Die platzsparenden Torsysteme passen sich durch unterschiedliche Beschlagsarten jedem Industriebau an.
Markus Daßmann, Leiter SAP Application Management bei Hörmann: „Die verständliche Logik und hohe Transparenz von Magic xpi ermöglichten uns eine zügige Einarbeitung und ein selbständiges Handeln.“
Hörmann liefert auch hochwertige Haus- und Nebeneingangstüren
Groß geworden ist das Familienunternehmen mit Garagentoren für das Eigenheim. Heute ist Hörmann weltweit unterwegs und bietet aktuell auch Haus- und Nebeneingangstüren, Wohnraumtüren und Türzargen an. Für den Objektbau projektiert und installiert man Feuerschutz- und Multifunktionstüren sowie Industrietorsysteme. Verladetechnik-Komplettlösungen und Zufahrtskontrollsysteme ergänzen das Produktportfolio.
Um erfolgreich zu bleiben, sind an allen Standorten zukunftssichere, flexible IT-Systeme und schlanke Arbeitsabläufe erforderlich. Daher soll u.a. das CRM-Modul von SAP einführt werden – und zu einem späteren Zeitpunkt die Migration aller ERP- und CRM-Systeme auf die einheitliche Software-Plattform S/4 Hana folgen. Neben der Zentrale betrifft das auch alle 14 Niederlassungen und Produktionswerke rund um den Globus.
Aktuell ist die IT-Systemlandschaft heterogen und komplex: In sechs Produktionswerken ist SAP in Betrieb, während in den anderen Werken verschiedene, proprietäre ERP-Systeme sowie spezielle Anwendungen zum Erfassen von Aufträgen bis hin zur Produktion eingesetzt werden. In den 14 Niederlassungen arbeiten Hörmann-Mitarbeiter mit einem zugekauften und angepassten, älteren Warenwirtschaftssystem. Die aktuelle SAP-R/3-Landschaft läuft auf IBM i.
Die geplante Komplettmigration machte es notwendig, R/3 zunächst mit ERP-Altsystemen auf IBM i und weiteren Systemanwendungen zu integrieren: externe Behörden- und Partnersysteme mussten ebenfalls an diese IT-Landschaft angeschlossen werden. Eine große Herausforderung war dabei, über 200 bestehende AS/400-Schnittstellen zu vereinheitlichen und mehrere Punkt-zu-Punkt-Verbindungen (P2P) auf Betriebssystemebene zu ersetzen.
Das Hörmann-Team setzte die notwendige Systemintegration mit Magics Middleware xpi um. Das Team erneuerte mehrere P2P-Verbindungen und schaffte so die Voraussetzung für die S/4-Hana-Migration.
Eine zügige Einarbeitung und selbstständiges Handeln waren dabei Markus Daßmann, Leiter SAP Application Management bei Hörmann, durch die „verständliche Logik und hohe Transparenz der Middleware“ möglich. Hilfreich seien auch das „große Engagement und die schnelle Reaktionszeit“ des Herstellers gewesen, ebenso sein „profundes Wissen über betroffene Systeme und Schnittstellen“.
Dank der Middleware lassen sich nun Logik, komplexe Prozesse und Transformationen innerhalb einer Plattform ausführen, ein großer Vorteil gegenüber anderen Plattformen und auch gegenüber den P2P-Verbindungen. Ein durchgängiger Überblick über alle Geschäftsprozesse, eine Dokumentation der Prozessabhängigkeiten (verbunden mit Datenkonsistenz) und die Transaktionssicherheit waren Daßmann zufolge wesentliche Eigenschaften, die überzeugten. Eine hohe Wiederverwendbarkeit, die Unterstützung der gängigen Industriestandards und vorhandene, zertifizierte Standardkomponenten wie der SAP-Konnektor halfen bei der schnellen Implementierung und Inbetriebnahme.
Außerdem trugen die einfache Handhabung und Wartung der Integrationsplattform (durch die selbstdokumentierende Konfiguration und wenig erforderliche Programmierkenntnisse) zu einer unkomplizierten Umsetzung bei. Dank „Business Process Modeling“ (BPM), grafischer Modellierung, intuitiver Konfiguration, Benutzerfreundlichkeit und einem regelbasierten Design konnte das Hörmann-Team dieses IT-Projekt zügig und eigenständig managen.
Über die Middleware lassen sich jetzt Datenflüsse für Geschäftsprozesse zwischen allen internen und externen Systemen integrieren und betreiben, seien es Systeme auf IBM i, in Warenwirtschaft oder SAP, Reisekostenabrechnungssysteme oder Spezialanwendungen in den einzelnen Werken. Alle kommunikationsrelevanten Daten – wie Stammdaten, Daten für die Auftragserfassung und Auftragsanlage, Lieferscheine und Export, Bestandsverwaltung, Factoring, Finanzbuchhaltung und Reisekosten – werden synchronisiert.
Hörmann tauscht zudem Maschinensteuerungsdaten mit externen IT-Systemen von Geschäftspartnern aus. Ähnliches passiert mit zoll- und exportrelevanten Daten, was durch eine Anbindung an das Tarif- und lokale Zollabwicklungssystem Atlas möglich wird. Hörmann-Mitarbeiter bearbeiten und transferieren jetzt Informationen über anfallende Zölle oder das Warengewicht zeitsparend auf direktem Weg. Das ist besonders wichtig, wenn Garagentore oder andere Produkte zügig länderübergreifend an Kunden auszuliefern sind.
Die Integration an ein weiteres Behördensystem versetzt Hörmann-Mitarbeiter in die Lage, auf Sperrlisten zuzugreifen und Daten unkompliziert auszutauschen. Die Sanktionslisten enthalten wichtige Informationen, beispielsweise wenn bestimmte Personen und Unternehmen wegen Terrorverdacht nicht beliefert werden dürfen.
Die modernisierten und harmonisierten Geschäftsprozesse führen so schon heute zu einer messbaren Effizienzsteigerung im Unternehmen. Im nächsten Schritt laufen nun weitere Vorbereitungen für die flächendeckende Migration auf S/4 Hana ebenso wie zusätzliche Digitalisierungsmaßnahmen.
Bildquelle: Hörmann KG