Dominik Schwärzel, CEO der Wilken Software Group, will SAP-Anwendern eine attraktive Alternative zur Migration auf S/4 Hana bieten.
Auch die Marktprozesse liefen vom Start weg störungsfrei über die neue Lösung. „Vor dem Hintergrund der vielerorts geplanten Migrationsprojekte im SAP-Umfeld auf S/4 Hana und den damit verbunden Diskussionen über Aufwand und Datenqualität ist dieses Ergebnis für uns ein richtungsweisender Meilenstein“, resümiert Dominik Schwärzel, CEO der Wilken Software Group, das Ergebnis. Wilken senkt mit diesem Verfahren die Betriebskosten deutlich und trägt darüber hinaus auch insgesamt zu spürbar geringeren Kosten in der Sachbearbeitung bei. „Wir rechnen mit einer Kostenreduktion für den laufenden Betrieb von 30 bis 50 Prozent“, so Schwärzel weiter.
Eine weitere Besonderheit des Projektes: Neben den Stammdaten wurden auch die historischen Daten ab 2018 übernommen. „Damit muss SAP IS-U nicht mehr als Korrektursystem weitergeführt werden, sondern kann als reines Sichtsystem, etwa für die Buchhaltungshistorie weiterbetrieben werden, bis die zehnjährige Aufbewahrungsfrist abgelaufen ist. Für ein solches System muss dann kein Wartungsaufwand mehr betrieben werden“, erklärt Tobias Mann, Leiter Beratung und Projekte in der Versorgungswirtschaft bei der Wilken Software Group. Zudem wurden relevante Marktkommunikations- und Rechnungsdaten übernommen, so dass eventuell nötige Rechnungskorrekturen sowie alle Prozesse der Marktrollen Netz, Messstellenbetrieb und Vertrieb im Standard nach der SAP-Migration in der Wilken-Software erfolgen können.
Im Rahmen des Projekts wurde mit Unterstützung von Gisa ein neues Migrations-Tool entwickelt. Dieses setzt auf Standard-Templates auf und übernimmt die Zusammenstellung der Daten, die zunächst aus IS-U in eine Zwischen-Datenbank entladen, dort für das Zielsystem Energy transformiert und schließlich endgültig migriert werden. Optional können dabei auch Zusatzinformationen aus Nicht-SAP-Systemen eingespielt werden, etwa aus einer CRM-Suite oder aus dem Energiedatenmanagement.
ZEV und SWA hatten im August 2019 bekannt gegeben, dass sie ihre rund 20 Jahre währende Zusammenarbeit mit IT-Dienstleister Gisa fortsetzen. Der sollte also auch nach dem damals beschlossenen Umstieg weiter verantwortlich zeichnen für die Betreuung und den Betrieb der Abrechnungssysteme für alle Marktrollen, inklusive des Messstellenbetriebs.
„Wir wollen gemeinsam mit Partnern stark für die Region aufgestellt sein. Dazu zählt auch eine zukunftssichere IT-Landschaft. Besonders wichtig ist uns, diese so zu gestalten, dass weitere regionale Stadtwerke diese kostengünstig mitnutzen“, sagte damals Volker Schneider, kaufmännischer Geschäftsführer der ZEV, stellvertretend für die Kooperationsgemeinschaft. Die von Gisa, einer Tochter des SAP-Partners NTT Data Business Solutions (ehemals Itelligence), zur Verfügung gestellte Verbundlösung sei so konzipiert, dass sie Wachstum ebenso ermögliche wie auch die Einbindung weiterer regionaler Stadtwerke jeglicher Größe. Zum 1. Januar 2016 hatte Gisa die Wilken-Aktivitäten von B&S Kampehl erworben, einem Spezialisten für Energieversorger.
Bildquelle: ZEV / Wilken Software Group