CGI-Experte Eric Berg: „Bei Cloud-Transformationen gibt es viele Fallstricke!“
Viele Cloud-Provider offerieren Portale, über die einfach und schnell Services buchbar sind. Anwender untersuchen dabei allerdings oft nicht, ob das Angebot sowohl von der Funktion als auch hinsichtlich der Integrationsmöglichkeit in die Applikationslandschaft überhaupt optimal für das eigene Unternehmen passt.
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Auch die Kosten, eigene regulatorische Vorgaben oder Datenschutzaspekte werden dabei in aller Regel unzureichend berücksichtigt. So entstehen schnell unübersichtliche Cloud-Umgebungen, die später nur schwer zu kontrollieren sind und nicht wie gewünscht Kosten sparen. Manchmal erhöhen sich Ausgaben durch unüberlegt gebuchte Tools sogar noch.
Es ist ein Trugschluss, Transition mit Transformation gleichzusetzen, denn eine Cloud-Transformation ist mehr als die Auslagerung von Servern an einen Hyperscaler. Zwar kann ein Unternehmen so das eigenen Rechenzentrum entlasten oder einer alternden Infrastruktur entkommen, doch signifikanten Mehrwert stellt eine solche Transition nicht dar.
Eine zielführende Transformation hingegen geht über ein reines Hosting hinaus und nutzt die eigentlichen Cloud-Vorteile wie „Economies of Scale“ oder Time-to-Market. Vor allem aber geht es dabei auch um den Einsatz innovativer Technologien und Services, die den technischen Wandel unterstützen. Beispiele dafür sind die Cloud-native Applikationsentwicklung und -bereitstellung, die IoT-Einbindung oder Anwendungen in den Bereichen KI und Maschinelles Lernen.
Nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel: Bei Cloud-Transformationen wird eine Vielzahl von Tools genutzt, von Cloud-Readiness- über Migrations- bis hin zu Dev-Ops-Tools. Ohne ein stringentes und unternehmensweit abgestimmtes Vorgehen beim Tool-Einsatz, das die konkreten Anforderungen und Umsetzungsmöglichkeiten des eigenen Unternehmens in den Vordergrund stellt, wird eine Cloud-Transformation eher erschwert als erleichtert.
Vielerorts fehlt auch eine Governance-Strategie für die Cloud-Nutzung. Konkret fehlt dann das Berechtigungsmanagement mit der Festlegung von Rollen und der Regulierung von Anwenderzugriffen. Ein wichtiger Governance-Aspekt ist zudem die Einhaltung von Compliance-Regularien, die sich etwa aus der EU-DSGVO ergeben. Es liegt auf der Hand, dass das richtliniengesteuerte Identitätsmanagement und die Erfüllung von Compliance-Anforderungen gerade im Cloud-Kontext zwingend erforderlich sind.
„Bei Cloud-Transformationen gibt es viele Fallstricke“, warnt CGI-Experte Eric Berg. „Bereits ein einzelner Stolperstein, der übersehen wird, kann ein ganzes Projekt erheblich verzögern oder sogar zum Scheitern bringen.“
Bildquelle: CGI