SMC tritt der Open Industry 4.0 Alliance bei

Verstärkung aus Japan

Viele Wege führen in die digitale Zukunft. Der japanische Konzern SMC will die spannende Reise in Richtung Industrie 4.0 jetzt gemeinsam mit Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen fortsetzen. Um die Industrie der Zukunft aktiv gestalten zu können, ist der Hersteller elektrischer und pneumatischer Automatisierungslösungen der auf der letzten Hannover Messe Industrie von sieben europäischen Firmen gegründeten Open Industry 4.0 Alliance beigetreten.

Christian Ziegler, Manager Digital Business Development bei SMC: „Die Kunden wollen ein klares Konzept für die Zukunft.“

Der im April formierten industrieweiten OI4.0 Alliance gehören neben Automatisierungsexperten wie SMC Deutschland auch Softwareentwickler, Messgerätehersteller und Robotik-Produzenten an.

„Daten und Informationen sind das Lebenselixier der Industrie 4.0. Mit ihrer Hilfe wird die Produktion künftig noch sparsamer und effektiver“, sagt Christian Ziegler, Manager Digital Business Development bei SMC. „Deshalb wollen wir künftig gemeinsam mit den Mitgliedern der Allianz Lösungen für eine digitalisierte Industrie entwickeln und so große Potenziale bei der Effizienz und Produktivität erschließen.“

Eine Allianz für die Digitalisierung

Die OI4.0 Alliance setzt sich bewusst divers zusammen. „Die Digitalisierung betrifft alle Bereiche der Industrie, von der Softwareentwicklung bis zum Maschinenbauer“, sagt Ziegler. „Wir erhalten immer mehr Anfragen nach aufeinander abgestimmten Angeboten. Die Kunden wollen sich nicht in einem immer unübersichtlicheren Markt verlieren, sondern ein systematisches, klares Konzept erhalten.“

  • Deshalb arbeiten bei der OI4.0 Alliance Unternehmen aus verschiedenen Branchen zusammen und lernen voneinander. Das Ziel: ein ganzheitliches Konzept für Industrie 4.0-Anwendungen. Christian Ziegler: „Oft fehlt bisher noch die Durchgängigkeit vom ERP-System zur Shop-Floor-Ebene. Diese wollen wir mit den vorhandenen Technologien herstellen.“ Konkret arbeite die Allianz daran, folgende Themen zu realisieren und zu verbessern:

  • Digitale Inbetriebnahme mit automatischem Onboarding

  • Datenmanagement mit durchgehender Semantik

  • Technologie-Durchgängigkeit und APIs

  • Kosteneffektivität.

„Wir bei SMC wollen unsere große Erfahrung in die OI4.0 Alliance einbringen, von unseren Partnern lernen und so neue Erkenntnisse in unsere Produktentwicklung einfließen lassen“, betont Christian Ziegler. „Davon profitieren unsere Kunden, denen wir als Verband neue, ganzheitlich kompatible Lösungen für die digitalisierte Industrie anbieten können.“

Die Open Industrie 4.0 Alliance strebt an, dass bis zu 80 Prozent der Maschinen in einer Smart Factory die „gleiche Sprache sprechen“. Der offene und interoperable Lösungsansatz in vier Teilen plus zugehörigem Dienstleistungsangebot soll für Unternehmen jeder Größe interessant sein, versprechen die Gründungsmitglieder Beckhoff, Endress+Hauser, Hilscher, ifm, Kuka, Multivac und SAP.

Proprietäre Insellösungen überwinden

Die Allianz steht grundsätzlich jedem Unternehmen offen, so dass beispielsweise Balluff, Gebhardt, Pepperl+Fuchs, Schmidtsche Schack, Samson oder Wika bereits Mitglieder geworden sind. Die Mitglieder wollen erklärtermaßen ein standardisiertes und offenes Ökosystems für den Betrieb hochautomatisierter Fabriken und Anlagen schaffen – und zwar unter Einbindung von Logistik und Services.

Damit will die Allianz proprietäre Insellösungen überwinden und der Digitalen Transformation der europäischen Industrie den entscheidenden Schub geben. Die Firmen planen – zusammen mit den zukünftigen Mitgliedern – auf Basis existierender Standards wie I/O Link, OPC UA und RAMI – ein sogenanntes „Open Industry 4.0 Framework“.

Die SMC Deutschland GmbH bietet ein Produktspektrum vom Ventil bis zum Temperiergerät mit mehr als 12.000 Basismodellen und über 700.000 Varianten. Zielmärkte des Unternehmens mit Sitz in Egelsbach bei Frankfurt am Main finden sich unter anderem in der Automobil-, Elektro- und Photovoltaik-, Medizin-, Verpackungs- und Lebensmittelindustrie sowie im Werkzeugmaschinenbau, der Robotik und der Automation. SMC erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018/19 einen Umsatz von 170 Mio. Euro und beschäftigt bundesweit mehr als 740 Mitarbeiter.

Die deutsche Tochter gehört zur SMC Corporation mit Sitz in Tokio, die in 83 Ländern weltweit mit über 31 Produktionsstätten vertreten ist. Der Weltmarktführer für pneumatische Automatisierungstechnik mit einem Marktanteil von 36 Prozent erzielte im Geschäftsjahr 2018/2019 rund 4,5 Mrd. Euro Umsatz und beschäftigt global gut 19.750 Mitarbeiter.

Bildquelle: Gregor Schuster / SMC Deutschland

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