Investitionszurückhaltung bei Implementierungsprojekten beklagt

Umsatzrückgang bei der All for One Group

Einen Umsatzrückgang um zwei Prozent auf 92,3 Mio. Euro meldete der SAP-Partner All for One Group AG, Filderstadt. Das Wachstum der Cloud-Erlöse auf 18,8 Mio. Euro (plus 12 Prozent zum Vorjahr) konnte die Investitionszurückhaltung bei Implementierungsprojekten nicht ausbügeln. Das Ergebnis nach Steuern schrumpfte sogar um 14 Prozent auf 3,1 Mio. Euro. Das Ergebnis pro Aktie schrumpfte um 16 Prozent 0,62 Euro.

Stefan Land, CFO der All for One Group AG

Finanzvorstand Stefan Land erwartet, „dass die Investitionszurückhaltung bei Implementierungsprojekten in den nächsten Quartalen zurückgehen wird“.

Trotz dieser Probleme hält Finanzvorstand Stefan Land an der Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2019/20 – Umsätze im Bereich von 375 Mio. bis 385 Mio. Euro sowie ein EBIT von 20 bis 22 Mio. Euro – unverändert fest. Im Geschäftsjahr 2018/19 stand ein Umsatz von knapp 360 Mio. Euro zu Buche. „Wir erwarten, dass die Investitionszurückhaltung bei Implementierungsprojekten in den nächsten Quartalen zurückgehen wird“, wird Land in der Presseinformation zitiert. „Zum Erhalt ihrer Wettbewerbsfähigkeit werden Unternehmen ihre Abläufe und Geschäftsmodelle weiter digitalisieren. Unsere Lösungen etwa auf Basis von SAP S/4 Hana oder der Plattform Microsoft Azure nehmen hier eine Schlüsselrolle ein.“

Die noch ungeprüften Ergebnisse sehen so aus: Die Einmalumsätze aus dem Verkauf von Softwarelizenzen sind auf 10,4 Mio. Euro zurückgegangen (minus 37 Prozent), vor allem eine Folge der erwähnten Investitionszurückhaltung sowie der anhaltenden Transformation in Richtung wiederkehrender Clouderlöse. Bei den wiederkehrenden Umsätzen mit Cloud-Services und -Support wurde ein Plus von 12 Prozent auf 18,8 Mio. Euro erzielt. Die Zahl der Beschäftigten ist um 7 Prozent auf 1.859 gestiegen.

Seit dem 1. Oktober bilanziert die All for One Group AG übrigens nach IFRS 16 („Leasingverhältnisse“). Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst (modifiziert retrospektive Methode). Ohne IFRS 16 und einmalige Sonderkosten lägen EBITDA und EBIT-Marge auf Vorjahresniveau. Der EBIT-Rückgang um 1,2 Mio. auf 4,8 Mio. Euro (minus 21 Prozent) im Drei-Monats-Zeitraum von Oktober bis Dezember 2019 wird überwiegend auf die rückläufigen Einmalerlöse zurückgeführt.

Ihre vollständige Quartalsmitteilung zu den 3-Monatszahlen 2019/20 veröffentlicht die All for One Group AG planmäßig am 7. Februar 2020. Mittlerweile ist also nicht mehr nur die Marge das Problem des SAP-Partners.

Bildquelle: All for One Group AG

©2020Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok