Esker baut das EDI-Angebot weiter aus

Übernahme der E-Integration GmbH

Esker, französischer Anbieter für die Automation von Dokumentenprozessen, hat heute die geplante Übernahme des Düsseldorfer EDI-Anbieters E-Integration GmbH angekündigt. Die Akquisition soll im Januar 2017 abgeschlossen sein. Ziel ist der Ausbau des EDI-Angebotes und die Stärkung der Präsenz im größten europäischen Markt.

E-Integration ist Eskers zweite EDI-Akquisition, nachdem 2015 das französische Unternehmen Calva EDI übernommen wurde. 1985 mit dem Namen Management, Logistik und Communication Systeme GmbH (MLC) als Pionier für EDI und Entwickler von Software für die JIT-Logistik gegründet, erwarb die Deutsche Post das Unternehmen 1996, fusionierte es 2000 mit der Deutschen Postcom GmbH innerhalb ihrer eBusiness-Holding und entließ es 2002 durch einen Management-Buy-Out als Yacom Business Solutions GmbH wieder in die Unabhängigkeit. 2006 wurde Yacom aus namensrechtlichen Gründen in E-Integration GmbH umbenannt.

Derzeit werden nach Firmenangaben mehr als 600 aktive Kunden bedient, vornehmlich Mittelständler und Konzerntöchter aus Industrie und Großhandel sowie Einkaufsgemeinschaften. Insgesamt nutzen rund 7.000 Unternehmen in 24 Ländern Europas und Nordamerikas diese Services durch die Vernetzung auf einer Online-Plattform für unternehmensübergreifende Prozesse wie Einkauf, Auftragsverarbeitung oder Logistik.

B2B-Kommunikations-Services

Das eigene E-Center bildet dabei den Kern für die B2B-Kommunikations-Services. Der Hauptbereich der Datenkonvertierung wird ergänzt durch Anwendungen und Services, die zum größten Teil selbst entwickelt werden, um sie bestmöglich in die hochperformante Systemumgebung auf Basis von IBM-Technologie integrieren zu können.

Seit 2012 entwickelt E-Integration neben dem traditionellen EDI-Geschäft die neue Cloud-Lösung Promitea, die Unternehmen in ihren Einkaufs- und Beschaffungsprozessen durch ein Online-Portal unterstützt. Im Zuge der Akquisition wird dieser Bereich herausgelöst und durch den derzeitigen Besitzer weitergeführt. Laut Akquisevereinbarung wird Esker mit dem neu zu gründenden Promitea-Unternehmen kooperieren und zudem 20 Prozent der Anteile an dem Unternehmen halten. Esker erhält weiterhin die Option, die restlichen Promitea-Anteile zu einem späteren Zeitpunkt zu erwerben.

Synergien trotz unterschiedlicher Technologien

Für das Finanzjahr 2016 beträgt die Umsatzvoraussage für den EDI-Bereich von E-Integration 3,2 Mio. Euro. Damit soll der bisher allein von der deutschen Esker-Niederlassung in Feldkirchen bei München erarbeitete der Umsatz auf dem deutschen Markt künftig um mehr als 150 Prozent steigen. Esker will auch von der erweiterten Abdeckung des deutschen Marktes und durch Synergien der Vertriebs- und Consulting-Teams von dann mehr als 30 Personen profitieren.

Zwar verwenden beide Unternehmen unterschiedliche Technologien, doch ist Esker überzeugt, dass die Integration dieser EDI-Services in das Portfolio zusätzliche Wettbewerbsvorteile bietet, weil die B2B-Kommunikation in dokumentenbasierten Prozessen – ganz gleich ob in traditioneller oder elektronische Form (E-Mail, Web Portale, Fax, Postversand) – weiter verbessert werden kann.

Ähnlich wie beim cloudbasierten Geschäftsmodell von Esker erzielt E-Integration den Hauptteil des Umsatzes mit Gebühren, die transaktionsbasiert für die Nutzung der Online-Plattform erhoben werden. Das sichert ein wiederkehrendes und relativ stabiles Umsatzfundament.

Esker wurde 1985 in Lyon/Frankreich gegründet und verfügt heute über ein internationales Niederlassungsnetz mit ca. 400 Mitarbeitern. Mehr als 11.000 Unternehmen und Organisationen weltweit nutzen Esker-Lösungen, darunter BASF, Whirlpool, Lufthansa, Vodafone, Edeka und ING Diba. Im Jahr 2015 betrug der weltweite Umsatz ca. 58,5 Mio. Euro.

www.E-Integration.de

www.esker.de

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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