Technology Refreshs für IBM i 7.4 und IBM i 7.5

Viele News für IBM i

Wie in jedem Herbst hat IBM seine neuen „Technology Refreshes“ (TR) für IBM i vorgestellt, die am 17. November verfügbar werden sollen. Diesmal sind zwar keine neuen Produkte, aber dafür bieten IBM i 7.5 TR3 und 7.4 TR9 Neuerungen und Verbesserungen fast jedem Bereich des integrierten Betriebssystems.

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Viele der verschiedenen Produkte, die das IBM-i-System ausmachen, erfahren Verbesserungen. Wer viel Zeit mit Navigator for i oder ACS verbringt, darf sich über einige News freuen.

Im Mittelpunkt von 7.5 TR3 und 7.4 TR9 stehen aber einige neue SQL-basierte IBM-i-Services sowie neue Db2-for-i-Services. SQL-Befehle wurden über die Datenbank hinaus auch auf Prozeduren und Funktionen erweitert. Und die Prozedur DUMP_PLAN_CACHE, mit der sich auch letzte Details der SQL-Anweisungen im SQL-Plan-Cache erfassen lassen, wurde um Filter ergänzt, die es dem Benutzer ermöglichen, diese Details nur für bestimmte SQL-Anweisungen zu erfassen.

Ebenfalls eingebaut in IBM i wurde eine Funktion zur Verwendung von AES-256-Verschlüsselung. Außerdem wurde die Datenbank um eine neue CLOB-basierte Skalarfunktion zur Ver- und Entschlüsselung von HTML für SQL-basierte RESTful-Services ergänzt. Dazu wurde die bereits vorhandene Funktion zur Kodierung und Dekodierung von binären großen HTML-Objekten (Binary Large Objects, BLOBs) für REST-Dienste um eine Variante für große Zeichenobjekte (Character Large Objects, CLOBs) ergänzt.

Auch SYSTOOLS, die Sammlung SQL-basierter Tools für Db2 for i, erhielt etliche neue Funktionen, zum Beispiel GENERATE_SPREADSHEET zur Erstellung einer Tabellenkalkulation auf Basis einer Datenbankdatei oder SQL-Abfrage, oder SEND_EMAIL für das Versenden einer E-Mail mit einem Anhang aus dem IFS.

Ebenfalls neu sind Tabellenfilter für Navigator, verbesserte DNS-Unterstützung und weitere IFS-Funktionen. Im Bereich der Sicherheit wurden neue Funktionen für die Verfolgung von Systemwerten, Audit-Journal und Job-Gruppen hinzugefügt. Und die neue Version 1.1.9.3 von IBM i Access Client Solutions bietet neue Features für Run SQL Scripts, neue „Insert from example“-Optionen und Syntaxkompatibilität mit dem neuesten SQL-Standard.

IASP-Historiensynchronisierung für HA-Umgebungen

Das populäre Tool „Backup, Recovery and Media Services“ (BRMS) wartet mit mehreren neuen Funktionen auf, darunter eine IASP-Historiensynchronisierung für HA-Umgebungen und eine bessere Integration mit über iSCSI verbundenen VTL-Geräten.

Bei Db2 Mirror for i (zur Sicherstellung der kontinuierlichen Verfügbarkeit) wurde die grafische Benutzeroberfläche des „Health Centers“ verbessert und die Erfassung von Informationen für gespiegelte Datenbankumgebungen vereinfacht.

PowerHA for i vereinfacht die benutzerdefinierte Nachverfolgung und Wiedervorlage von Jobs, die zum Zeitpunkt eines Ausfalls aktiv waren. Systemadministratoren erhalten so einen besseren Überblick über den Status eines Jobs zum Zeitpunkt eines Ausfalls.

Um die Leistung beim Sichern und Wiederherstellen auf Band zu verbessern, unterstützt die Software-basierte Datenkomprimierung jetzt die meisten Befehle und APIs für das Sichern und Wiederherstellen mit allen bisherigen Software-Komprimierungsoptionen (wie *LOW, *MEDIUM, *HIGH und *ZLIB). Der ZLIB-Algorithmus verwendet automatisch den On-Chip Nest Accelerator (NX) GZIP, falls die Funktion im Power10-Kompatibilitätsmodus auf einem Power10-Prozessor ausgeführt wird; sie ist daher schneller und weniger CPU-intensiv als die anderen Komprimierungsoptionen.

Anwendungsmodernisierung und Open Source

Der „Integrierte Webserver“ (IWS) wurde um die Überwachung von Nullfeldwerten in Anfrage- und Antwort-Payloads erweitert. Für Programmierer, die es vorziehen, mit Visual Studio Code zu arbeiten, gibt es Verbesserungen an den IBM-i-Schnittstellen und neue Erweiterungen, um mit Db2 for i direkt aus der IDE zu arbeiten.

Last but not least gibt es Verbesserungen bei den Tools für Software-Entwickler. Mit Rational Developer for i (RDi) 9.8.0.1 kann man künftig den Bildschirm aufräumen und die iDoc-Vorlagen besser kontrollieren, die bei der Dokumentation von Programmen helfen.

RPG-Entwickler erhalten einige neue Elemente im Rational Development Studio for i (RDS), darunter qualifizierte Namenseinschränkungen, den neuen Definitionstyp „Aufzählung“ (der mit DCL-ENUM beginnt und mit END-ENUM endet) sowie die String-Funktionen %LEFT und %RIGHT, die die am weitesten links bzw. am weitesten rechts stehenden Zeichen eines Strings zurückgeben.

Weitere Verbesserungen gibt es bei der Unterstützung für RPG, CL, COBOL und SQL innerhalb von Git, bei der Unterstützung für Batch-Debugs und dank der Möglichkeit, CL-Befehle direkt aus der IDE – ohne Kompilierung – auszuführen. Die umfangreichen Ankündigung für IBM i 7.5 TR3 sind hier und die Ankündigung für IBM i 7.4 TR9 hier zu finden.

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