T-Systems und Eaton machen Maschinen „Cloud Ready“

Vernetzung von Industrieanlagen

T-Systems und das Energiemanagement-Unternehmen Eaton begründen eine Partnerschaft. Sie wollen gemeinsam Anlagen und Maschinen industrieübergreifend „Cloud Ready“ machen und so in das „Internet of Things“ (IoT) einbetten. Dabei handelt es sich um die erste Kooperation auf Multi-IoT-Plattform der Deutschen Telekom.

Vernetzen Industrieanlagen, um vorausschauende Wartung von Maschinen zu ermöglichen: Wilfried Bauer (rechts), Leiter Systemintegration für digitale Lösungen, Cloud, Internet der Dinge bei T-Systems, und Christof Spiegel (links), Geschäftsführer bei Eaton Industries GmbH.

Der Automatisierungsspezialist Eaton rüstet seine Maschinen und Komponenten künftig so aus, dass sie sich auf Basis des standardisierten Machine-to-Machine(M2M)-Kommunikationsprotokolls OPC UA mit der Multi-IoT-Service-Plattform von T-Systems verbinden lassen. So lassen sich die Maschinendaten industrieübergreifend erfassen und in die Cloud übertragen.

Das Ziel: Über die Cloud werden dann komplette Anlagen überwacht und Fertigungsprozesse gesteuert bzw. optimiert. Außerdem lassen sich die Maschinen vorausschauend warten sowie Verschleiß, Betriebskosten und Produktivität der Maschinen im Fertigungsprozess durch intelligente Datenauswertung optimieren.

Das Ergebnis der Zusammenarbeit soll ein skalierbares IoT-Produkt- und Serviceangebot werden, das zur Hannover Messe 2017 (24. bis 28.04.2017) vorgestellt wird. Die Entwicklung erfolgt gemeinsam mit Pilotkunden.

Hosting und Betrieb in Deutschland

Grundlage der neuen IoT-Anwendungen für den Maschinenbau ist die Multi-IoT-Service-Plattform der Telekom. Sie bündelt die Vorteile mehrerer Plattformanbieter im Bereich IoT – Microsoft Azure, Cisco Fog oder Huawei. Hosting und Betrieb erfolgen im Cloud-Rechenzentrum von T-Systems, auf deutschem Grund und Boden nach den Anforderungen des deutschen Datenschutzgesetzes.

Ein wesentlicher Vorteil besteht hier in den Möglichkeiten, die mit der Analyse der Maschinendaten über den gesamten Lebenszyklus einer oder auch mehrerer Anlagen unabhängig vom Standort verbunden sind.

Aktuelle Daten aus der laufenden Produktion

Beide Unternehmen wollen gemeinsam mit Pilotkunden IoT-Services auf Basis von aktuellen Daten aus der laufenden Produktion entwickeln. Je nach Szenario sollen sich individuelle Parameter vom Kunden bestimmen und nutzen lassen. Anwender sind dann etwa in der Lage, nicht nur zu sehen, wann Verschleißteile auszutauschen sind, sondern auch zu analysieren, welche Abhängigkeiten zwischen Produktionsergebnissen oder einzelnen Verbrauchswerten und Komponenten wie Filtern und Rohstoffen bzw. Prozessdaten wie Temperaturen und Drücken in laufenden Fertigungsprozessen bestehen.

„Gerade mittelständische Maschinen- und Anlagenbauer haben meist nicht die Möglichkeit und die Mittel, in sichere, leistungsfähige IoT- und Cloud-Technologie zu investieren“, weiß Eaton-Manager Stefan Selke. Und Wilfried Bauer, Leiter Systemintegration für digitale Lösungen bei T-Systems, ergänzt: „Wir möchten dem deutschen mittelständischen Maschinenbau nicht nur die technologischen Bausteine zur Vernetzung seiner Anlagen über die Cloud liefern. Mit digitalen Lösungen, die sich exakt auf seine Anforderungen zuschneiden lassen, unterstützen wir ihn auf seinem Weg zur Industrie 4.0.“

Wie sich sowohl kleine als auch komplexe Maschinen und Anlagen mit Eaton-Technologie „IoT ready“ machen und mit T-Systems direkt in Cloud-Infrastrukturen einbinden lassen und welche Vorteile sich daraus für den Kunden ergeben, demonstrieren die beiden Firmen erstmals auf der SPS IPC Drives, Europas führender Fachmesse für elektrische Automatisierung in Nürnberg vom 22. bis 24. November am Eaton-Messestand 9-371.

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