Dr. Sebastian Hauptmann, CSO und COO bei Valantic
Die Stuttgarter mm1 Consulting & Management, 1997 von Rainer Lindenau mit einem Beratungsprojekt für die Telekommunikationsbranche gegründet, unterstützt heute nach eigenen Angaben „mit rund 100 Beraterinnen und Beratern Unternehmen bei der Gestaltung der digitalen und vernetzten Welt“ – durch die Entwicklung und Realisierung zeitgemäßer Geschäftsmodelle, Produkte und Prozesse. Von drei Standorten aus wurden demnach für rund 50 Kunden bereits 400 Digitalisierungsprojekte in Angriff genommen.
Valantic positioniert sich als „Digitalisierungs-, Consulting- und Software-Spezialist“ und ist in der Lünendonk-Liste der größten IT-Dienstleister hierzulande zuletzt weiter nach oben geklettert – und konnte sich gegenüber dem Vorjahr dank des starken organischen wie anorganischen Wachstums durch den Anschluss von sechs neuen Gesellschaften im Jahr 2021 in diesem Ranking um fünf Positionen auf Platz 20 verbessern. Im Jahr 2021 konnte das Unternehmen seinen Umsatz in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um rund 60 Prozent steigern – von 140 Mio. Euro auf 220 Mio. Euro; der weltweite Umsatz stieg 2021 auf 260 Mio. Euro, verglichen mit 175 Mio. Euro im Jahr 2020.
Mit dem Umsatz wuchs auch die Belegschaft im Jahr 2021 rasant; sie verdoppelte sich fast von 1.128 auf 2.025 Menschen: Durch den Zusammenschluss mit den Unternehmen wdp, Verovis, Protask, ISM eCompany (Niederlande), Abaco Consulting (Portugal) sowie Syrocon konnte das Unternehmen sein Portfolio um einige Wissensbereiche erweitern und sowohl neue internationale Märkte erschließen als auch Marktanteile gewinnen.
Zudem konnten in 2021 innovative Kundenprojekte gewonnen oder umgesetzt werden, darunter diverse IoT-Projekte beim Life-Science-Spezialisten Tecan oder dem Weltmarktführer im Bereich der Augenheilkunde Alcon. Beim Corona-Impfstoffhersteller Biontech war die neue Tochter Syrocon Consulting bei der Unterstützung der Lager- und Logistik-Prozesse aktiv. Weitere Kundenreferenzen sind der Schweizer Kranken- und Unfallversicherer Visana (Business Analytics Consulting), die auf Baustoffhandel spezialisierte Stark Deutschland GmbH (Carve out-Beratung), die Nahrungsmittelproduzenten der Südzucker-Gruppe (SAP Services), der Krombacher Brauerei (Customer Experience Management) sowie die Hochland-Gruppe (S/4-Hana-Migration).
Wie die aktuelle Lünendonk-Studie zeigt, wachsen IT-Beratungen trotz Pandemie und den damit einhergehenden Belastungen der Wirtschaft so stark wie noch nie. Gefragt sind neben der IT-Beratung vor allem Services in der Entwicklung und Implementierung von Individualsoftware. Weil der Digitalisierungs- und Transformationsdruck für CIOs und ihre IT-Abteilungen wächst, sind laut Lünendonks Prognosen Schnittstellenoffenheit, Skalierbarkeit und Performance als Basis für datenbasierte Geschäftsmodelle besonders gefragt. Der Druck auf die IT-Abteilung wächst deshalb, weil oft mehrere Digitalisierungsvorhaben gleichzeitig laufen. Interne Engpässe und der Bedarf an spezifischem Know-how sorgen dann dafür, dass bei der digitalen Transformation verstärkt auf IT-Beratungshäuser zurückgegriffen wird.
„Die Studie zeigt, dass bei den Digitalisierungstrends ganzheitlich gedacht wird“, konstatiert Dr. Sebastian Hauptmann, Chief Sales & Chief Operating Officer von Valantic. „Unternehmen benötigen bei der digitalen Transformation nicht nur optimale Prozesse und eine entsprechende IT-Infrastruktur – auch die Customer-Journey, Cyber-Security und Digitale ‚Workplaces‘ sind bedeutende Themen.“Durch die Zusammenschlüsse habe man 2021 das Servicespektrum vor allem im Bereich der SAP-Services, Customer-Experience und Digitalstrategie-Beratung „deutlich erweitern“ können. Aber auch das Smart-Industries-, IoT– und Cloud-Umfeld sowie der Bereich der Individual-Software-Entwicklung sind deutlich gewachsen. Deshalb sei die Belegschaft im Mai bereits um weitere 500 auf über 2.500 Menschen angewachsen.
Bildquelle: Valantic