Einer der 120 LKW der Fritz-Gruppe
Die Spedition Fritz, ein langjähriger AS/400-Anwender, setzt für das Auftragsmanagement und die Tourenbildung im Nahverkehr künftig die mobile Telematiklösung Tislog der Bocholter Software-Schmiede TIS GmbH ein. Im ersten Schritt soll das System die bisherige Dispositionssoftware ablösen, bevor die 75 im Cargoline-Netzwerk fahrenden LKW mit neuen mobilen Handscannern ausgerüstet werden.
„Bei TIS fühlen wir uns für die Zukunft und die weiteren Schritte der Digitalisierung sehr gut aufgehoben, wobei uns neben der Lösung auch die faire und zuverlässige Kommunikation überzeugt“, sagt Speditions- und Projektleiter Speditions- und Projektleiter Christian Czemmel. Mit der Umstellung wolle man die Abläufe für Fahrer und Disponenten deutlich vereinfachen, denn künftig können die Zustell- und Abholaufträge in einem einzigen System abgewickelt werden. Bislang waren zwei separate Systeme notwendig.
Die überwiegend bei Subunternehmern angestellten Fahrer erhalten die Aufträge auf ihren mobilen Scannern vom Typ Zebra TC75, die im Zuge des Projekts mit der von TIS entwickelten Telematik-App ausgerüstet werden. Diese führt die Fahrer von der Navigation bis hin zur papierlosen Abliefer-Quittung durch den gesamten Abhol- und Lieferprozess.
Außerdem soll durch die bessere Tourenplanung die Zahl der gefahrenen Kilometer pro Abladestelle um acht bis zehn Prozent sinken. So werde man den CO2-Ausstoß pro Sendung weiter reduzieren, erwartet Czemmel, dessen Unternehmen sich stark für den Umweltschutz engagiert. Beispielsweise war die Fritz-Gruppe auch an der Zertifizierung für die Berechnung des CO2-Fußabdrucks pro Sendung auf Basis der seit März 2013 veröffentlichten Norm DIN EN 16258-2013-03 beteiligt.
Die Fritz GmbH ist in den Bereichen Kontrakt-, Transport- und Lagerlogistik aktiv und setzt Schwerpunkte in den Branchen Automotive, Chemie, Maschinenbau, Konsumgüter und Lebensmittel. Der Dienstleister mit Sitz westlich von Heilbronn beschäftigt rund 650 Mitarbeiter und bewirtschaftet 85.000 m2 Lagerfläche, wovon 26.530 m2 für Gefahrstoffe ausgelegt sind. Der eigene Fuhrpark umfasst 120 LKW. Hinzu kommen 130 Fahrzeuge von Subunternehmern, die täglich für die Fritz-Gruppe im Einsatz sind. Für das Transport-Management wird die Software L-wis von Active Logistics genutzt.
Das im Jahr 1938 von Karl Fritz gegründete Unternehmen wird in dritter Generation von Wolfram Fritz geleitet. Seit 2011 ist Fritz Gesellschafter im Cargoline Logistics Network. Cargoline bietet standardisierte und systematisierte Stückgutverkehre sowie Kontraktlogistik-Lösungen in Deutschland und Europa.
Bildquelle: Fritz Gruppe