In dieser Suite vereint das seit 2018 im Besitz der Investmentgesellschaft Bain Capital befindliche Softwarehaus seine bisher recht uneinheitlichen, da meistens zugekauften, Tools für IBM i in den Bereichen DevOps, APIs, Testautomatisierung, HA/DR, Terminalemulation und Web-Enablement.
Rocket, ein 1990 als Db2-Experte gegründeter Anbieter mit Sitz in Waltham (Massachusetts), begann die Erweiterung seines Engagement in der IBM-i-Welt bereits Ende 2006 mit dem Erwerb des holländischen Anbieters Seagull Software und dessen Tool-Suite für Screen Scraping sowie Web- und Mobilitätserweiterung, die später von Legasuite in Rocket Modern Experience umgetauft wurde.
Anfang 2012 kamen im Rahmen einer Vereinbarung mit IBM die iCluster-Hochverfügbarkeits- und Disaster-Recovery-Tools von Datamirror hinzu. Zuvor erwarb Rocket 2011 die Changemanagement-Tools von Aldon für IBM i (jetzt Rocket DevOps genannt) sowie 2009 den Blue-Zone-Emulator (Rocket Terminal Emulator). Im Laufe der Jahre wurden zudem mehrere eigene Tools für IBM i von Grund auf neu entwickelt.
Insbesondere die kürzlich veröffentlichten Versionen von DevOps und iCluster deuten an, wie Rocket Software seine IBM-i-Kunden mit Verbesserungen bei Automatisierung und Verwaltung der DevOps-Umgebung und der verfeinerten Benutzeroberfläche bei Hochverfügbarkeits-/Disaster Recovery bei iCluster unterstützen will. Die neue Suite sei so konzipiert, heißt es, dass sie sich einfacher in bestehende Infrastrukturen integrieren lässt, was störende Ausfallzeiten und Überarbeitungen vermeiden hilft.
Diese Investition in die Produktentwicklung ist vor dem Hintergrund einer von Rocket Software in Auftrag gegebenen Studie zu sehen, in der Azurite Consulting ermittelt hat, dass Unternehmen, die ihre wichtigsten IT-Systeme auf IBM i betreiben, die Modernisierungsbudgets in den nächsten zwei Jahren um 14 Prozent aufstocken, um den wachsenden Herausforderungen des Marktes zu begegnen – und damit gleichzeitig ihr Engagement für diese Serverplattform unterstreichen. Sie haben jahrelang geschäftskritische Anwendungen und Workflows auf der Plattform aufgebaut und wollen sich keine Unterbrechungen oder Ausfallzeiten ihrer Anwendungen leisten. Für diese Unternehmen gilt es demnach, nicht nur ihre Investitionen zu schützen, sondern auch Budgets zu reduzieren, den ROI zu verbessern, Risiken zu minimieren und Innovationen zu beschleunigen.
Um all diese widersprüchlichen Ziele zu erreichen, ist ein ganzheitlicher IT-Ansatz erforderlich, der eine moderne und dennoch robuste IBM-i-Umgebung einschließt, sagt Puneet Kohli, Rocket-Präsident für die Business-Unit „Application Modernization“. Dazu gehöre vor allem auch ein durchdachter Modernisierungsplan für geschäftskritische Anwendungen und ein einziger Partner, der alle technologischen und geschäftlichen Herausforderungen versteht, mit denen Unternehmen, die IBM i-Systeme einsetzen, konfrontiert sind.
„Wir erleben eine Zeit wirtschaftlicher Unsicherheit, in der die Kunden die Kosten ihrer IT-Infrastruktur rationalisieren, Redundanzen beseitigen und die Automatisierung vorantreiben, ohne eine Unterbrechung ihrer kundenspezifischen Anwendungen zu riskieren", sagt Kohli. Das neue Paket sei entwickelt worden, „um Unternehmen dabei zu helfen, eine rezessionssichere, digital ausgerichtete Strategie zu schützen, zu planen und umzusetzen“.
„In der heutigen zunehmend digitalen Welt führt kein Weg daran vorbei, IBM i in eine Digital-First-Strategie einzubeziehen“, ergänzt IDC-Analyst Peter Rutten. „Zu viele kritische Anwendungen laufen bei Tausenden von Unternehmen weltweit auf IBM i – und diese Anwendungen erfordern eine Plattform, die in die kontinuierliche Modernisierung einbezogen wird, um neue Funktionen und Dienste bereitzustellen.“
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