Embarcadero erneuert die universelle Datenzugriffsbibliothek

Update für Firedac

Embarcadero hat einen neuen Firedac-Treiber für die SQLite Encryption Extension-Datenbank bereitgestellt. SQLite ist eine Bibliothek für Programmiersprachen, die eine kleine, schnelle, in sich geschlossene, zuverlässige SQL-Datenbank-Engine mit vollem Funktionsumfang implementiert. Wegen ihres Einsatzgebietes in Mobiltelefonen, in Browsern, Skype und vielen anderen Apps gilt sie als meistgenutzte Datenbank-Engine der Welt.

Bildquelle: Embarcadero GmbH, iStock / Getty Images Plus

Der Kern vieler Applikationen ist der Zugriff auf Daten, die von unterschiedlichsten Datenbank-Systemen (wie zum Beispiel Db2 für i) verwaltet werden. Daten über Kunden werden gelesen, neue Bestelldaten abgelegt – oder eine Auswertung basiert auf den Abruf diverser vielfältiger operativer Daten.

„So variantenreich die Anwendungen auf der einen Seite der Unternehmensapplikation sind, so unterschiedlich sind auch die zum Einsatz kommenden Datenbanken“, weiß Roland Appel, Marketing-Manager bei Embarcadero Technologie . Gefragt sei daher eine universelle Datenzugriffschicht, die die heterogenen Datenbanktechnologien für die Anwendungssysteme harmonisiert.

„Firedac ist eine solche universelle Datenzugriffsbibliothek“, sagt Appel. Mit einer generischen Architektur ermögliche sie den Zugriff von Programmen, die mit den Entwicklungssystemen Delphi oder C++-Builder erstellt wurden, auf folgende Datenbanken: Interbase, SQLite, MySQL, MariaDB, SQL-Server, Oracle, PostgreSQL, Db2, SQL Anywhere, Advantage DB, Firebird, Access, Informix, Datasnap und viele mehr. Auch der Zugriff auf Db2 für i ist möglich, und zwar via IBM i Access ODBC. Ebenso wird der Datenaustausch mit der NoSQL-Datenbank MongoDB unterstützt.

Firedac bietet ein allgemeines API für den Zugriff auf die unterschiedlichen Datenbank-Backends. Der geräte- und systemübergreifende Einsatz ist möglich, d.h. man kann die Bibliothek auf Desktop-Systemen und mobilen Geräten mit den Betriebssystemen Windows, Mac OS, Android und iOS gleichermaßen verwenden; nunmehr steht ein neuer Treiber für die SQLite Encryption Extension-Datenbank bereit.

Die Entwicklungsumgebung RAD Studio wird mit einem Firedac-Treiber für die SQLite-Datenbank geliefert, der zwei verschiedene Ansätze für die Bereitstellung bietet. Eine Möglichkeit ist das statische Linken, d.h. das Kompilieren von SQLite in die Anwendungsbinärdatei. Die zweite Möglichkeit ist das dynamische Linken, d.h. die Verwendung einer externen SQLite-DLL.

Anlass für das Update: Bei der SQL-Lite-Datenbank gibt es interne Änderungen bei der Umsetzung und Unterstützung der Datenbankverschlüsselung. Diese Änderungen werden durch den neuen Treiber nachvollzogen. Er steht als Getit-Download, d.h. direkt über den internen Bibliotheks- und Erweiterungs-Manager von RAD Studio zur Verfügung. Informationen zu einem möglichen Update des Treibers findet man in einem Blog-Post. Appel weist explizit aber auch auf die Nutzung der hauseigenen Datenbank Interbase To Go hin, die ebenfalls Verschlüsselungsoptionen bietet.

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