystem die Anbindung zahlreicher Endgeräte erlauben – vom Gesundheitskartenleser über digitale Diktiergeräte bis hin zu Unterschriften-Pads.

„Auf der conhIT zeigen wir unter anderem die Anbindung eines Unterschriften-Pads von Signotec“, sagt Stecher, etwa zur Patientenaufnahme oder zum Unterschreiben von Aufklärungsbögen bzw. Einwilligungserklärungen. Der Patient liest das Schriftstück am Bildschirm, unterschreibt auf dem Pad und die Unterschrift wird mit dem Dokument vereinigt. Openthinclient unterstützt verschiedene digitale Diktiergeräte von Grundig und Philips. Für die Datenverarbeitung innerhalb der Windows-Umgebung wird Software wie z. B. Speaking von Mediainterface, Dragon von Nuance oder von 4voice und Devacon genutzt. Auch Videotelefonie mit Skype for Business bzw. Teams von Microsoft ist mit dem Betriebssystem möglich.

Bildquelle: Messe Berlin, Openthinclient, Lean GmbH

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