IDC: Weltweiter Umsatz mit externen Speichersystemen für Unternehmen leicht rückläufig

Trends im Speichermarkt

Angesichts von Trends wie „Big Data“, Digitalisierung und Industrie 4.0 würde man erwarten, dass die Nachfrage nach Speicherkapazität in den Unternehmen rasant wächst. Doch das Wachstum hält sich in Grenzen. Die Marktforscher von IDC sprechen einem Wachstum der gesamten Lieferungen externer Speicherkapazitäten im 4. Quartal 2019 auf 21,2 Exabyte. Das ist im Quartalsvergleich ein Plus um 9,4 Prozent. Die Marktschwäche resultiert daraus, dass gleichzeitig 70,8 Exabyte Speicher an die großen Cloud-Provider geliefert und hyperkonvergente Systeme populärer wurden.

  • Bildquelle: IDC
  • Bildquelle: Jorge Guillen / Pixabay

Laut International Data Corporation (IDC) schrumpfte der weltweite Umsatz mit externen Speichersystemen für Unternehmen im 4. Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahr sogar leicht, um 0,1 Prozent auf 7,9 Mrd. Dollar. Im gleichen Zeitraum wuchs dagegen der Umsatz der Gruppe der „Original Design Manufacturer“ (ODM), die direkt an Hyperscale-Rechenzentren verkauften, exorbitant – um 38,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 6,5 Mrd. Dollar, wobei die ausgelieferte Kapazität gegenüber dem Vorjahr um 64,5 Prozent auf 70,8 Exabyte stieg. Die Gesamtkapazität des Speichermarktes (externer Speicher + ODM Direct + Server-basierter Speicher) stieg um 30,8 Prozent auf 120,2 Exabyte. Es wurden ja auch 28,2 Exabyte in die Server eingebauter Speicher (z.B. für hyperkonvergente Systeme) geliefert.

Der externe Speicher-Markt blieb in diesem Quartal im Wesentlichen unverändert, während ODMs das stärkste Wachstum seit fünf Quartalen erzielten“, sagte IDC-Analyst Paul Magurani. „ODMs verzeichneten in diesem Quartal ein zweistelliges Wachstum gegenüber dem Vorjahr in Bezug auf Umsatz, Einheiten und ausgelieferte Kapazität und machten 58,9% der ausgelieferten Kapazität für den gesamten Speichermarkt aus, gegenüber 46,8% im Vorjahr.“

Bei den externen Speichersysteme für Unternehmen blieb Dell Technologies (inklusive EMC) der mit Abstand größte Anbieter – und verbuchte 27,6% des weltweiten Umsatzes für sich. HPE und die durch ein Joint-Venture verbundene New H3C Group folgen mit Umsatzanteilen von 10,1 Prozent, während IBM mit 9,1 Prozent wieder unter die Top3 dieser Speicherhersteller aufgerückt ist. Netapp und Huawei belegten mit Marktanteilen von 8,9 Prozent bzw. 7,8 Prozent den vierten und fünften Platz – und verdrängten Hitachi und Pure Storage aus den Top 5.

Highlights bei Flash-Speichern

Der gesamte AFA-Markt („All Flash Array“) erzielte im Quartal einen Umsatz von 3,23 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Markt für „Hybrid Flash Arrays“ (HFA) schrumpfte leicht; der weltweite Umsatz damit von etwas mehr als 3,04 Mrd. Dollar bedeutet einem Rückgang von 2,8 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2018.

Bei geografischer Betrachtung wuchs der japanische Markt am schnellsten von allen Regionen; der Umsatz stieg hier im vierten Quartal 2019 um 13,1 Prozent. Asien/Pazifik (ohne Japan) verzeichnete laut IDC ebenfalls ein zweistelliges Wachstum (10,8 Prozent), angeführt von Chinas Wachstum von 14,6 Prozent. Die Umsätze in Europa, Nahost sowie Afrika (EMEA), aber auch in Amerika gingen im Jahresvergleich um 4,2 Prozent zurück.

Übrigens: IDC definiert ein „Enterprise Storage System“ als ein Set von Speicherelementen, inklusive Controllern, Kabeln und (in einigen Fällen) Hostbus-Adaptern, die drei oder mehr Festplatten zugeordnet sind. Ein solches System kann sich außerhalb oder innerhalb eines Serverschranks befinden; in die durchschnittlichen Kosten der Plattenspeichersysteme werden weder Infrastrukturspeicher-Hardware (zum Beispiel Switches) noch separate Speichersoftware eingerechnet. Die Informationen in dieser quantitativen Studie basieren auf einer Markenansicht des Verkaufs von Enterprise-Speichersystemen. Die mit den Produkten verbundenen Einnahmen werden dem Verkäufer (der Marke) des Produkts und nicht seinem Hersteller zugerechnet. OEM-Verkäufe (Original Equipment Manufacturer) sind in dieser Studie nicht enthalten.

Bildquelle: International Data Corporation (IDC), Jorge Guillen / Pixabay

©2020Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok