Alternative für verteilte PC-Infrastrukturen

Virtuelle Desktops aus der Wolke

Inzwischen sind VDI-Lösungen auch im Mittelstand angekommen. Experten gehen davon aus, dass Mittelständler in den nächsten Jahren verstärkt auf virtuelle Desktopinfrastrukturen (VDI) setzen. Pauschallösungen für die breite Masse gibt es jedoch (noch) nicht.

 Eine VDI bietet sich für die zentrale Bereitstellung von Arbeitsumgebungen für viele unterschiedliche Endgeräte an. Virtualisierte Desktops bieten deutlich mehr Flexibilität als Standard-PCs; sie erlauben den IT-Zugriff von überall und mit jedem Endgerät. Unternehmen sparen durch die standardisierten und automatisierten Prozesse in der Bereitstellung Kosten ein, da sie die PC-Arbeitsplätze effektiver verwalten und kontrollieren können. Planung, Aufbau und Betrieb einer leistungsfähigen VDI erfordern Know-how. Auch bei der Auswahl des richtigen Cloud-Produktes spielen verschiedene Faktoren eine entscheidende Rolle, denn die Applikationslandschaften sind sehr unterschiedlich. Die Applikationen jedoch bestimmen welches Produkt sich am besten eignet.

Über die VDI können entweder vorhandene Frontends der AS/400 (iSeries) eingebunden werden, um kaufmännische Anwendungen bereitzustellen – aber auch weitere Cloud-Angebote, wie etwa CRM-Lösungen. Dabei liegt in den kundenspezifischen Applikationen nicht nur für AS/400-Anwender eine Herausforderung: Sie laufen – Stand heute – in der Regel noch auf 32-Bit-Basis, VDI-Umgebungen dagegen bereits mit 64-Bit. Hier muss die Kompatibilität der Anwendungen geprüft werden.

Derzeit sind drei große Hersteller – Citrix, Vmware und Microsoft – bei VDI tätig. Jeder von bietet eine fertige, in sich geschlossene Lösung an. Möchte ein AS/400- bzw. Power-i-Anwender eine VDI einführen, sollte er sich darüber im klaren sein, dass im Falle einer starken individuellen Anpassung die Investitionssumme und später auch der Aufwand des Gesamtbetriebs steigen. So lehrt die Erfahrung, dass passgenaue Lösungen aus einer Mischung von Produkten mehrerer Hersteller bestehen.

*Unser Autor Walter Hofmann ist Direktor Cloud Solutions bei der Comparex AG

Bildquelle: Altmann / pixelio

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