Avenga-CEO Yuriy Adamchuk trat 2022 die Nachfolge von Jan Webering an
Die Rekordinvestition ist laut KKCG ein entscheidender Schritt in der Entwicklung seiner „Technologiesäule“, die bisher aus Aricoma und Qinshift bestand und seit etwa fünf Jahren aufgebaut wird. Jetzt kommt mit Avenga ein 2019 nach mehreren Aquisitionen formierter Experte für Software-Entwicklung und IT-Beratung hinzu, der zuvor im Besitz von Oaktree Capital Management und Cornerstone Investment Management war.
Diese im Dezember begonnene Akquisition nennt Michal Tománek, Investment Director bei KKCG, sogar einen Wendepunkt in der strategischen Entwicklung der Technologie-Säule: „Avenga stärkt die internationale Präsenz der Investmentgruppe mit Expertise in den Bereichen Lotterie und Glücksspiel, Energie, Technologie und Immobilien – und ergänzt das Portfolio-Unternehmen für kundenspezifische Software-Entwicklung Qinshift. Dadurch wird KKCG Technologies zu einem der größten Architekten für digitale Transformation in Europa, der einen vielfältigen globalen Kundenstamm bedient.“ Verstärkt werden soll so die Präsenz in den Zielmärkten in Europa und Nordamerika und die Expertise insbesondere im Bereich Gesundheitswesen/Pharma.
Ludovic Gaudé, Leiter der Software-Engineering-Aktivitäten von KKCG und CEO von Qinshift, leitet den Integrationsprozess in Zusammenarbeit mit Yuriy Adamchuk, der 2022 die Nachfolge von Jan Webering als CEO von Avenga übernahm. Nach Abschluss der Transaktion erklärte Gaudé: „Jetzt ist es an der Zeit, die Ärmel hochzukrempeln und mit dem Fusionsprozess zu beginnen, der den ersten Schritt auf dem gemeinsamen Weg von Avenga und Qinshift markiert.“
Avenga versteht sich als globale Engineering- und Beratungsplattform mit Branchenkenntnissen in den Bereichen Pharma, Versicherungen und Finanzen sowie „Advanced Manufacturing“. Die IT-Spezialisten unterstützen über 410 Kunden, darunter globale Unternehmen wie ABB, Allianz, GSK, Santander oder Volvo, bei ihrer digitalen Transformation mit Projekten entlang der gesamten digitalen Wertschöpfungskette – von der digitalen Strategie bis zur Implementierung von Software-, User Experience- und IT-Lösungen.
Auch Qinshift ist ein global aktives Technologieunternehmen mit einer starken europäischen Präsenz, das in 28 Niederlassungen weltweit über 3.000 IT-Fachkräfte beschäftigt. Angeboten werden „maßgeschneiderte“ Software- und End-to-End-Business-Lösungen, UX-/UI-Design, Managed-Services, Produktentwicklungsdienste und technisches Consulting. Zu den Kunden zählen große Telekommunikations- und Satellitenbetreiber, Finanz- und Bankinstitute, Fertigungs- und Automobilunternehmen sowie Anbieter aus den Bereichen Mobilität und Gesundheit. Avenga ergänzt Qinshift in der Entwicklung kundenspezifischer Software für die Branchen Telekommunikation, Banking- und Finanzdienstleistungen sowie Automobilindustrie.
Dank der Kombination dieser Kompetenzen und Experten will KKCG zu einem der führenden europäischen Architekten für digitale Transformation mit fast 7.000 Mitarbeitern werden. Laut Tománek könne man durch die Übernahme die „Präsenz im Bereich der kundenspezifischen Software-Entwicklung effektiv verdoppeln und gleichzeitig auf ein großes Reservoir an IT-Talenten in Polen, der Ukraine und Argentinien zurückgreifen. In Verbindung mit dem Ausbau unserer Expertise in kritischen Sektoren wie dem Gesundheitswesen und der Pharmabranche erweitert dies unsere Möglichkeiten, mehr Kunden auf der ganzen Welt besser zu bedienen“.
Die Transaktion umfasste den Verkauf von 100 Prozent der Anteile des Unternehmens. Ludovic Gaudé soll den Prozess der zukünftigen Integration leiten.
Bildquelle: Avenga