Investorengruppe um Hellman & Friedman plant Übernahme für fast 10 Mrd. Euro

Ultimate Software verlässt das Börsenparkett

Die börsennotierte US-Firma Ultimate Software soll für knapp elf Mrd. Dollar (rund 9,6 Mrd. Euro) an eine Investorengruppe um Hellman & Friedman Capital Partners verkauft werden. Geboten sind 331,50 Dollar in bar je Ultimate-Aktie, ein Aufschlag von 19 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag. Der Verwaltungsrat von Ultimate Software hat dem Angebot bereits zugestimmt; allerdings haben die Aktionäre noch 50 Tage Zeit für die Suche nach einer besseren Offerte.

Bildquelle: Ultimate Software

Ganzheitliches Personalmanagement aus der Cloud

Das 1990 gegründete Unternehmen Ultimate Software, ein rasant wachsender Hersteller von cloud-basierter Software für das Personalmanagement, betreut mit derzeit 5.144 Beschäftigten über 5.600 Kunden mit Mitarbeitern in 180 Ländern. Für 2018 meldete Ultimate Software mehr als 1,1 Mrd. Dollar Umsatz; 2017 war bei einem Umsatz von 941 Mio. Dollar ein Reingewinn von 23 Mio. Dollar ausgewiesen worden.

Die Kunden, darunter Sony Music, Subway, Yamaha und Nikon, finden sich überwiegend in den USA, Kanada, Großbritannien und Singapur. Mit der HCM-Suite Ultipro, die sich mit unterschiedlichen HR-Informationssystemen integrieren lässt, werden Personaldaten von insgesamt mehr als 48 Mio. Personen verwaltet. In Deutschland ist Ultimate Software über die Stuttgarter Tochter der französischen Firma Peopledoc vertreten, die erst im vergangenen Jahr für 300 Mio. Dollar übernommen worden war.

Zu den Kaufinteressenten gehörten neben Hellman & Friedman die Investoren Blackstone, GIC und JMI Equity sowie der Pensionsfonds „Canada Pension Plan Investment Board“ (CPPIB); die Investoren wollen das Unternehmen nach Abschluss der Übernahme von der Börse nehmen. Ultimate-CEO Scott Scherr soll ebenso im Amt bleiben wie das bisherige Management-Team. Die Transaktion soll, vorbehaltlich der Genehmigung der Aktionäre und der Kartellbehörden, bis Mitte des Jahres abgeschlossen werden.

Peopledoc, 2007 von Jonathan Benhamou und Clément Buyse gegründet und ebenfalls ein Anbieter cloud-basierter Personalmanagementsoftware, hat seinen Hauptsitz in Paris und brachte mehr als 265 Beschäftigte und über 1.000 Kunden mit über 4 Mio. Endbenutzern in das fusionierte Unternehmen ein; unter den Kunden sind Unternehmen wie Avis Budget, Club Med, Go Daddy, HSBC, Nestlé und Yves Rocher.

Zusätzlich zu der HR-Service-Delivery-Plattform von Peopledoc plant Ultimate neue mitarbeiterfokussierte Funktionen über ein Mitarbeiter-Online-Portal inklusive HR-Case-Management und Employee File Management anzubieten. Darüber hinaus haben Ultimate-Kunden jetzt die Möglichkeit, die HR-Service-Delivery-Plattform von Peopledoc integriert in der HCM-Suite Ultipro einzusetzen.

Die Ultimate-Produkte werden zurzeit hierzulande nicht vermarktet; geplant ist es, ab Herbst 2019 mit Perception ein erstes Produkt aus dem Ultipro-Portfolio auch in Deutschland anzubieten.

Bildquelle: Ultimate Software

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